19
September
2018
|
10:18
Europe/Amsterdam

Busse von MAN und NEOPLAN auf der IAA 2018 (Press Kit Bus)

Zusammenfassung

Busse von heute für die Beförderungsaufgaben von morgen. MAN Truck & Bus zeigt auf der diesjährigen IAA ein breites Bus-Portfolio. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden der neue MAN Lion’s City eBus und CNG sowie ein Minibus auf Basis des MAN TGE.

  • Neue Stadtbusgeneration wird komplettiert mit eBus und neuem Gasmotor E18
  • MAN Lion’s Coach mit elektrohydraulisch gelenkter Nachlaufachse und neuem Getriebe MAN TipMatic Coach
  • Erstmals Minibus auf Basis des MAN TGE
  • NEOPLAN Skyliner optional mit Treppe rechts verfügbar
  • Informationen zur ganzheitlichen Beratung von MAN Transport Solutions sowie den MAN Dienstleistungen

Nach der Premiere der neuen Stadtbusgeneration im Frühjahr 2018 bietet die IAA Nutzfahrzeuge den Rahmen, den neuen MAN Lion’s City erstmals auch der breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Damit feiert auch das Hybridmodul MAN EfficientHybrid seine Messepremiere. Durch die Nutzung von rückgewonnener Bremsenergie spart es zum einen Kraftstoff. Zum anderen ermöglicht die Stopp-Start-Funktion flüsterleise und emissionsfreie Haltephasen. Neben dem ohnehin Aufsehen erregenden neuen Smart-Edge-Design, fällt der auf der IAA gezeigte Zweiachser auch durch eine Neuerung an den Türen auf: Beleuchtete Türschließkanten zeigen in unterschiedlichen Farben das Öffnen und Schließen der Türen an.

Neben der Dieselversion wird die Stadtbusfamilie anlässlich der IAA 2018 auch um alternative Antriebe zu ergänzt. Hierzu zeigt MAN Truck & Bus als Weltpremiere an seinem Stand sowohl einen Stadtbus mit dem neuentwickelten Gasmotor als auch erstmalig einen Prototyp des vollelektrischen Lion‘s City E. Letzterer hebt sich durch ein leicht geändertes Design, das die Besonderheit des elektrischen Antriebs unterstreicht, schon optisch von seinem konventionellen Bruder auf dem Messestand ab. Insbesondere der Entfall des Motorturms und dadurch die zusätzlichen Sitzplätze im Heck, lassen den eBus ganz klar als solchen erkennen. Der vollelektrische Antriebsstrang leistet 160 bis maximal 270 kW. Durch drei elektrisch betriebene Türen gelangt man in den Innenraum des Solobusses, der mit 29 Sitzlätzen ausgeführt ist.

Als Marktführer im Segment der gasbetriebenen Stadtbusse präsentiert MAN im gleichen Jahr der Vorstellung des neuen MAN Lion‘s City auch den komplett neu entwickelten Gasmotor MAN E18 ebenfalls optional mit MAN EfficientHybrid. Damit beweist MAN den hohen Stellenwert alternativer Antriebe in seinem Portfolio. Der gezeigte Gelenkbus demonstriert die fahrgastflussoptimierende Wirkung von innovativen, situativ beleuchteten Trennwänden und einem transluzenten Faltenbalg. Auf Stehplatzkapazität hin optimiert weist der Viertürer 39 Sitzplätze auf. Der neuentwickelte MAN E1856 LOH leistet 320 PS (235 kW) und nutzt ein 4-Stufen-Automatikgetriebe.

Abgerundet wird das MAN-Portfolio am Messestand von einem MAN Lion’s Coach L, in einer Fernlinienversion mit Lift und zwei Rollstuhlplätzen. Gegenüber dem im vorigen Jahr erstmals vorgestellten Lion’s Coach wurde zwischenzeitlich die Position der C-Säule optimiert für einen besseren Ausblick auch in Sitzreihe 1. Außerdem verfügt der Bus jetzt über eine elektrohydraulisch gelenkte Nachlaufachse, die die Wendigkeit erhöht, und das neue 12-Gang-Getriebe MAN TipMatic Coach. Der leistungsgesteigerte MAN D2676 LOH leistet 470 PS (346 kW) und 2.400 Nm maximales Drehmoment. Die neue Motorenversion ist ab Juli 2019 erhältlich.

NEOPLAN: Komfortabel und innovativ für jeden Einsatzzweck

Die Anforderungen des Fernlinienverkehrs kann auch der ausgestellte NEOPLAN Skyliner optimal erfüllen. Dank seines Niederflurkonzepts im Unterdeck bietet er einen komfortablen Zugang auch für mobilitätseingeschränkte Personen. Hier stehen durch den Verbau von klappbaren Sitzen auf einem Sliding System bis zu zwei Rollstuhlplätze zur Verfügung. Für den optimierten Passagierfluss und eine höhere Sitzplatzkapazität hat MAN die vordere Treppe in dem Exponat optional auf die rechte Fahrzeugseite versetzt. So finden 78 Fahrgäste einen komfortablen Sitzplatz in dem Doppeldecker. Für den Antrieb sorgt ein überarbeiteter D26 Motor mit nun 510 PS (375 kW) und 2.600 Nm maximalem Drehmoment sowie mit einem automatisierten Schaltgetriebe der neuen Generation MAN TipMatic Coach.

Als wirkungsvolle Maßnahme gegen Unfälle, die ihre Ursache im Toten Winkel haben, verfügen die ausgestellten NEOPLAN Skyliner und Cityliner über ein neues Spiegelersatzsystem. Kameras auf beiden Seiten des Fahrzeugs liefern dabei Echtzeitbilder auf zwei im Sichtfeld des Fahrers verbaute Displays und eliminieren damit den Toten Winkel. Mit einem Blick kann der Fahrer so die komplette Situation erfassen, für die ansonsten Rück-, Weitwinkel- und Rampenspiegel nötig sind. Die verwendete Kameratechnik ermöglicht eine hochaufgelöste Darstellung des Umfelds unabhängig vom Tageslicht, sodass der Fahrer eine bessere Sicht hat bei Nacht und wechselnden Lichtverhältnissen. Zudem sinken die Einschränkungen durch zum Beispiel Beschlagen, Verschmutzung oder Sonnenblendung im Gegensatz zum Spiegel. Das erhöht die Sicherheit zusätzlich und reduziert gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit irgendwo anzufahren und damit die Reparaturkosten.

Der NEOPLAN Cityliner hat zudem ein Bird View System verbaut, das eine Umfeldbeobachtung durch sechs Kameras ermöglicht. Die Bildausgabe erfolgt auf einem separaten Monitor am Fahrerarbeitsplatz. Nicht nur ein besonders sicheres sondern auch ein besonders exklusives Reiseerlebnis verspricht der Cityliner L durch sein modifiziertes Interieur. Mit dem Fokus auf Fühlen und Erleben vereint er höchste Komfort- und Cateringanforderungen für maximal 35 Passagiere. Neben der exklusiven VIP-Lounge verfügt er hierfür über eine Küche mit Heißluftofen, Induktionsladung für Mobiltelefone und Ambientebeleuchtung. Damit beweist das MAN Bus Modification Center wieder einmal eindrucksvoll seine Ausbaukompetenz.

Den Einstieg in die NEOPLAN Welt markiert der ausgestellte Tourliner C. Und was für einen Einstieg! Als drittes Fahrzeug des Kunstprojekts movingART trägt der Zweiachser eine auffällige Beklebung der Berliner Klebebande. Im Innenraum finden sich dazu passend warme, erdige Farben und Materialien, die die hochwertige und moderne Gestaltung unterstreichen. Mit 4-Sterne-Bestuhlung finden 48 Fahrgäste einen Platz in dem Bus, der über einen topmodernen Antriebsstrang mit neuerdings leistungsgesteigerten 470 PS (346 kW) und 2.400 Nm maximalem Drehmoment sowie die neue MAN TipMatic Coach verfügt.

MAN TGE Minibus

Mit der Einführung des MAN TGE hat sich MAN Truck & Bus auf der vorigen IAA Nutzfahrzeuge als Full-Range-Anbieter im Güterverkehr positioniert. Nun folgt die Abrundung des Busportfolios mit Minibussen auf Basis des TGE. Am Messestand wird mit dem MAN TGE Intercity eine Überlandvariante mit 15 Fahrgastsitzen gezeigt. Der Zustieg erfolgt durch eine elektrische Schiebetür mit elektrischer Trittstufe, eine serienmäßige Aufdach-Klimaanlage sorgt für stets angenehme Temperaturen. Zum Komfort für die Fahrgäste tragen zudem USB-Ladesteckdosen an den Seitenwänden und zusätzliche Lautsprecher. Der Minibus, der beispielsweise im Shuttle-, Ausflugs- und Hotelzubringerverkehr seinen Einsatz finden könnte, misst 7.391 mm und verfügt über zahlreiche Assistenzsysteme wie den Notbremsassistent EBA, den abstandsgeregelten Tempomat ACC, einen Seitenwindassistent und aktiven Spurhalteassistent. Unter der Motorhaube arbeitet ein 2-l-Motor mit 177 PS (130 kW), geschaltet wird manuell.

Gut beraten: MAN Dienstleistungen und MAN Transport Solutions

Neben den Produkten kommen am MAN Messestand natürlich auch die umfangreichen Services des Nutzfahrzeugherstellers zur Sprache wie Wartungsmanagement, Reparaturservice, Original-Teile und Zubehör sowie Finanzdienstleistungen. Die Verbesserung von Sicherheit und Effizienz verspricht beispielsweise der MAN eigene Schulungsanbieter MAN ProfiDrive durch seine praxisorientierten Fahrertrainings. Im Bereich der Personenbeförderung stehen hierbei besonders die sicherheitstechnischen Aspekte und deren Verbesserung im Mittelpunkt. Bei Optimierung der Wirtschaftlichkeit des Fahrens heißt das Ziel Kraftstoffeinsparung bis zu 10 % durch die intelligente Kombination aus fahrerischem Können, vorausschauendem Zeitmanagement und ökonomischer Streckenplanung.

Einen eigenen Bereich widmet MAN den Herausforderungen beim Umstieg auf alternative Antriebe. Die Experten des Beratungsteams MAN Transport Solutions beantworten hier alle Fragen rund um den Weg von „Low Emission“ zu „No Emission“. Ein Schwerpunkt der Beratung liegt in der Elektrifizierung von Bus-, Truck- und Van-Flotten. Die qualifizierten Berater können durch ihren Erfahrungsschatz neben dem Fahrzeug auch Fragen rund um die Infrastruktur und den Energiebedarf sowie Wartungskonzepte und die Flottenauslegung abdecken.

 

MAN Lion’s City E : Emissionsfrei einfach weiter

 

Auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge zeigt MAN Truck & Bus erstmalig den vollelektrischen Lion‘s City.

 

  • MAN setzt bei seinem eBus auf Zentralmotor und Depot-Charging
  • Zuverlässige Reichweite von 200 km, bis zu 270 km unter günstigen Bedingungen über die gesamte Lebensdauer der Batterie
  • Beginn der Serienproduktion im zweiten Halbjahr 2020
  • Mit ganzheitlicher Beratung macht MAN Verkehrsbetrieben den Einstieg in die Elektromobilität so einfach wie möglich

Angesichts der Forderungen nach immer weniger Emissionen in den Innenstädten steht fest: Die Zukunft des ÖPNV ist überwiegend reinelektrisch. MAN Truck & Bus geht davon aus, dass bis 2030 rund 66 Prozent der Linienbusse elektrisch sein werden. Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 stellt MAN daher die vollelektrische Version des neuen Stadtbusses MAN Lion’s City vor. Damit komplettiert MAN die neue Stadtbusgeneration nach dem Diesel- und Gasmotor mit einer emissionsfreien Variante.

Ein leicht geändertes Design unterstreicht die Besonderheit des elektrischen Antriebs. Am auffälligsten ist dabei der Entfall des Motorturms und somit optimierte Sitzbereich im Heck durch die Platzierung der Batterien auf dem Dach. Damit befinden sie sich zum einen außerhalb des crashgefährdeteren Heckbereichs, zum anderen ermöglicht es mehr Gestaltungsfreiheit, freundlichere Lichtverhältnisse und bis zu vier zusätzliche Sitzplätze im Innenraum.

Beim Antrieb setzt MAN in seinem eBus auf einen Zentralmotor an der Hinterachse bzw. im Gelenkbus zwei Zentralmotoren an der zweiten und dritten Achse. Diese sind leichter zugänglich und weniger komplex aufgebaut als radnahe Motoren, was Vorteile bei der Wartung und den Total Cost of Ownership (TCO) bringt. Gerade der Gelenkbus profitiert auch beim Fahrverhalten: Durch die zwei angetriebenen Achsen erhöhen sich Fahrstabilität und damit Sicherheit sowie die maximale Energierückgewinnung beim Bremsen.

Der vollelektrische Antriebsstrang leistet im Solobus 160 bis maximal 270 kW. Die Energie dafür stammt aus den modularen Batterien mit 480 (Solo) bzw. 640 kWh (Gelenkbus). Hierbei greift MAN auf die ausgereifte Batteriezelltechnologie aus dem Konzernbaukasten zurück, das ausgeklügelte Temperaturmanagement sorgt für eine besonders gute Verfügbarkeit unabhängig von der Jahreszeit. So kann der Lion’s City E zuverlässig die Reichweite von 200 km und bis zu 270 km unter günstigen Bedingungen über die gesamte Lebensdauer der Batterien sicherstellen.

Geladen werden die Batterien im Depot per CCS Stecker. Bei einer durchschnittlichen Ladeleistung von 100 kW erreicht dabei der Solobus bereits unter drei Stunden eine vollständige Ladung, der Gelenkbus in unter vier Stunden. Bei maximaler Ladeleistung von 150 kW verkürzt sich die Zeit entsprechend. Die europaweite Befragung von knapp 200 Kunden sowie die Rückmeldungen mehrerer Städte ließen MAN zu dem Schluss kommen, dass für den späteren Alltagsbetrieb ein flexibler und störungsfreier Einsatz ohne Zwischenladen wichtiger ist als uneingeschränkte Reichweite. Zumal sich die Batterietechnologie rasend schnell weiterentwickelt. Der Lion’s City E bleibt dabei auf der Höhe der Zeit, da das Fahrzeugkonzept upgrade-fähig zur nächsten Batteriegeneration ist. Das Laden außerhalb der Spitzenzeiten ermöglicht es den Betreibern zudem mit einem intelligenten Lademanagement günstigere Stromtarife zu nutzen und so weiter zur Wirtschaftlichkeit des eBuseinsatzes beizutragen.

Da der eBus ein integriertes Mitglied der neuen MAN Lion’s City Familie ist, fügt er sich einfach in den Betriebsablauf ein, der Verkehrsbetrieb profitiert wie gewohnt vom MAN Servicenetz.

MAN eMobility-Roadmap

Im Rahmen seiner eMobility-Roadmap wird Mitte 2020 eine Demo-Flotte im Rahmen mehrerer Feldversuche in Kooperation mit verschiedenen europäischen Betreibern auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Hierfür ist MAN in den vergangenen Monaten mehrere Innovationspartnerschaften eingegangen mit der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH), mit den Stadtwerken München und der Münchner Verkehrs Gesellschaft sowie mit den Stadtwerken Wolfsburg und der Wolfsburger Verkehrs-GmbH. Als weitere Kooperation vereinbarte MAN die Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Unternehmen Voyages Emile Weber und Losch Luxemburg, Importeur der Volkswagen Gruppe und größte Händlergruppe Luxemburgs. Die Serienproduktion des MAN Lion’s City E wird dann 2020 anlaufen.

Da Verkehrsbetriebe und Flottenbetreiber auf dem Weg von „Low Emission“ zu „No Emission“ vor einigen Herausforderungen stehen, die über das eigentliche Fahrzeug hinausgehen, hat MAN Truck & Bus ein spezialisiertes Beratungsteam namens MAN Transport Solutions für individuelle und maximal wirtschaftliche Transportlösungen ins Leben gerufen. Die qualifizierten Berater können durch ihren Erfahrungsschatz neben dem Fahrzeug auch Fragen rund um die Infrastruktur und den Energiebedarf sowie Wartungskonzepte und die Flottenauslegung abdecken, und so die Betreiber bestmöglich unterstützen.

 

Neuer Gasmotor E18: Kompakter aber leistungsstärker

 

Nach der Dieselvariante stellt MAN Truck & Bus den neuen Stadtbus auch mit Gasantrieb vor. Im neuen Lion’s City G kommt der neuentwickelte Motor E18 zum Einsatz.

 

  • Neue Stadtbusgeneration wird komplementiert mit neuem Gasmotor E18
  • Höheres Drehmoment bei geringerem Hubraum
  • Hochgradig effizient durch Kombination von Gasmotor und MAN EfficientHybrid

Auf dem Weg zu weniger Emissionen in den Innenstädten kommt effizienten Antrieben mit alternativen Kraftstoffen enorme Bedeutung zu. Unter den fossilen Energieträgern erzeugt Erdgas bei der Verbrennung am wenigsten CO2, setzt der Betreiber auf aufbereitetes Biogas ist sogar ein theoretisch CO2-neutraler Betrieb der Fahrzeuge ohne sonstige zusätzliche Anforderungen möglich. Daher ergänzt künftig eine Gas-Variante die neue Stadtbusfamilie bei MAN. Der MAN Lion’s City G verfügt dabei über die komplett neu entwickelte Motorbaureihe E18, die trotz ihres geringeren Hubraums im Vergleich zum Vorgängermodell ein höheres Drehmoment bietet. Gerade in Verbindung mit dem Hybridmodul MAN EfficientHybrid bekommen Städte so ein maximal wirtschaftliches und umweltschonendes Fahrzeug, das sich ohne Einschränkungen in die bisherigen Betriebsabläufe einfügt.

Unabhängig von den flüsterleisen Stopp-Phasen an Haltestellen oder Ampeln, an denen die Stopp-Start-Funktion des MAN EfficientHybrid das komplette Abschalten des Motors ermöglicht, profitieren Fahrgäste und Anwohner immer von dem geringeren Motorengeräusch dank einer leiseren Verbrennung im Vergleich zum Diesel. Passagiere finden im Innenraum maximal 29 Sitz- und 70 Stehplätze vor.

Der Motor mit der exakten Bezeichnung E1856 ist ein neu entwickelter Lamda=1-geregelter 9,5 l Vierventil-Reihensechszylindermotor mit 118 mm Bohrung und einem Hub von 145 mm, der speziell für die weltweite Anwendung im Bus vorgesehen ist. Hierfür steht er in den Leistungsklassen 280 und 320 PS (206 bzw. 235 kW) zur Verfügung. Das maximale Drehmoment beträgt dabei 1.200 Nm bzw. in der größeren Version 1.400 Nm bei 900 bis 1.500 1/min. Die Abgasstufe Euro 6d erreicht der E18 Motor mit einer neuentwickelten gekühlten Abgasrückführung in Verbindung mit einem 3-Wege-Katalysator. Das hohe Verdichtungsverhältnis in Verbindung mit der Abgasrückführung ermöglicht sehr günstige Verbrauchswerte bei niedrigen Abgasemissionen. Das geringere Gewicht des Motors gegenüber dem Vorgänger E28 kommt direkt der Passagierkapazität zugute. Zahlreiche Neuerungen übernimmt er hierfür von dem ebenfalls komplett neuentwickelten 9-l-Dieselmotor D15, wie beispielsweise die geregelte Kühlmittelpumpe und den zweistufigen Luftpresser.

Der Kraftstoff wird in vier bzw. fünf Druckbehältern bei einem Speicherdruck von 200 bar auf dem Fahrzeugdach untergebracht. Die Verwendung von weniger und dafür größeren Behältern spart Gewicht und reduziert den Wartungsaufwand. Zur Auswahl stehen verschiedene Speicherkapazitäten zwischen 1.260 l und 1.875 l. Abgedeckt wird das CNG-Speichersystem durch eine in das Design integrierte Haube mit großen Serviceklappen vorne und hinten. Getankt werden können alle bekannten Gas-Qualitäten aus dem Erdgasnetz, ebenso wie aufbereitetes Bio-Gas.

 

Klein aber oho: MAN TGE Intercity

 

Mit einem Minibus auf Basis des MAN TGE rundet MAN sein Busportfolio ab. Den Neuzugang wird es in den Varianten City, Intercity und Coach geben.

 

  • Minibus auf Basis des TGE 5.180 vorgestellt
  • Zahlreiche Assistenzsysteme verfügbar für maximale Sicherheit
  • Ausbau erfolgt im MAN Bus Modification Center in Plauen und bei ausgewählten Aufbauherstellern
  • Bewährte Service- und Finanzierungsangebote

Kleine Gruppen, Schwachlastzeiten im ÖPNV, flexible Shuttle-Verkehre – nicht immer ist ein 12-Meter-Bus die richtige Wahl. Daher ergänzt MAN Truck & Bus sein Angebot um Minibusse mit bis zu 19 Sitzen auf Basis des MAN TGE. Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 zeigt MAN mit dem MAN TGE Intercity eine Überlandvariante mit 15 Fahrgastsitzen, die ihren Einsatz beispielsweise im Shuttle-, Ausflugs- und Hotelzubringerverkehr finden könnte. Ende dieses Jahres sollen eine Linien- und eine Reiseversion folgen.

Basis der MAN Minibusse bildet der TGE 5.180 mit 177 PS (130 kW) und einem maximalen Drehmoment von 410 Nm. Bei einer Gesamtlänge von 7.391 mm beträgt der Radstand 4.490 mm, die hintere Achse des maximal 5,0 t schweren Minibusses trägt Zwillingsreifen. Geschaltet wird manuell mit sechs Gängen, auf der IAA 2018 wird aber auch erstmals ein automatisiertes Schaltgetriebe für den TGE vorgestellt.

Fahrer und Reiseleiter gelangen über zwei Fronttüren auf ihre Plätze, für die Fahrgäste erfolgt der Zustieg durch eine elektrische Schiebetür mit elektrischer Trittstufe. Über zwei Flügelhecktüren kann das Gepäck in den Kofferraum geladen werden. Optional könnte hier auch eine Rollstuhlrampe angelegt werden. Da die Sitze mit Schnellverschlüssen auf Airline-Schienen befestigt sind, lassen sich verschiedene Sitzabstände und Bestuhlungsvarianten mit wenig Umbauaufwand realisieren. Alle Fahrgastsitze verfügen über Drei-Punkt-Sicherheitsgurte und eine verstellbare Rückenlehne. Bei den Stoffen können Kunden ebenso wie bei den Bodenbelägen aus dem bekannten MAN Busprogramm wählen, auch Betreiber-eigene Muster sind, ebenso wie bei allen Reisebussen der Marken MAN und NEOPLAN, möglich.

Damit die kleinen den großen Bussen in Sachen Fahrkomfort in nichts nachstehen, sorgt eine serienmäßige Aufdach-Klimaanlage für stets angenehme Temperaturen im Innenraum. Zum Komfort für die Fahrgäste tragen zudem USB-Ladesteckdosen in den Seitenwänden und zusätzliche Lautsprecher bei. Für eine sichere Fahrt verfügt der TGE über zahlreiche Assistenzsysteme wie beispielsweise serienmäßig den Notbremsassistent EBA, Seitenwindassistent und aktiven Spurhalteasistent sowie optional den abstandsgeregelten Tempomat ACC, Müdigkeitserkennung und Verkehrszeichenerkennung. Gute Sicht versprechen die LED-Hauptscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht sowie eine Rückfahrkamera. Die weiteren optionalen Systeme wie Anhängerrangierassistent mit Parklenkassistent, Einparkhilfe vorn und hinten sowie Flankenschutzassistent tragen dazu bei, Anfahrschäden zu vermeiden und damit Reparaturkosten zu senken.

Ausbau und Service von Profis

Ebenso wie die maximal 9-sitzigen VIP-Shuttle auf TGE-Basis werden auch die Minibusse im MAN Bus Modification Center in Plauen ausgebaut. Im ersten Jahr seit Markteinführung hat das BMC über 100 TGE modifiziert. Zum Leistungsspektrum gehören individuelle Ein- und Ausbauten für die Bereiche Personenbeförderung, Handwerk und Baugewerbe sowie Spezialausbauten wie Freizeitmobile und Bürofahrzeuge. Zudem ergänzt MAN sein Portfolio mit ausgewählten Aufbauherstellern um weitere Varianten.

Bei Wartung und Service profitieren auch Minibus-Kunden vom professionellen MAN-Service: Dieser ist unter anderem bekannt durch seine unkomplizierte Hilfe auch ohne Werkstatttermin, seine schnelle Hilfe im Notfall auch am Wochenende und nachts sowie durch seine sehr langen Öffnungszeiten. Selbstverständlich steht dabei der Service für das Komplettfahrzeug ebenso im Fokus wie flexible Wartungs- und Reparaturverträge. Garantieerweiterungen sowie der 24-Stunden-Pannendienst runden die Werkstattleistungen ab.

Darüber hinaus bietet MAN maßgeschneiderte Financial Services, die den Busunternehmer beim Kauf und während der Laufzeit des Fahrzeugs unterstützen.

 

Neuheiten Antriebsstrang Bus

 

Als einer der ersten bietet MAN Truck & Bus für seine Reisebusse das Automatikgetriebe EcoLife Coach an. Und auch bei den automatisierten Schaltgetrieben MAN TipMatic Coach gibt es Neuerungen.

 

  • Automatikgetriebe EcoLife Coach für den Einsatz im Reisebus verfügbar
  • Vorteile bei anspruchsvollen Topographien, niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeiten und vielen Anfahr- und Schaltvorgängen
  • Nächste Generation des automatisierten Schaltgetriebes MAN TipMatic Coach vorgestellt
  • Verbesserungen bei Schaltdynamik, Wirkungsgrad und Anfahrverhalten

Anspruchsvolle Topographie und häufiger Stop-and-Go-Verkehr stellen ein Busgetriebe vor Herausforderungen. Um auch in diesen besonders anspruchsvollen Anwendungen optimalen Fahrkomfort bieten zu können, hat MAN Truck & Bus das Getriebeportfolio für die Reisebusse der Marken MAN und NEOPLAN erweitert. Seit vorigem Mai ist für MAN Lion’s Coach sowie NEOPLAN Cityliner und Tourliner das Wandler-Automatikgetriebe EcoLife Coach in Verbindung mit 420 und 460 PS Motorleistung bzw. 2.100 Nm und 2300 Nm maximalem Drehmoment verfügbar. Das ermöglicht die Kombination von Wandler-Automatik mit dem optimierten Euro 6-Antriebsstrang mit D26 Motor.

Weder kurvige Bergstraßen, noch Stadtverkehr mit niedrigen Geschwindigkeiten beeinträchtigen bei der Nutzung des vollautomatischen 6-Ganggetriebes mit Wandler-Überbrückungskupplung und nachgeschaltetem Planetengetriebe den Komfort für Fahrer und Passagiere. Der hydrodynamische Drehmomentwandler erhöht das Motordrehmoment und ermöglicht ein weiches, ruckfreies Anfahren und Beschleunigen ohne Kupplungsverschleiß. Der Kraftfluss wird beim Gangwechsel nicht unterbrochen, was den Komfort und die Fahrleistung erhöht aber auch Kraftstoff spart in Einsatzbereichen, in denen Zugkraftunterbrechungen besonders ins Gewicht fallen. Die große Spreizung in Kombination mit der Wandlerüberhöhung im ersten Gang gewährleistet dabei eine hohe Zugkraft im gesamten Fahrbereich. Die speziell für das EcoLife-Getriebe entwickelte Steuerungssoftware TopoDyn Life passt die Schaltpunkte dynamisch an das Streckenprofil an, indem sie unter Berücksichtigung von Topografie, aktueller Last- und Beschleunigungswerte sowie variabler Fahrwiderstände laufend berechnet werden. Zwei Schnellgänge (Overdrives) ermöglichen niedrige Motordrehzahlen und ein reduziertes Geräuschniveau bei höheren Geschwindigkeiten.

Zu Komfort und Sicherheit trägt auch der Primärretarder im EcoLife Coach Automatikgetriebe bei. Der Primärretarder stellt besonders bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten hohe Bremsleistungen bereit und entlastet die Betriebsbremse optimal. Durch zwei unabhängige Kühlsysteme arbeitet der Retarder zuverlässig auch auf längeren Strecken mit starkem Gefälle.

MAN TipMatic Coach – Bewährtes weiter verbessert

Auch beim automatisierten Schaltgetriebe gibt es bei MAN Neuerungen. Ab Ende des Jahres werden die Reisebusse ab 460 PS serienmäßig mit der neuen TipMatic Coach ausgeliefert. Zu den Neuerungen gehört eine Verbesserung beim Anfahrverhalten auch durch die neue Neigungserkennung und das verbesserte Getriebesteuergerät mit MAN-eigener Schaltstrategie. Je nach tatsächlichem Gewicht des Busses und aktueller Topographie wählt die MAN Schaltstrategie zum Anfahren den Gang und die Drehzahl immer optimal aus, was zum einen Kupplung und Antriebsstrang schont und zum anderen ein Plus an Komfort und Dynamik beim Anfahren bietet. In allen Gängen sorgt das weiterentwickelte SmartShifting für einen schnellen Schaltablauf in allen Gängen. Mit Hilfe der Daten aus Fahrpedalstellung, Fahrzeugmasse und berechnetem Fahrwiderstand ermittelt die Software den jeweils optimalen Kompromiss aus Schaltgeschwindigkeit, Komfort und Lebensdauer. Bei Kick-down wird ein beschleunigtes Zurückschalten ermöglicht, manuelle Schaltungen sind jederzeit möglich. Zu einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit ohne Anstieg des Kraftstoffverbrauchs trägt zudem vorausschauendes Schalten bei: Durch gezieltes Drehzahlanheben zum Beispiel beim Heranfahren an eine Steigung mit Einsatz des MAN EfficientCruise ist frühzeitig eine hohe Leistungsreserve nutzbar. Umgekehrt wird am Steigungsende durch Hochschalten vorausschauend die Drehzahl gesenkt.

Für eine bessere Schaltdynamik sorgt auch die sogenannte Hochschaltunterstützung (HSU) durch Einsatz der elektronisch geregelten Motorbremse EVBec (Exhaust Valve Brake electronically controlled). Bei Gangsprüngen von bis zu drei Stufen auf einmal bewirkt sie durch kurzes Schließen der Abgasdrosselklappe (Abgasklappe) ein rasches Absenken der Drehzahl in der Phase bei geöffneter Kupplung. Für eine hohe Dauerbremsleistung wird die Motorbremse serienmäßig mit einem Sekundärretarder kombiniert, der maximal 500 kW und 4000 Nm maximales Bremsmoment leistet. Durch das erhöhte Übersetzungsverhältnis sind spürbare Retarderbremsungen auch im unteren Geschwindigkeitsbereich möglich und es stehen ausreichend Reserven zur Verfügung, um auch während einer Dauerbremsung noch weitere Geschwindigkeitsreduzierungen vornehmen zu können – bei maximaler Schonung der Betriebsbremse.

Der Wirkungsgrad verbessert sich in der neuen Generation auf bis zu 99,7% im direkten 11. Gang und gehört damit zu den besten. Mit einem maximalen Eingangsdrehmoment von 2.800 Nm ist die neue MAN TipMatic Coach auch für hohe Motorleistungen vorbereitet.

Neben den vielen Neuerungen verfügt auch die neue Getriebegeneration über die bereits bewährten Funktionen wie den vorausschauenden Tempomat MAN EfficientCruise mit der „Segelfunktion“ EfficientRoll, den optimierten Rangiermodus und Idle Speed Driving. Letzteres ermöglicht ein komfortables Fahren bei Leerlaufdrehzahl ohne Fahrpedalbetätigung in den Gängen 1 bis 6, sodass der Bus für den Fahrer entspannt und Kupplung schonend in zähfließendem Verkehr „mitschwimmt“.

Bei den Reisebus-Varianten kleiner Euro 6 werden mit dem neuen TipMatic Getriebe einige Funktionen erstmals eingeführt, darunter die Freilauffunktion EfficientRoll, SpeedShifting und die lange Achsübersetzung i=2,73 in Verbindung mit dem bewährten D26-Motor.

 

MAN Lion‘s City: Maßstäbe setzen auf der Linie

 

Mit der neuen Generation des MAN Lion’s City hält ein komplett neu entwickelter Stadtbus Einzug in den Innenstädten. Zahlreiche technische Neuerungen verbinden sich dabei mit der neuen MAN Bus-Designsprache.

 

  • Die komplett neu entwickelte MAN Stadtbusgeneration verbindet einen klaren Fokus auf Effizienz, Komfort und Ergonomie mit der neuen MAN Bus-Designsprache
  • Der neue MAN Efficient Hybrid ermöglicht Stopp-Start-Funktion
  • Einzelradaufhängung und neue Stoßdämpfertechnologie in Serie
  • Hauptscheinwerfer und Rücklichter erstmals in Voll-LED verfügbar
  • Neues Sitzkonzept, neue Haltestangen, neues Colour & Trim werten den Innenraum auf
  • Mehr Ergonomie und Sicherheit für den Fahrer

Im Rahmen der Hausmesse BusDays im März dieses Jahres feierte der neue MAN Lion’s City seine Weltpremiere. Mit einem klaren Fokus auf Wirtschaftlichkeit, Fahrkomfort, Technologie und Design haben sich die Entwickler hierbei vorgenommen, für alle Komponenten neue Maßstäbe zu setzen. Beispiele hierfür sind der komplett neue Antriebsstrang mit dem MAN EfficientHybrid, die Einzelradaufhängung an der Vorderachse, die Lichtfunktionen in LED oder der neue modulare Innenraum. Denn der neue MAN Lion’s City ist der Beginn einer neuen Ära. Daher erfüllt er auch bereits alle jetzigen und absehbar kommenden rechtlichen Normen.

Von außen spricht der neue Stadtbus unverkennbar die neue MAN Bus-Designsprache. Ins Auge sticht dabei – neben den markanten Scheinwerfern mit LED-Band als Tagfahrlicht und der typischen schwarzen MAN Bugblende mit Chromspange – die heruntergezogene Glas-Seitenlinie. Sie verleiht dem Fahrzeug nicht nur Dynamik, sondern trägt als Teil einer segmentierten Beplankung auch zur Verbesserung der Life Cycle Costs (LCC) bei. Auch das Heck wird in der modernen Smartphone-Optik beim neuen MAN Lion’s City ebenso wie bereits beim neuen MAN Lion’s Coach zum unverwechselbaren Kennzeichen. Zudem ermöglicht es eine perfekte Zugänglichkeit zu den diversen Komponenten.

Noch wirtschaftlicher durch MAN EfficientHybrid mit Stopp-Start-System und weniger Gewicht

Die verwendeten neuen Materialien und Fertigungsverfahren lassen den neuen Stadtbus aber nicht nur gut aussehen, sondern machen ihn vor allem auch leichter, robuster und erhöhen zudem noch den Bedienkomfort beispielsweise an Service- und Motorraumklappen. Rund 1.130 kg hat beispielsweise der neue MAN Lion’s City in der 12-Meter-Variante ausstattungsbereinigt gegenüber seinem Vorgänger mit D20-Motor abgespeckt. Hierfür kommt unter anderem eine neu konstruierte Motorraumklappe zum Einsatz, die ohne Stahlrahmen auskommt, sowie eine dünnere Heckscheibe und eine gewichtsoptimierte Seitenwandverkleidung aus naturfaserverstärktem Polypropylen.

Der neue, leichtere Motor D1556 LOH, der bereits den ab 1. September 2019 geltende Abgasstandard Euro 6d erfüllt, lässt sich optional mit dem MAN EfficientHybrid ergänzen, einem System, das erheblich zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen beiträgt. Dabei sorgt die serienmäßige Stopp-Start-Funktion des MAN EfficientHybrid für flüsterleise Stoppphasen an Haltestellen und Ampeln. Kernstück des Systems ist der Kurbelwellen-Starter-Generator, eine Elektromaschine, die während des Bremsens kinetischische in elektrische Energie umwandelt. Die rekuperierte Energie wird dabei in einem UltraCap-Modul auf dem Fahrzeugdach gespeichert, das verglichen mit einer Batterie ähnlicher Kapazität deutlich leichter und kompakter ist. Die im UltraCap gespeicherte Energie stellt die Bordnetzversorgung unabhängig vom Antrieb sicher, was nicht nur den Dieselmotor entlastet, sondern auch das Abstellen des Motors während des Fahrzeugstillstands ermöglicht. Durch die Umkehrung der Funktionsweise des Kurbelwellen-Starter-Generators kann der MAN D15 Motor innerhalb weniger Augenblicke wieder gestartet und bei der anschließenden Beschleunigung mit der Boost-Funktion unterstützt werden.

Den 9-Liter-Motor gibt es in den Leistungsstufen 280, 330 und 360 PS, sodass er ideal die typischen Einsatzfelder von Stadtbussen abdeckt.

Neuheiten auch bei Einzelradaufhängung, PCV-Dämpfern und Türen

Erstmals verfügt der Lion’s City in der neuen Generation nun über Einzelradaufhängung. Dadurch übertragen sich beim Abrollen eines Rads über Fahrbahnunebenheiten die Bewegungen von Rad und Radträger nur noch geringfügig auf die gegenüberliegende Seite. Insgesamt ist eine weicher ausgelegte Dämpfung möglich, da geringere ungefederte Massen wirken.

Bei den Stoßdämpfern lösen die neuen PCV-Dämpfer (Premium Comfort Valve) die bisherige Dämpfertechnologie als Serienlösung ab. Diese rein hydraulischen Schwingungsdämpfer ermöglichen eine optimale Fahrwerksabstimmung hinsichtlich Fahrkomfort und Fahrzeugstabilität in den typischen Einsatzbereichen wie Anfahren, Überfahren von langen Bodenwellen oder kurzen Hindernissen. Dank eines neuen Ölführungskonzepts stehen dabei deutlich mehr Parameter zur Verfügung, sodass eine spezifische Abstimmung für jede Achsvariante möglich ist, was wiederum zu einem deutlich komfortableren Fahrverhalten führt.

Auch bei den Türen hat MAN mit der neuen Stadtbusgeneration weitere Verbesserungen vorgenommen. Sie stammen weiterhin aus dem MAN-eigenen Türportfolio, fallen aber 10 cm breiter aus und überzeugen mit einem harmonischen, schnelleren und direkten Türlauf. Zur Auswahl stehen pneumatische Außen- und Innenschwenktüren sowie elektrohydraulisch angetriebene Innenschwenk- und Schwenkschiebetüren. Zum Einsatz kommen bewährte Komponenten, im Betrieb sind keine Abschmierungen und Justiervorgänge erforderlich. Das alles macht die Türen gewohnt zuverlässig. Durch Verwendung des modularen Baukastens ist eine kostengünstige Ersatzteilversorgung und hohe Verfügbarkeit garantiert, dies wiederum kommt den LCC zugute.

Alle Lichtfunktionen in LED verfügbar

Ein Beispiel für den Anspruch, mit dem neuen MAN Lion’s City Maßstäbe setzen zu wollen, liefern die Scheinwerfer an Front und Heck. Nicht nur beim Tagfahrlicht setzt MAN hier auf LED. Die Hauptscheinwerfer sind erstmals in Voll-LED verfügbar und bilden zusammen mit den LED-Heckleuchten einen Teil der Serienausstattung. Die LED-Lampen in allen Lichtfunktionen unterstreichen nicht nur als besondere Lichtsignatur das charakteristische Design des neuen MAN Lion’s City sondern leisten auch einen Beitrag zur Sicherheit und zur Senkung der Betriebskosten. Das Leuchtmittel überzeugt neben der hohen Energieeffizienz mit einer langen Lebensdauer von bis zu 10.000 Betriebsstunden sowie einer hohen Ausfallsicherheit, wodurch teure Lampenwechsel entfallen. Gleichzeitig verbessert sich die Sicht: Abblend- und Fernlicht leuchten mit LED-Lampen um etwa 50 % heller als mit Halogenlampen. Zudem werden mit dem LED-Licht eine breitere Verteilung und zugleich eine deutlich größere Reichweite des Lichts erreicht.

Auch im Innenraum kommt die moderne Lichttechnologie zum Einsatz. Eine indirekte und auf Wunsch durchgehende LED-Beleuchtung in warmweiß sowie optional farbiges Ambientelicht verleihen ein gleichmäßiges, modernes, dynamisches Lichtdesign. Das besondere Augenmerk der Ingenieure galt dabei der reflektionsfreien Gestaltung, um die Blendwirkung am Fahrerarbeitsplatz auf ein Minimum zu reduzieren.

Neues Sitzkonzept für Flexibilität und leichte Reinigung

Das unterstreicht den hellen, freundlichen und optisch aufgeräumten Eindruck des neuen Colour & Trim-Konzepts im Interieur. Dabei sind die hellen und dunklen Farben bewusst so gewählt, dass Funktionsbereiche entsprechend funktional unterstützt werden. Gleichzeitig schafft das neue Sitzkonzept mit optimierten Sitzabständen und der Befestigung der Sitze an Seitenschienen nicht nur mehr Platz sondern erleichtert auch die Reinigung. Hierbei wird ein standardisiertes Sitzgestell über zwei Schienen an der Seitenwand befestigt. Darauf können mithilfe von Adaptern beliebige Sitzschalen einfach und flexibel montiert werden. Auch wer steht, muss nicht auf Komfort und Sicherheit verzichten: Die neuen Deckenhaltestangen mit ovalem Griffprofil bieten einen ergonomischeren Halt.

Ergonomie, Komfort und Sicherheit für den Fahrer

Auch der Fahrer findet im neuen MAN Lion’s City einen überarbeiteten und dabei optimierten Platz vor, der sich mit der elegant geschwungenen Kabinentür perfekt in das Designkonzept einfügt. Mit dem Fokus auf Ergonomie, Komfort und Sicherheit wurde unter anderem die Bedienfreundlichkeit durch die Anordnung der Schalter und Instrumente erhöht. Die Bedienelemente sind nun in drei Zonen nach Häufigkeit der Nutzung angeordnet, ein optionaler Zusatzinstrumententräger rechts ermöglicht die Aufnahme zusätzlicher DIN-Geräte oder Überwachungsmonitore. Getränkehalter und USB-Anschluss befinden sich im seitlichen Bedienfeld, zusätzliche Ablagemöglichkeiten bieten zum Beispiel ein abschließbares Fahrertaschenfach oder ein Zeitungsnetz.

Für mehr Ergonomie durch eine optimale Sitzposition lässt sich der Fahrersitz nun horizontal weiter verstellen. Der Instrumententräger bewegt sich synchron mit der Bewegung des Lenkrads. Für beste Erkennbarkeit sorgt zudem das serienmäßig verbaute hochauflösende 4-Zoll-Farbdisplay. Ein weiteres Plus an Sicherheit verspricht die erhöhte Sitzposition des Fahrers sowie die nach vorne öffnende Fahrerkabinentür. Eine modulare Scheibe auf der Fahrertür, die bis zur Windschutzscheibe verlängert werden kann, kann zusätzlich Sicherheit gegen Übergriffe bieten.

Gefertigt wird die neue Stadtbusgeneration ab dem ersten Halbjahr 2019 im MAN Werk in Starachowice/Polen.

 

Für den Fall der Fälle: die MAN TopUsed Kaufgarantie

 

Mit der MAN TopUsed Kaufgarantie fährt man auf der sicheren Seite. Käufer eines gebrauchten Busses profitieren dank umfangreicher Garantieleistungen neben einer höheren Sicherheit von mehr Flexibilität und einer größeren Kostentransparenz.

 

  • Absicherung des Antriebsstrangs
  • Kilometer-Laufleistung und Laufzeit individuell wählbar
  • Flächendeckendes Servicenetz garantiert kurze Anfahrtswege und geringe Standzeiten
  • Kombination mit Wartungsvertrag möglich

Wer auf der Suche nach einem hochwertigen gebrauchten Bus ist, wird bei MAN TopUsed, der internationalen Gebrauchtwagenmarke von MAN Truck & Bus, fündig. Neben dem MAN TopUsed Gütesiegel, mit dem erstklassige und umfassend geprüfte Gebrauchtbusse ausgezeichnet werden, profitieren Käufer mit der MAN TopUsed Kaufgarantie von einem weiteren wichtigen Service. Dank der umfangreichen Garantieleistungen erhalten Kunden im Fall der Fälle schnelle und zuverlässige Hilfe.

Damit der Leistungsumfang exakt zu den Anforderungen passt, haben Käufer bei der TopUsed Standardkaufgarantie die Wahl zwischen unterschiedlichen Garantiebausteinen mit verschiedenen Kilometer-Laufleistungen und Laufzeiten – zur Auswahl stehen 6, 12 oder 24 Monate. Die Antriebsstranggarantie beinhaltet Komponenten aus den Bereichen Motor, Getriebe, Hinterachsen und Gelenkwellen mit null Prozent Selbstbeteiligung.

Im Garantiefall profitieren Kunden unter anderem von einer besonders zügigen Abwicklung der Leistungen. Denn dank des flächendeckenden Servicenetzes kann MAN kurze Anfahrtswege, eine fachgerechte Reparatur und in Folge geringere Standzeiten sicherstellen.

Ein weiterer Vorteil: Die MAN TopUsed Standardkaufgarantie, die für MAN Lion’s Coach, NEOPLAN Cityliner, Tourliner sowie Starliner angeboten wird, kann auf Wunsch mit einem individuellen Wartungsvertrag kombiniert werden.

MAN TopUsed bietet in über 30 Ländern durch insgesamt 36 eigene MAN TopUsed Center eine große Auswahl an gebrauchten Nutzfahrzeugen über alle Baureihen. Das Angebot beinhaltet neben MAN Nutzfahrzeugen auch Gebrauchtwagen von zahlreichen anderen Herstellern.

 

75 Jahre Gasantrieb: MAN schreibt die Erfolgsgeschichte fort

 

Vor 75 Jahren hat MAN Truck & Bus seinen ersten Bus mit Gasantrieb auf den Markt gebracht – und setzte damit Maßstäbe. Nun beginnt ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte mit dem komplett neu entwickelten Gasmotor MAN E18.

 

  • 1943 fuhr der erste MAN Stadtbus mit Gasantrieb in Nürnberg
  • MAN ist seit vielen Jahren im Stadtbusbereich Markt- und Technologieführer in Europa bei Gasantrieben
  • Pünktlich zum Jubiläum stellt MAN einen komplett neuentwickelten Gasmotor vor

1943 hat der erste MAN Stadtbus mit Gasantrieb seine Premiere gefeiert. In diesem Jahr – und damit exakt 75 Jahre später – bringt der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus wieder einen neuentwickelten Gasmotor auf den Markt, den MAN E1856 LOH. Präsentiert wird er erstmals auf der IAA Nutzfahrzeuge im September in Hannover.

Damals wie heute setzt MAN mit seinen Gasmotoren Maßstäbe. Eingesetzt wurde der erste MAN Bus mit Gasantrieb im öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg. Das Fahrzeug wurde mit einem Anhänger betrieben. So konnte die Reichweite erheblich vergrößert werden, da sich die Gastanks auf den Dächern von Bus und Anhänger befanden. „In Folge erreichte man ein Tankvolumen von 22 m³, was deutlich längere Linien und Einsatzzeiten ermöglichte“, so Michael Kobriger, Head of Production Bus sowie Head of Bus Management Team bei MAN Truck & Bus. Ebenfalls eine Besonderheit: MAN realisierte den Komplettbau des Fahrzeugs, das speziell für den Gasbetrieb ausgelegt war. Das Knowhow dafür stammte aus dem Reisebusbau: „Im Vorfeld hatten sich die Mitarbeiter intensiv in das Thema Doppelstockaufbau für Busse eingearbeitet und umfangreiches Wissen aufgebaut, indem sie unter anderem ab 1935 doppelstöckige Busaufbauten für Fahrgestelle herstellten“, erläutert Kobriger.

Ebenfalls 1935 entwickelte MAN zudem bereits Fahrgestelle für Lkw, die mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden konnten. Eingesetzt wurden Gasflaschen mit Generatorgas, Flaschengas und Braunkohlengasöl. Ende der 1930er Jahre nahm aufgrund einer Verknappung von Rohstoffen dann die Produktion von sogenannten Holzvergasern zu, die in erster Linie in Lkw und Traktoren von MAN verbaut wurden. Die Holzvergaser waren die am weitesten verbreiteten alternativen Antriebe.

„In Europa ist MAN seit vielen Jahren Markt- und Technologieführer bei Erdgasbussen. Um den Kunden auch künftig modernste Technik bieten zu können, haben wir unser jahrzehntelanges Know-how in die Entwicklung eines neuen Gasmotors gesteckt. Er punktet unter anderem mit seiner überragenden Wirtschaftlichkeit und überaus niedrigen Abgasemissionen“, hebt Rudi Kuchta, Head of Sales Bus bei MAN Truck & Bus, hervor. Zusätzlich kann er mit dem MAN EfficientHybrid kombiniert und so noch sparsamer betrieben werden. In Verbindung mit Biogas stellt der MAN Lion’s City G so die wirtschaftlichste Lösung für einen quasi CO2 neutralen ÖPNV dar. Denn die Erdgastechnologie bietet den enormen Vorteil, dass beim Betrieb der Fahrzeuge mit regenerativ bzw. synthetisch hergestelltem Erdgas die CO2 Bilanz hervorragend ausfällt. „Vor allem im Hinblick auf die Luftreinhaltung in den Städten ist das ein wichtiger Schritt in die Zukunft von MAN und vieler Verkehrsunternehmen“, so Kuchta.