06
Juli
2018
|
10:34
Europe/Amsterdam

Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren – MAN zeigt auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018, was schon heute möglich ist

Zusammenfassung

Der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus hat den Vorhang gelüftet und gab auf der Vorpressekonferenz in Berlin bereits einen Ausblick auf die Neuigkeiten zur IAA Nutzfahrzeuge 2018 im September. Demnach wird MAN auf der alle zwei Jahre in Hannover stattfindenden Branchenmesse neben den aktuellen Produkthighlights im Lkw- und Busbereich vor allem seine Entwicklungen auf den Feldern Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren präsentieren.

  • Die Zukunft des Waren- und Personenverkehrs in der Stadt ist elektrisch
  • Platooning reduziert den CO2-Ausstoß und sorgt für deutlich mehr Sicherheit auf der Autobahn
  • MAN wandelt sich vom Nutzfahrzeughersteller hin zum Anbieter intelligenter und nachhaltiger Transportlösungen

 

„Die Zukunft des Waren- und Personenverkehrs in der Stadt ist elektrisch.“

MAN zeigt auf der IAA neben einem vollelektrischen Verteiler Lkw, dem MAN eTGM, auch den MAN eTGE, eine batterie-elektrische Variante des neuen MAN-Transporters. MAN stellt damit als einer der ersten Hersteller vollelektrische Lösungen für den gesamten Bereich der City-Logistik zwischen 3 und 26 Tonnen vor. Für Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN Truck & Bus AG, ist dies der wichtigste Einsatzbereich für elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge: „Im urbanen Umfeld können die eTrucks ihre Stärken am besten ausspielen. Sie sind lokal emissionsfrei und tragen damit zur Verbesserung der Stadtluft bei. Außerdem sind sie sehr leise – so könnte zukünftig z.B. eine Belieferung von Supermärkten nachts erfolgen; der Verkehr tagsüber würde entzerrt. Für uns steht fest: Die Zukunft des Waren- und Personenverkehrs in der Stadt ist elektrisch“. Auch beim Stadtbus geht die Reise klar in Richtung Elektroantrieb. Aus diesem Grund hat MAN Entwicklungspartnerschaften mit München, Hamburg, Wolfsburg, Luxemburg und Paris geschlossen, um die Alltagserfahrungen in die Serienentwicklung einfließen lassen zu können. Einen Prototyp des MAN Lion’s City E wird es ebenfalls erstmals auf der diesjährigen IAA zu sehen geben. Im nächsten Schritt wird eine Demoflotte Elektro-Busse in verschiedenen europäischen Städten im Alltagseinsatz erprobt, bevor schließlich die Serienfertigung des der batterie-elektrische Version des neuen MAN Lion’s City beginnt. Diese umfangreiche Erprobung stellt die für den ÖPNV nötige hohe Zuverlässigkeit der Fahrzeuge sicher.

„Platooning reduziert den CO2-Ausstoß und sorgt für deutlich mehr Sicherheit auf der Autobahn.“

Auf dem Flughafengelände des BER, auf dem die Vorpressekonferenz stattfand, gibt es eines im Überfluss: viel freie Fläche. MAN demonstrierte daher auf dem Taxiway des Flughafens, wie Lkw-Platooning funktioniert. Dabei handelt es sich um eine elektronische Deichsel, die zwei oder mehr Trucks miteinander verbindet. Der erste Truck gibt Geschwindigkeit und Richtung vor, der hintere folgt automatisiert in einem sehr kurzen Abstand von nur ca. 10-15 Metern. Durch die Nutzung des Windschattens spart der Konvoi bis zu zehn Prozent Kraftstoff ein. Auch im Folgefahrzeug sitzt ein Fahrer, der bei Bedarf eingreifen und das System übersteuern kann. „Platooning reduziert den CO2-Ausstoß spürbar und sorgt zudem für deutlich mehr Sicherheit auf der Autobahn. Das elektronische System des Folge-Lkw reagiert in nur 5 Millisekunden auf den Bremsimpuls des vorderen Fahrzeugs – schneller als jeder Mensch. Die Technologie hat das Potenzial, die Zahl schwerer Auffahrunfälle auf der Autobahn deutlich zu reduzieren“, sagt Drees. Seit Ende Juni ist im Rahmen eines Pilotprojekt bereits ein MAN-Platoon auf der Autobahn A9 zwischen München und Nürnberg unterwegs. Gemeinsam mit DB Schenker testet der Nutzfahrzeughersteller, wie sich die Technologie im realen Straßenverkehr bewährt. Begleitet wird der Feldversuch von der Hochschule Fresenius, die die Auswirkungen auf die Fahrer untersucht.

Für mehr Sicherheit sorgen auch der automatische Notbrems-Assistent in Lkw und Bus sowie das Kamera-Monitor-System, das den Fahrern das Abbiegen erleichtern und schwere Unfälle aufgrund des toten Winkels verhindern soll. Auch diese Systeme wurden live demonstriert.

„MAN wandelt sich vom Nutzfahrzeughersteller hin zum Anbieter intelligenter und nachhaltiger Transportlösungen.“

In den vergangenen Jahren waren es vor allem die neuen Bus- und Lkw-Modelle, die den Messeauftritt von MAN Truck & Bus auf der IAA bestimmten. Doch mittlerweile kommen zunehmend auch digitale Innovationen hinzu. „MAN wandelt sich vom Nutzfahrzeughersteller hin zum Anbieter intelligenter und nachhaltiger Transportlösungen“, sagt Joachim Drees. 2016 gründete MAN daher die Digitalmarke RIO, um die Welt des Transports mit Hilfe einer offenen, cloudbasierten Plattform zu verbinden und damit wirtschaftlicher sowie ökologischer zu machen. Um den herstellerübergreifenden und offenen Ansatz zu unterstreichen, ist RIO seit 2017 eine eigene, unabhängige Marke unter dem Dach von Volkswagen Truck & Bus.

Aufbauend auf dieser Plattform bietet MAN seinen Kunden unter dem Namen „MAN DigitalServices“ bereits erste, für MAN-Fahrzeuge maßgeschneiderte digitale Lösungen. Damit erhalten MAN-Kunden zukünftig in Echtzeit und ortsunabhängig Einsicht in die Fahrzeugdaten und daraus abgeleitete Analysen. Kunden erhalten so eigens auf sie und ihre Fahrzeuge abgestimmte Handlungsempfehlungen. Zur IAA 2018 stellt MAN nun weitere Services zur Optimierung der Fahrzeuganalyse und des Wartungsmanagements vor. Mit RIO als strategischem Partner profitieren MAN-Kunden so von den digitalen Fahrzeugdiensten. Gleichzeitig erhalten aber auch die Betreiber von Mischflotten eine einheitliche Basis digitaler Logistikdienste für den gesamten Fuhrpark – unabhängig von der Fahrzeugmarke.

 

 

Überblick Truck

MAN Truck & Bus auf der IAA 2018: zuverlässig, innovativ, kundenorientiert

MAN präsentiert auf der IAA 2018 seine zuletzt umfangreich aktualisierte TG-Baureihe. Klaren Fokus legt die Löwen-Marke dabei auf bewährte Produkttugenden wie Zuverlässigkeit, Effizienz und Kundenorientierung. Daneben zeigt MAN mit seinen Digital Services auch Antworten auf künftige Kunden- und Logistikanforderungen.

Die Antriebsstränge der TG Baureihe sorgen für einen sehr effizienten Kraftstoffverbrauch bei hoher Leistungsfähigkeit und Fahrdynamik sowie gewohnt hoher Zuverlässigkeit. Bis zu 640 PS bietet der D38 Motor in seiner stärksten Ausführung und erreicht sein bis zu 3000 Nm hohes Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen. Für Flottenanwendungen ist der D26 Motor optimiert, bietet ein Leistungsspektrum von 420 bis 500 PS bei gleichzeitig niedrigem Eigengewicht und geringem Kraftstoffverbrauch. In Verbindung mit dem fein abgestimmten MAN TipMatic-Getriebe mit individuellen Fahrprogrammen für jeden Einsatzzweck sowie der feinfühligen Anfahr- sowie effizienten und zugleich einsatzorientierten Schaltstrategie, verfügen die schweren MAN-Baureihen TGS und TGX über hoch effiziente, sparsame und umweltschonende Antriebsstränge. Im mittleren Lkw-Segment fahren MAN TGL und TGM mit dem Ende 2017 vorgestellten neuen D08 Motor mit Leistungsstufen von 160, 190 und 220 PS in der Vierzylindervariante bis 250,290 und 320 PS in der Sechszylinderversion vor. Die neue MAN D08SCR-Motorgeneration zeichnet sich durch ihre rein auf SCR-Technologie beruhende Abgasnachbehandlung und einen einfacheren Aufbau aus. Dies erweitert sowohl das Einsatzspektrum, dient der Wartungsfreundlichkeit und stärkt die Zuverlässigkeit. Außerdem konnte MAN den Verbrauch des neuen Aggregates noch einmal um 5,5 Prozent reduzieren. Die mit der aktuellen D08-Generation eingeführten Funktionen für das TipMatic-Getriebe kommen Fahrkomfort und Effizienz bei TGL und TGM zusätzlich zu Gute.

Optimaler Bedienkomfort und hohe Wohnqualität für den Fahrer

Die Ende 2017 vorgestellten und 2018 in die Serie überführten Neuerungen im Fahrerhausinneren machen Arbeiten und Leben für den Fahrer in Lkw der TG-Baureihe noch komfortabler. Während sich die für Einsatzzweck- und Fahraufgabe optimierte Innenraumgestaltung bei den kurzen C- und M-Fahrerhäusern vor allem rund um den Arbeitsplatz findet, profitiert der Fahrer in den langen L-, LX-, XL-, XLX- und XXL-Fahrerhäusern, wie sie vor allem bei MAN TGX und TGS zum Einsatz kommen, zusätzlich von einer überarbeiteten Gestaltung des Wohnbereiches. Dazu gehört neben dem voll unter der Liege versenkbaren Kühlschrank ein speziell für den Ruhebereich optimiertes Ablagen- und Leuchten-Angebot. Über das zentralisierte Bedienkonzept lassen sich alle wichtigen Komfortfunktionen steuern. Für einen erholsamen Schlaf sorgt darüber hinaus bei der TGX-Baureihe ein Akustikpaket, das mit umfangreichen Dämmmaßnahmen das Geräuschniveau in der Kabine merklich reduziert. Speziell für Anwendungen im Traction-Bereich gibt es das neue Kabineninterieur optional auch in der besonders schmutzunempfindlichen Innenraumharmonie Urban Concrete.

Fahrerentlastung und Sicherheit an erster Stelle

Damit auch Stausituationen und zäh fließender Verkehr den Fahrer so wenig wie möglich ermüden, bietet MAN den Abstandstempomaten ACC mit einer Stop-and-Go-Funktion an. Sie regelt den Abstand zum Vorausfahrenden auch bei niedrigen Geschwindigkeiten automatisch, bremst das Fahrzeug, wenn nötig, bis zum Stillstand und fährt bei kurzen Stopps auch selbstständig wieder an. So schwimmt der Fahrer auch im Stop-and-Go-Verkehr entspannt und stressfrei mit. Neben der neuen Stop-and-Go-Funktion bietet das ACC von MAN in der neuen Generation zudem ein komfortableres Annäherungsverhalten an vorausfahrende Fahrzeuge. Das System vermeidet außerdem unnötiges Bremsen und Beschleunigen und reduziert so Bremsenverschleiß und Kraftstoffverbrauch während der ACC-Fahrt.

ACC und ACC Stop-and-Go ergänzen ideal die Sicherheitssysteme Emergency Brake Assist (EBA 2) und Lane Guard System (LGS) und helfen, Unfälle vorausschauend zu vermeiden. Der Notbremsassistent EBA2 übertrifft schon jetzt die ab November dieses Jahres geltenden verschärften gesetzlichen Vorgaben für Notbremssysteme deutlich. Durch die hochausgereifte Sensordatenfusion von Radar und Kamera kann EBA2 auch anspruchsvolle Verkehrsszenarien zuverlässiger interpretieren, vorausfahrende Fahrzeuge und stehende Hindernisse mit höherer Sicherheit identifizieren, um somit nur bei Bedarf eine Notbremsung auszulösen. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dieser Auslegungsphilosophie verbaut MAN den EBA 2 seit Frühjahr 2017 serienmäßig nicht mehr per Taster im Armaturenbrett abschaltbar, um den Sicherheitsgewinn durch das System weiter zu erhöhen. Dabei ist die vollständige Kontrolle des Fahrers über das System weiterhin jederzeit gewährleistet.

MAN Digital Services – passgenaue Dienstleistungen und Anwendungen

Mit der Einführung der neuen Konzernsparte MAN DigitalServices bietet MAN passgenaue digitale Dienste und Anwendungen exklusiv für MAN Fahrzeuge. Mischflottenbetreiber können, auf Basis der cloudbasierten offenen Logistikplattform RIO, mit den umfassenden MAN DigitalServices ihre MAN Fahrzeuge und weitere Marken auf allen Ebenen vernetzen und so noch effizienter nutzen. Gleichzeitig sind die MAN DigitalServices Anwendungen explizit funktional und alltagstauglich konzipiert sowie äußerst benutzerfreundlich gestaltet. Seit August 2017 ist die RIO Box serienmäßig Teil aller fabrikneuen MAN Lkw-Baureihen der Euro 6-Norm in Europa. Damit verfügen MAN Lkw über den ersten Baustein einer Infrastruktur, deren Services in Zukunft die gesamte Transport- und Logistikbranche vernetzen können. Die RIO-Box fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Fahrzeug und RIO-Plattform.

Von Profis für Profis – die maßgeschneiderten Branchentrainings von MAN ProfiDrive

Individuelle und bedarfsgerechte Branchentrainings für Lkw- und Busfahrer – mit diesem Angebot geht MAN ProfiDrive seit Ende vergangen Jahres noch gezielter auf die Bedürfnisse und Anforderungen seiner Kunden ein.

Diese können aus einem umfangreichen Portfolio an Trainingsbausteinen eine Schulung für ihre jeweiligen Transportaufgaben kombinieren. Die Experten von MAN ProfiDrive entwickeln und planen die Veranstaltungen zusammen mit dem Kunden, organisieren Termin, Ablauf und Location und passen die Inhalte der Basistrainings, wie Fahrsicherheit, Technik, Ladungssicherung, Off-Road-Training und Wirtschaftlichkeit, an.

BU zum eTruck:  MAN eTruck

 

 

Überblick Bus

Busse von MAN und NEOPLAN auf der IAA 2018

Busse von heute für die Beförderungsaufgaben von morgen. MAN Truck & Bus zeigt auf der diesjährigen IAA ein breites Bus-Portfolio. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden der neue MAN Lion’s City eBus und CNG sowie ein Minibus auf Basis des MAN TGE.

  • Neue Stadtbusgeneration wird komplettiert mit eBus und neuem Gasmotor E18
  • MAN Lion’s Coach mit elektrohydraulisch gelenkter Nachlaufachse und neuem Getriebe MAN TipMatic Coach
  • Erstmals Minibus auf Basis des MAN TGE
  • NEOPLAN Skyliner optional mit Treppe rechts verfügbar
  • Informationen zur ganzheitlichen Beratung von MAN Transport Solutions sowie den MAN Dienstleistungen

Nach der Premiere der neuen Stadtbusgeneration im Frühjahr 2018 bietet die IAA Nutzfahrzeuge den Rahmen, den neuen MAN Lion’s City erstmals auch der breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Damit feiert auch das Hybridmodul MAN EfficientHybrid seine Messepremiere. Durch die Nutzung von rückgewonnener Bremsenergie spart es zum einen Kraftstoff. Zum anderen ermöglicht die Stopp-Start-Funktion flüsterleise und emissionsfreie Haltephasen. Neben dem ohnehin Aufsehen erregenden neuen Smart-Edge-Design, fällt der auf der IAA gezeigte Zweiachser auch durch eine Neuerung an den Türen auf: Beleuchtete Türschließkanten zeigen in unterschiedlichen Farben das Öffnen und Schließen der Türen an.

Neben der Dieselversion wird die Stadtbusfamilie anlässlich der IAA 2018 auch um alternative Antriebe zu ergänzt. Hierzu zeigt MAN Truck & Bus als Weltpremiere an seinem Stand sowohl einen Stadtbus mit dem neuentwickelten Gasmotor als auch erstmalig einen Prototyp des vollelektrischen Lion‘s City E. Letzterer hebt sich durch ein leicht geändertes Design, das die Besonderheit des elektrischen Antriebs unterstreicht, schon optisch von seinem konventionellen Bruder auf dem Messestand ab. Insbesondere der Entfall des Motorturms und dadurch die zusätzlichen Sitzplätze im Heck, lassen den eBus ganz klar als solchen erkennen. Der vollelektrische Antriebsstrang leistet 160 bis maximal 270 kW. Durch drei elektrisch betriebene Türen gelangt man in den Innenraum des Solobusses, der mit 29 Sitzlätzen ausgeführt ist.

Als Marktführer im Segment der gasbetriebenen Stadtbusse präsentiert MAN im gleichen Jahr der Vorstellung des neuen MAN Lion‘s City auch den komplett neu entwickelten Gasmotor MAN E18 ebenfalls optional mit MAN EfficientHybrid. Damit beweist MAN den hohen Stellenwert alternativer Antriebe in seinem Portfolio. Der gezeigte Gelenkbus demonstriert die fahrgastflussoptimierende Wirkung von innovativen, situativ beleuchteten Trennwänden und einem transluzenten Faltenbalg. Auf Stehplatzkapazität hin optimiert weist der Viertürer 39 Sitzplätze auf. Der neuentwickelte MAN E1856 LOH leistet 320 PS (235 kW) und nutzt ein 4-Stufen-Automatikgetriebe.

Abgerundet wird das MAN-Portfolio am Messestand von einem MAN Lion’s Coach L, in einer Fernlinienversion mit Lift und zwei Rollstuhlplätzen. Gegenüber dem im vorigen Jahr erstmals vorgestellten Lion’s Coach wurde zwischenzeitlich die Position der C-Säule optimiert für einen besseren Ausblick auch in Sitzreihe 1. Außerdem verfügt der Bus jetzt über eine elektrohydraulisch gelenkte Nachlaufachse, die die Wendigkeit erhöht, und das neue 12-Gang-Getriebe MAN TipMatic Coach. Der leistungsgesteigerte MAN D2676 LOH leistet 470 PS (346 kW) und 2.400 Nm maximales Drehmoment. Die neue Motorenversion ist ab Juli 2019 erhältlich.

NEOPLAN: Komfortabel und innovativ für jeden Einsatzzweck

 

Die Anforderungen des Fernlinienverkehrs kann auch der ausgestellte NEOPLAN Skyliner optimal erfüllen. Dank seines Niederflurkonzepts im Unterdeck bietet er einen komfortablen Zugang auch für mobilitätseingeschränkte Personen. Hier stehen durch den Verbau von klappbaren Sitzen auf einem Sliding System bis zu zwei Rollstuhlplätze zur Verfügung. Für den optimierten Passagierfluss und eine höhere Sitzplatzkapazität hat MAN die vordere Treppe in dem Exponat optional auf die rechte Fahrzeugseite versetzt. So finden 78 Fahrgäste einen komfortablen Sitzplatz in dem Doppeldecker. Für den Antrieb sorgt ein überarbeiteter D26 Motor mit nun 510 PS (375 kW) und 2.600 Nm maximalem Drehmoment sowie mit einem automatisierten Schaltgetriebe der neuen Generation MAN TipMatic Coach.

Als wirkungsvolle Maßnahme gegen Unfälle, die ihre Ursache im Toten Winkel haben, verfügen die ausgestellten NEOPLAN Skyliner und Cityliner über ein neues Spiegelersatzsystem. Kameras auf beiden Seiten des Fahrzeugs liefern dabei Echtzeitbilder auf zwei im Sichtfeld des Fahrers verbaute Displays und eliminieren damit den Toten Winkel. Mit einem Blick kann der Fahrer so die komplette Situation erfassen, für die ansonsten Rück-, Weitwinkel- und Rampenspiegel nötig sind. Die verwendete Kameratechnik ermöglicht eine hochaufgelöste Darstellung des Umfelds unabhängig vom Tageslicht, sodass der Fahrer eine bessere Sicht hat bei Nacht und wechselnden Lichtverhältnissen. Zudem sinken die Einschränkungen durch zum Beispiel Beschlagen, Verschmutzung oder Sonnenblendung im Gegensatz zum Spiegel. Das erhöht die Sicherheit zusätzlich und reduziert gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit irgendwo anzufahren und damit die Reparaturkosten.

Der NEOPLAN Cityliner hat zudem ein Bird View System verbaut, das eine Umfeldbeobachtung durch sechs Kameras ermöglicht. Die Bildausgabe erfolgt auf einem separaten Monitor am Fahrerarbeitsplatz. Nicht nur ein besonders sicheres sondern auch ein besonders exklusives Reiseerlebnis verspricht der Cityliner L durch sein modifiziertes Interieur. Mit dem Fokus auf Fühlen und Erleben vereint er höchste Komfort- und Cateringanforderungen für maximal 35 Passagiere. Neben der exklusiven VIP-Lounge verfügt er hierfür über eine Küche mit Heißluftofen, Induktionsladung für Mobiltelefone und Ambientebeleuchtung. Damit beweist das MAN Bus Modification Center wieder einmal eindrucksvoll seine Ausbaukompetenz.

Den Einstieg in die NEOPLAN Welt markiert der ausgestellte Tourliner C. Und was für einen Einstieg! Als drittes Fahrzeug des Kunstprojekts movingART trägt der Zweiachser eine auffällige Beklebung der Berliner Klebebande. Im Innenraum finden sich dazu passend warme, erdige Farben und Materialien, die die hochwertige und moderne Gestaltung unterstreichen. Mit 4-Sterne-Bestuhlung finden 48 Fahrgäste einen Platz in dem Bus, der über einen topmodernen Antriebsstrang mit neuerdings leistungsgesteigerten 470 PS (346 kW) und 2.400 Nm maximalem Drehmoment sowie die neue MAN TipMatic Coach verfügt.

MAN TGE Minibus

Mit der Einführung des MAN TGE hat sich MAN Truck & Bus auf der vorigen IAA Nutzfahrzeuge als Full-Range-Anbieter im Güterverkehr positioniert. Nun folgt die Abrundung des Busportfolios mit Minibussen auf Basis des TGE. Am Messestand wird mit dem MAN TGE Intercity eine Überlandvariante mit 15 Fahrgastsitzen gezeigt. Der Zustieg erfolgt durch eine elektrische Schiebetür mit elektrischer Trittstufe, eine serienmäßige Aufdach-Klimaanlage sorgt für stets angenehme Temperaturen. Zum Komfort für die Fahrgäste tragen zudem USB-Ladesteckdosen an den Seitenwänden und zusätzliche Lautsprecher. Der Minibus, der beispielsweise im Shuttle-, Ausflugs- und Hotelzubringerverkehr seinen Einsatz finden könnte, misst 7.391 mm und verfügt über zahlreiche Assistenzsysteme wie den Notbremsassistent EBA, den abstandsgeregelten Tempomat ACC, einen Seitenwindassistent und aktiven Spurhalteassistent. Unter der Motorhaube arbeitet ein 2-l-Motor mit 177 PS (130 kW), geschaltet wird manuell.

Gut beraten: MAN Dienstleistungen und MAN Transport Solutions

Neben den Produkten kommen am MAN Messestand natürlich auch die umfangreichen Services des Nutzfahrzeugherstellers zur Sprache wie Wartungsmanagement, Reparaturservice, Original-Teile und Zubehör sowie Finanzdienstleistungen. Die Verbesserung von Sicherheit und Effizienz verspricht beispielsweise der MAN eigene Schulungsanbieter MAN ProfiDrive durch seine praxisorientierten Fahrertrainings. Im Bereich der Personenbeförderung stehen hierbei besonders die sicherheitstechnischen Aspekte und deren Verbesserung im Mittelpunkt. Bei Optimierung der Wirtschaftlichkeit des Fahrens heißt das Ziel Kraftstoffeinsparung bis zu 10 % durch die intelligente Kombination aus fahrerischem Können, vorausschauendem Zeitmanagement und ökonomischer Streckenplanung.

Einen eigenen Bereich widmet MAN den Herausforderungen beim Umstieg auf alternative Antriebe. Die Experten des Beratungsteams MAN Transport Solutions beantworten hier alle Fragen rund um den Weg von „Low Emission“ zu „No Emission“. Ein Schwerpunkt der Beratung liegt in der Elektrifizierung von Bus-, Truck- und Van-Flotten. Die qualifizierten Berater können durch ihren Erfahrungsschatz neben dem Fahrzeug auch Fragen rund um die Infrastruktur und den Energiebedarf sowie Wartungskonzepte und die Flottenauslegung abdecken.

 

 

Überblick TGE

Der TGE – der MAN unter den Transportern

Mit dem MAN TGE positioniert sich die Münchner Traditionsmarke seit dem vergangenen Jahr erfolgreich im Transporter-Segment. Mit dem „Kleinen“ stellt MAN ein leichtes Nutzfahrzeug auf die Räder – für anspruchsvolle Kunden und anspruchsvolle Aufgaben. Ausgewiesene TGE-Verkaufsberater sorgen dabei für eine maßgeschneiderte Kundenlösung.

  • MAN als Full-Range-Anbieter
  • Bis zu 18,4 Kubikmeter Ladevolumen
  • Motoren von 75 kW bis 130 kW
  • Serienmäßige Sicherheit durch Notbremsassistenten
  • Service und Einsatz rund um die Uhr

Full-Range-Anbieter

Wenn es darum geht, für jede Transportaufgabe die richtige Antwort parat zu haben, ist MAN mit einem Angebot von 3,0 bis 44 Tonnen Full-Range-Anbieter. Mit dem TGE überträgt MAN das gewohnt kundenorientierte Lkw-Geschäft in die Klasse der Transporter. Die beste Lösung für den Kunden rückt dabei stets in den Vordergrund. Speziell ausgebildetes und geschultes Personal steht dazu als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Langjährige Erfahrung sowie eine reibungslose Verzahnung mit den unterschiedlichen Aufbauherstellern ist damit ebenso selbstverständlich wie die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Großkunden. In Teamwork zwischen Kunde, Aufbauhersteller, Vertrieb und Service entsteht so ein Fahrzeug, das über die gesamte Länge der Laufzeit immer den besten Nutzwert bietet. Die Zielgruppen sieht MAN beispielsweise in der Logistik und im Bau, aber auch branchenspezifische Anforderungen aus Handwerk und Personenbeförderung sind zukünftige Einsatzgebiete des leichten „Lastwagens“ aus dem Hause MAN Truck & Bus. Allen Anwendungen gemein: Durch den niedrigsten cW-Wert von 0,33, dem geringsten Verbrauch seiner Klasse sowie geringen Wartungs- und Reparaturkosten überzeugt der MAN TGE mit der besten Total Cost of Ownership (TCO).

Viel Platz und hohe Zuladung

Neben dem geschlossenen Kastenwagen und dem verglasten Kombi bereichern Fahrgestelle mit Einzel- und Doppelkabine das Angebot an Karosserieformen. Selbstverständlich lassen sich Letztere auch mit einer Vielzahl an Aufbauten ab „Werk“ ordern. Für den MAN TGE stehen zwei Radstände, drei Dachhöhen und drei Fahrzeuglängen zur Wahl. Die Fahrzeuglängen der Kastenwagen reichen von 5.983 Millimeter über 6.833 Millimeter bis hin zur 7.388 Millimeter langen Variante mit großem Überhang. Die möglichen Fahrzeughöhen sind 2.340 Millimeter, 2.575 Millimeter und 2.800 Millimeter. Bei entsprechender Kombination resultiert daraus ein maximales Laderaumvolumen von 18,4 Kubikmetern. Immer der Fall: ein via LED-Leuchten hell illuminierter Laderaum. Der Einstieg in den MAN TGE beginnt bereits bei 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht – das obere Ende liegt bei 5,5 Tonnen. Weitere 3,5 Tonnen lassen sich mittels Anhängerkupplung bewegen. Herausragend ist beispielsweise die maximale Nutzlast des 3,5-Tonners. Er kann im Idealfall bis zu 1,5 Tonnen Zuladung schultern.

Vielfalt und Wirtschaftlichkeit im Antrieb

Variantenreich sind auch die Antriebe. In Abhängigkeit des zulässigen Gesamtgewichts sind Front- und Heck- sowie Allradantrieb möglich, wahlweise mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder 8-Gang-Automatikgetriebe. Im MAN TGE arbeitet eine komplett neue Diesel-Motoren-Generation, die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit verspricht. Angeboten werden die 1.968 cm3 großen Motoren mit 75 kW / 102 PS, 90 kW / 122 PS, 103 kW / 140 PS und 130 kW / 177 PS. Zudem wurde der Vierzylinder speziell im Hinblick auf die „harten“ Anforderungen eines Nutzfahrzeuglebens entwickelt. Sparsamkeit und Robustheit stehen damit an oberster Stelle. Eigenschaften, die der MAN TGE bündelt und somit ökonomisch wie ökologisch für neue Bestwerte in seiner Sparte sorgt.

Komfort und Alltagstauglichkeit im Interieur

Hinter dem Lenkrad entwickelt sich der Arbeitsplatz Nutzfahrzeug zum Lebensraum TGE. Zahlreiche durchdachte Ablagen unterstützen die Arbeit des Fahrers im Alltag. Die in vier Ausführungen erhältlichen Fahrersitze, die in Polsterung und Ausformung durch Langstreckenkomfort und Seitenhalt überzeugen, lassen keine Wünsche offen. Abriebfeste und bewährte Bezüge aus den Lkw-Baureihen garantieren indes Langlebigkeit.

Höchste Sicherheit durch Assistenzsysteme

Mit dem, im TGE serienmäßigen, Notbremsassistenten EBA (Emergency Brake Assist) steuert MAN einen wesentlichen Bestandteil zur Verkehrssicherheit bei. Dazu überprüfen Abstandssensoren kritische Abstände zum Vordermann und helfen, den Anhalteweg zu verkürzen. Die integrierte City-Notbremsfunktion bremst darüber hinaus bei niedrigen Geschwindigkeiten das Fahrzeug automatisch ab und reduziert so mit Auffahrunfällen eine der häufigsten Unfallursachen, minimiert damit Ausfallzeiten und Reparaturkosten und erhöht im Gegenzug den Restwert. Der optionale Rückfahrassistent unterstützt dagegen beim rückwärtigen Ausparken. Des Weiteren lässt sich ein Anhängerrangierassistent bei Bedarf aktivieren. Darüber hinaus kompensiert die elektromechanische Servolenkung Gegenlenkkräfte, wie sie beispielsweise durch Seitenwinde entstehen. Für hohen Komfort auf langen Autobahnetappen sorgt der abstandsgeregelte Tempomat. Der Sicherheit aller dienen die Müdigkeitserkennung und die Multikollisionsbremse: Mit Letzterer können Folgekollisionen mit anderen Hindernissen oder Verkehrsteilnehmern verhindert werden.

Herausragender Service

Des Weiteren profitiert und partizipiert die neue Baureihe vom professionellen MAN-Service: Dieser ist unter anderem bekannt für seine unkomplizierte Hilfe oftmals ohne Werkstatttermin, seine schnelle Hilfe im Notfall auch am Wochenende und nachts sowie seine sehr langen Öffnungszeiten. Selbstverständlich steht dabei der Service für das Komplettfahrzeug ebenso im Fokus wie flexible Wartungs- und Reparaturverträge. Garantieerweiterungen, eine Mobilitätsgarantie sowie der 24-Stunden-Pannendienst runden die Werkstattleistungen ab. Darüber hinaus bietet MAN maßgeschneiderte Financial Services an, die den Fuhrparkleiter sowie Eigner beim Kauf und während der Laufzeit des Fahrzeugs unterstützen. Für eine kontinuierliche Weiterbildung der Fahrer lassen sich verschiedene Lehrgänge und Schulungen bei den Trainern von MAN ProfiDrive buchen. Hier werden beispielsweise in unterschiedlichen Modulen das richtige Verhalten bei Notfällen, wirtschaftliches Fahren oder aber das richtige Sichern der Ladung trainiert. Mit diesem breiten Dienstleistungsportfolio lässt sich für den Nutzer und Eigentümer ein „Rundum sorglos“-Paket schnüren, wie es im Segment der leichten Nutzfahrzeuge nur selten zu finden ist.

 

 

 

MAN Innovationen: Platooning in der Logistikbranche

Platooning in der Logistikbranche: Weltweit erster Praxiseinsatz vernetzter Lkw-Kolonnen auf der A9

Als weltweit erster Logistikanbieter hat DB Schenker gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern MAN Truck & Bus und der Hochschule Fresenius am 25. Juni 2018 zwei digital vernetzte Lkw in den Praxiseinsatz geschickt.

  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Wir bringen die Technik von morgen auf die Straße von heute.“
  • Forschungsprojekt von DB Schenker, MAN Truck & Bus und Hochschule Fresenius in die Praxisphase gestartet
  • MAN übernimmt damit eine federführende Rolle bei Automatisierung und Digitalisierung von Nutzfahrzeugen

Im Beisein von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer startete ein sogenanntes Lkw-Platoon von der DB Schenker Niederlassung in Neufahrn bei München über das digitale Testfeld A9 nach Nürnberg. Gefördert wird das Pilotprojekt mit rund zwei Millionen Euro durch den Bund. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Ein visionäres Forschungsprojekt für unser Digitales Testfeld Autobahn A9. Der Straßengüterverkehr startet damit in seine automatisierte und vernetzte Zukunft. Wir bringen die Technik von morgen auf die Straße von heute, erproben das intelligente Zusammenspiel von Mensch, Maschine und Material. Unsere Chancen: Die Logistikprozesse – von der Rampe bis zum Kunden – können noch sicherer, effizienter, umweltfreundlicher werden. Und der Lkw-Fahrer kann zur modernen Logistikfachkraft im Digital-Truck werden.“

Strategische Partnerschaften als Innovationstreiber

Damit haben am 25. Juni die regelmäßigen Testfahrten der vernetzten Lkw auf der 145 Kilometer langen Strecke begonnen. Bis Anfang August wird noch ohne Ladung geprobt. Danach werden die Platoons täglich mit bis zu drei Fahrten im Logistik-Alltag unterwegs sein, beladen mit Stückgut wie Maschinenteilen, Getränken oder Papier.

Damit leisten die Projektpartner Pionierarbeit. „Der erstmalige Einsatz von Lkw-Platoons in Deutschland setzt neue Maßstäbe im Logistikmarkt von denen in erster Linie unsere Kunden profitieren“, so Alexander Doll, DB-Vorstand für Güterverkehr und Logistik. „Mit diesem Projekt zeigt DB Schenker, worauf es für Unternehmen in der ganzen Welt künftig ankommt: Innovationen voranbringen durch neue Partnerschaften.“

DB Schenker erweitert durch den Einsatz der Technik sein digitales Geschäftsmodell. „Heute haben wir als DB einmal mehr eine neue Technologie auf die Straße gebracht. Mit dem Platooning-Projekt bauen wir unsere Vorreiterrolle im Bereich des autonomen und vernetzten Fahrens weiter aus“, betonte Prof. Dr. Sabina Jeschke, DB-Vorstand für Digitalisierung und Technik.

Technologieeinsatz bisher einmalig

Mit MAN Truck & Bus und DB Schenker kooperieren zwei weltweit führende Unternehmen ihrer Branchen, um gemeinsam das Thema Automatisiertes Fahren voranzutreiben. „Es geht nicht nur um die Anwendung einer Technologie. Es geht um ihre sinnvolle Einbindung in die gesamte Logistikkette. Die Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Projekt sind ein wichtiger Schritt hin zur Serienentwicklung. MAN übernimmt damit eine federführende Rolle bei Automatisierung und Digitalisierung von Nutzfahrzeugen“, sagte Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN Truck & Bus AG.

Während der bisher einzigartigen Praxistests wird die Platooning-Technik für den Logistikeinsatz weiter optimiert, zum Beispiel hinsichtlich der Systemsicherheit, des Kraftstoffverbrauchs und der besseren Nutzung des Platzes auf der Autobahn. Die Projektpartner erhoffen sich außerdem einen Erkenntnisgewinn zu der gesellschaftlichen Akzeptanz der vernetzen Fahrweise sowie verkehrspolitischen und infrastrukturellen Voraussetzungen.

Der Mensch weiterhin im Mittelpunkt

Seit Beginn der Zusammenarbeit im Mai 2017 und der offiziellen Übergabe der Testfahrzeuge durch MAN im Februar dieses Jahres wurden die Lkw-Fahrer durch intensive Schulungen auf ihre Rolle im Projekt vorbereitet. Die psychosozialen und neurophysiologischen Auswirkungen der neuen Technologie auf die Fahrer im Platoon erforscht die Hochschule Fresenius mit einer begleitenden Studie. So werden wichtige Erfahrungen der Lkw-Fahrer miteinbezogen und ihr Berufsbild weiterentwickelt. „Es ist offensichtlich, dass die Digitalisierung des Mobilitäts- und Transportsystems zu völlig neuen Anforderungen für die Beschäftigten der Branche führt“, sagte Prof. Dr. Christian Haas, Leiter des Institutes für komplexe Systemforschung an der Hochschule Fresenius. „Wir hoffen, dass unsere Erkenntnisse auch zum besseren Verstehen und Gestalten anderer digitalisierter Mensch-Maschine Schnittstellen beitragen können.“

Platooning: Funktionsweise und Nutzen

Unter Platooning versteht man ein Fahrzeug-System für den Straßenverkehr, bei dem mindestens zwei Lkw auf der Autobahn mit Hilfe von technischen Fahrassistenz- und Steuersystemen in geringem Abstand hintereinanderfahren können. Alle im Platoon fahrenden Fahrzeuge sind durch eine sogenannte elektronische Deichsel mittels einer Car-to-Car-Kommunikation miteinander verbunden. Das führende Fahrzeug gibt die Geschwindigkeit und die Richtung vor.

 

 

MAN Innovationen: MAN entwickelt fahrerloses Absicherungsfahrzeug für Autobahnbaustellen

Rückendeckung – MAN entwickelt fahrerloses Absicherungsfahrzeug für Autobahnbaustellen

Rund 44 Prozent aller Unfälle auf deutschen Autobahnen mit Lkw-Beteiligung passieren auf der rechten Spur oder auf dem Standstreifen. Auffahrunfälle auf die Absicherungsfahrzeuge für Wanderbaustellen des Straßenbetriebsdienstes gehören regelmäßig dazu. Obwohl die auffällig kommunalorangen Fahrzeuge einen Anhänger mit einer vier Meter hohen, beleuchteten Warn- bzw. Absperrtafel hinter sich herziehen, werden sie übersehen oder zu spät erkannt – leider oft mit schwerwiegenden Folgen.

  • Forschungsprojekt „aFAS“ untersucht technische Machbarkeit für automatisiertes Fahren
  • MAN und sieben Partner aus Industrie, Forschung und Verwaltung stellen Weichen für Zukunft der Mobilität
  • MAN TGM 18.340 als fahrerloses Absicherungsfahrzeug
  • Projekt im Juni 2018 erfolgreich abgeschlossen

MAN Truck & Bus und sieben weitere Partner aus Industrie, Forschung und Verwaltung entwickelten deshalb innerhalb des Forschungsprojekts "aFAS" einen zukunftsweisenden mobilen Lösungsansatz für dieses Sicherheitsrisiko: „Rückendeckung“, die in gefährlichen Situationen keinen Menschen am Lenkrad benötigt. Denn "aFAS" steht für "automatisch fahrerlos fahrendes Absicherungsfahrzeug für Arbeitsstellen auf Bundesautobahnen" und beschreibt den Prototyp eines Absicherungsfahrzeugs, das, wie der Name schon verrät, vollautomatisiert und fahrerlos den mobilen Baustellen auf dem Seitenstreifen folgen kann und das Baustellenpersonal sowie weitere Baustellenfahrzeuge gegen den fließenden Verkehr absichert.

Das Forschungsprojekt begann bereits 2014, war auf vier Jahre ausgelegt und wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit insgesamt ca. 3,4 Mio. Euro gefördert. Es untersuchte erstmals vollumfänglich die technische Machbarkeit, betrachtete aber ebenso inwieweit aktuelle Normen und Gesetzesgrundlagen abgeändert werden müssten und natürlich auch, wie sich ein Realbetrieb auf öffentlichen Straßen auswirkt.

MAN entwickelte in Zusammenarbeit mit weiteren technischen Projektpartnern das automatisiert fahrende Absicherungsfahrzeug und war dabei für die Themen Fahrfunktion, Funkkommunikation, HMI (Human Machine Interface) und Gesamtfahrzeug verantwortlich.

Als Versuchsträger kam ein MAN TGM 18.340 zum Einsatz, der mit Kameras und Radaren zur Umfeldwahrnehmung sowie diversen Assistenzsystemen ausgestattet wurde. Auch Lenk- und Bremssystem, Sensorik und die steuernde Software mussten strengste Kriterien erfüllen. Realisiert wurde das Prototypenfahrzeug weitgehend mit Serienkomponenten, sowohl für die reguläre Steuerung, als auch bei der Umsetzung funktionaler Sicherheitsaspekte. Eine zusätzliche, speziell entwickelte Umgebungssensorik mit hohem Sicherheitslevel und einer integrierten, zuverlässigen Objekt- und Fahrstreifenerkennung ermöglichte es überdies, Daten zu Streckencharakteristik und Verkehrssituation zu analysieren. Die Datenkommunikation zwischen Arbeitsfahrzeug vorne und Absicherungsfahrzeug hinten erfolgte über W-LAN und Displays in beiden Fahrzeugen zeigen den Betriebszustand des fahrerlosen Prototyps an.

Nachdem der Fahrer alle Systeme aktiviert und das Fahrerhaus des TGM verlassen hat, lenkt, beschleunigt und bremst dieser eigenständig und folgt dem vorausfahrende Fahrzeug in einem definierten Abstand. Bei Störungen bleibt er automatisch stehen. Für das Passieren von kritischen Stellen, wie Ein- oder Ausfahrten, kann der Prototyp bis auf wenige Meter an das vordere Fahrzeug herangeholt und digital „angekoppelt“ werden.

Nachdem das System in den ersten Jahren zuerst auf MAN-Teststrecken und im zweiten Halbjahr 2017 auf abgesperrten Baustellenabschnitten in Hessen getestet wurde, ging das Fahrzeug zurück zu den Entwicklern nach München. Anhand der gewonnenen Erfahrungen konnte der MAN TGM-Prototyp weiter optimieren werden und war dann seit Anfang April 2018 im realen Pilotbetrieb auf hessischen Autobahnen unterwegs.

Im Juni wurde das „aFAS“-Projekt erfolgreich abgeschlossen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen bei MAN in zukünftige Serienentwicklungen und weitere Test- und Forschungsprojekte zum Thema automatisiertes und autonomes Fahren, wie etwa Platooning, ein.

 

 

 

MAN Innovationen: Transport 4.0 – MAN DigitalServices

Transport 4.0 – mit den neuen MAN DigitalServices startet das Flottenmanagement der Zukunft

Mit der Einführung der neuen Sparte MAN DigitalServices bietet MAN passgenaue digitale Dienste und Anwendungen exklusiv für MAN-Fahrzeuge. Mischflottenbetreiber können, auf Basis der cloudbasierten offenen Logistikplattform RIO, mit den umfassenden MAN DigitalServices ihre MAN Fahrzeuge und weitere Marken auf allen Ebenen vernetzen und so noch effizienter nutzen. Gleichzeitig sind die MAN DigitalServices Anwendungen explizit funktional und alltagstauglich konzipiert sowie äußerst benutzerfreundlich gestaltet.

  • MAN DigitalServices auf Basis der RIO-Plattform exklusiv für Fahrzeuge von MAN
  • MAN DigitalServices bieten umfassende Anwendungen für zukunftsfähiges Flottenmanagement
  • Intelligente digitale Dienste machen moderne Flotten noch wirtschaftlicher und ökologischer

Zukünftige wirtschaftliche Herausforderungen meistern und dabei stetig steigende ökologische und gesellschaftliche Ansprüche erfüllen – das Transportgewerbe 4.0 steht vor vielschichtigen Aufgaben die weit mehr bedeuten, als das bloße „Güter von A nach B bringen“. Digitalisierung, effizientes Flottenmanagement, Synergieeffekte und umfassende Vernetzung sind die Stichworte, wenn es um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Transportunternehmen geht. Hier unterstützt MAN DigitalServices seine Kunden mit einem ständig wachsenden Portfolio an optimal auf MAN Fahrzeuge zugeschnittenen digitalen Diensten, die dabei helfen, alle Kostenfaktoren, die in die TCO (Total Cost of Ownership) einfließen, im Blick zu behalten und zu optimieren.

MAN DigitalServices baut auf RIO, der cloudbasierten digitalen Plattform für Logistikanwendungen die MAN auf der IAA 2016 vorstellte, auf. Mit der dazugehörigen RIO-Box als system- und herstellerunabhängige Hardware ist die Connectivity-Lösung für das Transportgewerbe inzwischen so erfolgreich, dass auch andere Fahrzeugmarken damit ausgestattet werden.

In allen neuen MAN-Lkw der Euro-6-Baureihe wird die RIO-Box serienmäßig verbaut und ihre Besitzer können, nach einer Registrierung auf der RIO-Plattform die digitalen Grundfunktionen der MAN Essentials kostenlos nutzen. Der Anwender erhält über seinen Computer verschiedenste Informationen über das jeweilige Fahrzeug: zum Beispiel den aktuellen Standort mit Anzeige auf einer digitalen Landkarte, aktuelle Geschwindigkeit, Kilometerstand, Betriebsdauer, Durchschnittsgeschwindigkeit- und Gewicht oder auch Analysen zum Kraftstoffverbrauch. Diese Daten sind für 10 Tage abrufbar. Durch die Erweiterung „Advance“, können weitere Daten analysiert werden. Diese Erweiterung kann über einen Onlineshop, dem MAN Marketplace, erworben werden.

Mit der MAN ServiceCare-Anwendung erhalten Kunden ein proaktives Tool für perfektes Wartungsmanagement ihrer Flotte. Die RIO-Box liefert alle wartungsrelevanten Daten des Fahrzeugs an MAN ServiceCare. Der Nutzer und seine betreuende MAN-Werkstatt erhalten automatisch Hinweise zu Service-Intervallen oder demnächst anstehenden Wartungsbedarf an Verschleißkomponenten. Der Flottenbesitzer kann so immer den aktuellen Zustand seiner Fahrzeuge einsehen bzw. abrufen, egal wo diese sich befinden. Die Werkstatt andererseits bekommt via MAN ServiceCare einen Statusüberblick und kann für ihren Kunden frühzeitig einen Termin koordinieren. Überraschend aufleuchtende Service-Signale im Display, lange Standzeiten in der Werkstatt oder Warten auf Ersatzteile gehören dem analogen Zeitalter an.

Selbstverständlich wird MAN ServiceCare immer weiterentwickelt und zwar mit klarem Fokus auf den alltäglichen und realen Kundenbedarf. Eine erste Zusatzleistung ist deshalb die Ferndiagnose des Lkw. Sie ermöglicht, die Ursache für eine eventuelle Panne schon so weit einzugrenzen, dass der Monteur bereits bevor er losfährt beurteilen kann, ob eine Reparatur vor Ort machbar ist und welche Ersatzteile und Werkzeuge er mitbringen muss. Das spart im Notfall wertvolle Zeit und damit Geld.

Doch MAN DigitalServices hat nicht nur das Fahrzeug im Blick, sondern auch die Sozial- und Verwaltungsvorschriften der Branche. Mit der Anwendung MAN Compliant lassen sich standortunabhängig und vollautomatisch die gesamten Daten des digitalen Tachographen des Fahrzeugs (Fahrerkarte alle sieben Tage, Massenspeicher alle 30 Tage) herunterladen. Dies war bisher nur vor Ort, etwa am Firmensitz, möglich. Auch hier gibt es eine Advanced-Funktion, mit der die Daten sogar 25 Monate gespeichert, analysiert und verwaltet werden können. Dies entspricht dem gesetzlich vorgegebenen Zeitraum von zwei Jahren, über den Transportunternehmen die Daten aufbewahren müssen.

 

 

MAN Innovationen: Von der Zukunft sprechen – MAN „M-PULSE“

Von der Zukunft sprechen – MAN „M-PULSE“

„Die entscheidenden M-PULSE geben“ – unter diesem Claim bündelt MAN die Kommunikation seiner Zukunfts- und Innovationsthemen auf der Plattform MAN „M-PULSE“. Dabei liegt der Fokus darauf, sowohl bei MAN-Kunden als auch der breiten Öffentlichkeit das Bewusstsein für MAN als Vorreiter für zukunftsweisende Technik im Nutzfahrzeugbereich zu schaffen.

  • MAN bündelt Kommunikation von Zukunftsthemen
  • MAN „M-PULSE“ als Plattform für alle MAN Innovationen

Das Label MAN „M-PULSE“ steht dabei für nachhaltige Mobilität und die Vision einer emissionsfreien Zukunft. Es soll den steten Pioniergeist der MAN-Historie ins Morgen transportieren und den Bekanntheitsgrad aller MAN Projekte, Produkte und Dienstleistungen rund um die innovativen Themen kontinuierlich steigern.

Unter dem Label kommuniziert MAN zukünftig verschiedenste Themen: Alternative-Antriebslösungen, wie Hybrid- und CNG-Technologie in Bussen von MAN und Neoplan, das umfassende Beratungs- und Serviceangebot – vom Fahrzeug über die Energieversorgung bis hin zur Routenplanung – rund um Nutzfahrzeug eMobility oder auch neue Infrastruktur- und Mobilitätskonzepte, wie die Kooperation mit dem Council für nachhaltige Logistik (CNL), die den Einsatz von eTrucks im innerstädtischen und stadtnahen Verteilerverkehr erprobt.

MAN „M-PULSE“ umfasst natürlich auch die Erforschung, Entwicklung und erfolgreiche Umsetzung von effizienten und wirtschaftlichen Transportlösungen der, gar nicht mehr so fernen, Zukunft: Autonomes Fahren oder Platooning im Fahrzeugbereich oder die, von MAN gelaunchte, cloudbasierte und markenoffene Logistikplattform RIO und die MAN Digital Services als digitale Dienstleistungsangebote.

Mit MAN „M-PULSE“ führt MAN seine Tradition fort – vom Erfinder des Dieselmotors zum Wegbereiter für die Transportwelt von Morgen.