14
Mai
2018
|
10:54
Europe/Amsterdam

Flexibel, wirtschaftlich, umweltbewusst: MAN-Fahrzeuge auf der Messe IFAT 2018

Zusammenfassung

MAN präsentiert Fahrzeuge, Services und Finance als ganzheitliche Lösungen für kommunale Anwendungen.

  • Erstmalig auf der IFAT: MAN TGE von 3 bis 5,5 Tonnen
  • Neuheit: starke Drehmomentabgabe an den Aufbau durch Integration OMSI-Nebenabtrieb in den Antriebstrang
  • Sicherheit: Rückraumüberwachung an Abfallsammelfahrzeugen

 

Flexibilität, Wirtschaftlichkeit, Umweltbewusstsein, Praxistauglichkeit, Effizienz, Zuverlässigkeit – Kommunen und Unternehmer in der Entsorgungswirtschaft, im Straßenbetriebsdienst und im Winterdienst stellen hohe Ansprüche an ihre Fahrzeuge. MAN stellt diese Eigenschaften in den Mittelpunkt seines Messestandes auf der IFAT 2018. Praxisgerechte Lösungen findet man auf der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft vom 14. – 18. Mai 2018 in München. MAN nimmt an der Messe mit fünf Branchenfahrzeugen teil. Außer einem TGE handelt es sich um je zwei TGM und TGS.

Effizienz in Betrieb und Unterhalt ihres Fahrzeuges beginnt für Unternehmer und Kommunalbetriebe bei der Wahl der maßgeschneiderten Fahrzeug-Aufbau-Kombination: Vom Transporter bis zum vierachsigen Fahrgestell stattet MAN den Fuhrpark der Kommunalbetriebe und Unternehmer als Fullrange-Anbieter von 3 bis 44 Tonnen aus. Seit April 2017 führt MAN den TGE, seinen leichten Transporter mit dem Löwen im Kühlergrill sukzessive in verschiedene europäische Märkte ein. Somit bietet MAN ein umfangreiches Nutzfahrzeugprogramm in den Baureihen TGE, TGL, TGM, TGS und TGX. Denn nur im engen Zusammenspiel von MAN-Fahrgestell und branchenspezifischem Aufbau und Anbaugeräten kommen die effizienten Eigenschaften zum Tragen.

Erstmals auf der IFAT – MAN TGE

Zum ersten Mal auf einer Branchenmesse stellt MAN ein Kommunalfahrzeug aus der Baureihe TGE aus. Eine Montagehalterung für den Schneepflug und ein Streuaufsatz auf der Ladefläche zeigen seine Eignung für den Winterdienst. Die Kommunalbetriebe sowie die Unternehmer in der Entsorgungswirtschaft und dem Straßenunterhalt finden für ihre vielfältigen Aufgaben im weit gespannten TGE-Produktportfolio das passende Fahrzeug. Mit geschlossenen Kastenwagen, verglasten Kombi und Fahrgestellen bietet MAN ein vielfältiges Angebot an Karosserieformen. Es stehen zwei Radstände, drei Überhänge und drei Dachhöhen zur Wahl. Für die Fahrgestelle gibt es Einzel- und Doppelkabinen. Bei entsprechender Konfiguration ergibt sich eine maximale Nutzlast von 1,5 Tonnen beim 3,5-Tonner und bei dem Kastenwagen ein maximales Laderaumvolumen von 18,4 Kubikmeter. Der Einstieg in die Baureihe MAN TGE beginnt bei 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Das obere Ende der Gewichtsklasse liegt bei 5,5 Tonnen mit einer zwillingsbereiften Hinterachse. Die Wahl des Antriebs fördert die Variantenvielfalt. In Abhängigkeit des zulässigen Gesamtgewichts sind Front- und Heckantrieb sowie Allradantrieb möglich. Bei der Entwicklung der Motoren standen Sparsamkeit und Robustheit im Fokus. Der 1968 cm³ große 4-Zylinder-Dieselmotor ist in vier Leistungsstufen von 102 PS bis 177 PS erhältlich.

 

                                                                                                                                                                                              

                            

MAN-Neuheiten im Modelljahr 2018

Neuer MAN D08-Motor für die Baureihen TGL und TGM

Die Baureihen TGL und TGM stattet MAN mit einem neuen Motor aus der Motorenbaureihe D08 aus. Das als Vier- und Sechszylinder erhältliche Antriebsaggregat zeichnet sich durch eine reine SCR-Abgasnachbehandlung aus. Das Angebot der Vierzylindermotore D0834 mit 4,6 Liter Hubraum startet mit 160 PS und 600 Nm maximales Drehmoment. 190 PS mit 750 Nm und 220 PS mit 850 Nm lauten die weiteren Leistungsstufen. Die Vierzylinderversion kommt ausschließlich beim MAN TGL zum Einbau.

Mit 6,9 Litern Hubraum in der Variante mit 250 PS und 1050 Nm ist der Sechszylinder D0836 die Top-Motorisierung für den MAN TGL und zugleich die Einstiegsversion für den MAN TGM. Weitere Varianten verfügen über 290 PS und 1150 Nm, sowie 320 PS und bis zu 1250 Nm maximales Drehmoment.

In allen D08-Motoren sorgen SCR-Abgasreinigungstechnologie und höhere Verbrennungstemperaturen für eine drei bis fünf Prozent verbesserte Kraftstoffeffizienz. Die ganze Baureihe ist, je nach Leistungsstufe, dank eines weniger komplexen Aufbaus, bis zu 103 kg leichter. Nutzlastbilanz, Zuverlässigkeit und Motorlebensdauer profitieren von der vereinfachten Konstruktion. Die Euro 4- und Euro5-Versionen verfügen über eine hohe Schwefelverträglichkeit und sind daher weltweit auch in Ländern mit hohem Schwefelgehalt bis zu 2000 ppm im Diesel einsetzbar. Der einfachere Aufbau der Abgasreinigungsanlage ermöglicht die Umrüstung von Euro 6-Fahrzeugen für eine Zweitvermarktung in Ländern, in denen die Euro 5- oder Euro 4-Norm gilt. Alle neuen D08 Euro 6c-Motoren können ohne nachträgliche Umrüstung mit synthetischem Biodieselkraftstoff nach EN 15940 betrieben werden. Ein weiterer Vorteil ist das verlängerte Wechselintervall beim Motorenöl. Es beträgt, bei Verwendung von Ölen, die MAN freigegebenen hat, nun je nach Einsatz des Fahrzeuges bis zu 80.000 Kilometer.

Mit der neuen Motorengeneration kommt eine komplett überarbeitete Anfahr- und Schaltabstimmung und für das 6-Gang und 12 Gang-TipMatic-Getriebe ist Idle Speed Driving verfügbar. Diese Getriebefunktion ermöglicht langsames Fahren bei Leerlaufdrehzahl und geschlossener Kupplung, ohne das Gaspedal zu betätigen. Die Fahrgeschwindigkeit bleibt konstant und es reduziert sich der Kupplungsverschleiß.

Die MAN TipMatic im 12 Gang-Getriebe bietet überdies weitere Funktionen zur Effizienzsteigerung: Speed Shifting für schnelleres Schalten zwischen den drei höchsten Gängen sowie EfficientRoll für verbrauchsreduzierendes Rollen.

Neu möbliert – optimiertes Interieur für MAN TG-Baureihe

Noch praxisorientierter und nutzerfreundlicher präsentiert sich der neue Innenraum der gesamten TG-Baureihe. Design, Funktionalität und Ergonomie stehen im Fokus.

Im Hauptinstrument befindet sich ein hochauflösendes, klar strukturiertes 4-Zoll-Farbdisplay. Seine verschiedenfarbigen Anzeigen unterstützen Lesbarkeit und Orientierung. Etwaige Warnmeldungen und weitere Informationen sind so noch schneller zu erfassen. Neu strukturierte Funktionalität zeigt auch das zentrale Schalter- und Bedienfeld. Zusammengehörende Schalter sind für eine intuitivere Handhabung in Gruppen organisiert und oft genutzte Funktionen, wie zum Beispiel der Drehschalter für das automatisierte Getriebe MAN TipMatic, befinden sich jetzt in diesem Hauptbedienfeld. Das neue Schalter- und Bedienkonzept ist zukünftig in allen MAN-Lastwagenbaureihen identisch.

Die Armaturentafel oberhalb und rechts vom zentralen Bedienteil bietet mehr Ablageflächen mit integrierten elektrischen Anschlüssen und neuen flexiblen Becherhaltern. Im unteren Bereich der Mittelkonsole befindet sich eine zusätzliche offene Ablage über die ganze Breite der darunterliegenden Schubladen.

Das Re-Design sorgt außerdem für Raumgewinn zwischen den Sitzen und vor dem Bett. Hierzu trägt auch die Kühl- beziehungsweise Ablagebox bei, die in Fahrerhäusern der langen Variante nun komplett unter dem Bett verschwindet. Die Kühlbox ist dabei noch auf 35 Liter Inhalt gewachsen, Schnellkühlfunktion und leiser Ruhemodus inklusive. Alternativ bietet sich an dieser Stelle ein großes geschlossenes Staufach an.

Im optimierten Ruhebereich von MAN TGM und TGS mit L- und LX-Fahrerhaus verfügen unteres und oberes Bett (optional) jetzt über komfortablere elektrische Bedienteile mit Schaltern für Innenbeleuchtung, Fensterheber und Schiebedach. Vier leistungsfähigen Steckdosen (12V, 24V, USB) sowie ein neues Beleuchtungskonzept ergänzen den Komfort.

Eine wahlweise für den unteren Bereich des Interieurs zu ordernde dunkelgraue Farbgebung mit dem Namen „Urban Concrete“ ist eher unempfindlich gegenüber verschmutzten Händen oder Arbeitskleidung.

 

                                                                                                                                                                                              

 

Ausstellungsfahrzeuge am MAN-Stand auf der Messe IFAT 2018

Premiere für den Winterdienst – MAN TGE

Eine branchengerechte Ausstattung für den Kommunaleinsatz und Winterdienst zeigt der ausgestellte MAN TGE 5.180. Zwillingsbereifung, Heckantrieb und verstärktes Fahrwerk kennzeichnen den 5-Tonner mit der Einzelkabine. Fahrerhausfarbe Orange und orange Rundumkennleuchten gehören zur typischen Kommunalausstattung. Im Winter lässt sich an einer Montagevorrichtung der Schneepflug befestigen und auf dem werkseitig lieferbaren Dreiseitenkipper ein Streuer aufsetzen.

Das ganze Jahr über im Einsatz – MAN TGM

Effizienter Fahrzeugeinsatz im Kommunalbetrieb und auf dem Bauhof bedeutet, das Fahrzeug das ganze Jahr über flexibel verwenden zu können. Dafür steht der ausgestellte MAN TGM 13.290 4x4 BL. Das C-Fahrerhaus zeigt die dunkle Innenausstattung mit der Bezeichnung „urban concret“. Der Mittelsitz mit Dreipunktgurt wurde ergänzt, damit der Fahrer zwei Kollegen mitnehmen kann.

Damit der MAN TGM viele Aufgaben erfüllen kann, ist er mit einem Hakenabrollgerät ausgestattet. Die Wechselpritsche mit dem angebauten Ladekran schultert alle anfallenden Transportaufgaben. Egal ob das Team vom Wegebau oder der Gärtnerei und Grünflächenpflege Aushub, Pflastersteine, Erde oder Pflanzmaterial zu transportieren hat, der MAN TGM erledigt es. Als zweiter Wechselaufbau bietet sich ein Wasserfass an, um im Sommer die Pflanzen zu gießen. Ein großes Betätigungsfeld hält der Winterdienst bereit. Mit einem Streuer als Wechselaufbau und der Montage eines Schneepflugs an der Fahrzeugfront geht der MAN TGM auch in der kalten Jahreszeit in Einsatz. Branchengerecht stattet MAN den TGM ab Werk für den Winterdienst mit Stahlstoßfänger, Kommunalhydraulik, Schneepfluganbauplatte, hochgelegten Scheinwerfen und Blinkern als Winterdienstbeleuchtung sowie orangen Rundumkennleuchten aus. Differentialsperren in der Vorder- und Hinterachse ermöglichen sichere Traktion auf unbefestigtem Untergrund oder bei rutschigen Straßenverhältnissen durch Eis und Schnee.

Nutzlastvorteil im Abfallsammelverkehr – dreiachsiger MAN TGM

Die MAN-Baureihe TGM spielt als dreiachsiges Abfallsammelfahrzeug ihre Stärken bei der Nutzlast und dem Fahrerhaus aus. Der komfortable Einstieg in das Fahrerhaus geht über nur zwei Stufen. Weniger Stufen als bei anderen Modellen machen sich im Laufe einer Sammeltour mit häufigem Ein- und Aussteigen bemerkbar. 265 Millimeter mehr Platz bietet der Besatzung die Verlängerung der C-Kabine. Das erweitert den Stauraum hinter den Sitzen, der gerne für die Unterbringung und das Aufhängen von Arbeits- und Wetterschutzkleidung genutzt wird. Der auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 26 Tonnen ausgelegte MAN TGM startet gegenüber einem MAN TGS mit etwa einer Tonne mehr Nutzlast in die Sammeltour, was die Flexibilität bei der Beladung des 22 m³ fassenden Aufbaus unterstreicht.

Das auf der IFAT 2018 ausgestellte Fahrgestell MAN TGM 26.320 6x2-4 BL weist einen Radstand von 4125 Millimeter zwischen erster und zweiter Achse auf. Diese Konfiguration erfolgte praxisgerecht, um die Gewichtsverteilung zwischen allen Achsen im Hinblick auf die schwere Schüttung und den sich im Laufe der Sammeltour stetig verschiebenden Beladungsschwerpunkt zu optimieren. Dazu gehört die auf 7,5 Tonnen Tragkraft ausgelegte gelenkte Nachlaufachse. Sie fördert die Wendigkeit in zugeparkten Straßen sowie beim Rangieren in engen Gassen und in dichter städtischer Bebauung.

Eine Neuheit im Antriebsstrang des MAN TGM in Euro 6-Ausführung ist das Angebot, ein Automatikgetriebe mit hydrodynamischem Drehmomentwandler auszuwählen. Lieferant des Getriebes aus der Serie 3000 ist die Firma Allison. Es ermöglicht ein verschleißfreies Anfahren und sanften Gangwechsel. Der Fahrer weiß diesen Komfort auf der Sammeltour mit ihren vielen Anfahr-, Schalt- und Abbremsvorgängen bei nur sehr kurzen Strecken von Ladestelle zu Ladestelle zu schätzen.

„Safety first“ beim Abfallsammler – dreiachsiger MAN TGS

Weit verbreitet sind Abfallsammelfahrzeuge auf MAN TGS. Dazu gehört der ausgestellte MAN TGS 26.360 6x2-4 BL mit einem Heckladeraufbau. Die gelenkte und liftbare Nachlaufachse mit 7,5 Tonnen Tragkraft nimmt das Gewicht der schweren Schüttung am Fahrzeugheck auf. Auf der Sammeltour müssen die Fahrzeuge sehr häufig rückwärts zur Ladestelle rangieren. Hierbei ist beim Hecklader die 2016 in der DIN 1501 eingeführte Rückfahrrestriktion zu beachten. Sie setzt die Sicherheitsvorkehrungen im Zusammenhang mit der Benutzung der heckseitigen Trittbretter durch die Müllwerker um. Bislang bestand die Gefahr, dass während der Rückwärtsfahrt abspringende Mitfahrer straucheln und überrollt werden könnten. Wird nun der Rückwärtsgang am Wählschalter der TipMatic eingelegt während das Trittbrett belegt ist, bleibt das Fahrzeug stehen, um nicht zurückzurollen. Je nach Ausstattung wird die Haltestellenbremse automatisch aktiviert oder der Motor abgestellt.

Rangieren, Rückwärtsfahren und die kurzen Fahrtstrecken von Ladestelle zu Ladestelle in dicht bebauten und zugeparkten Siedlungsgebieten verlangen dem Fahrer sehr hohe Aufmerksamkeit ab. Um ihn bei der Rundumsicht zu unterstützen, stellt MAN an dem Ausstellungsfahrzeug verschiedene Systeme aus.

Die ViSy-Rückraumüberwachung nutzt innovative 3D-Sensorik, um Positionen und Bewegungen von Objekten hinter und neben dem Fahrzeug zu erfassen. Je nach Analyse durch das System ertönt ein akustisches Warnsignal, erfolgt eine optische Anzeige auf dem im Armaturenträger eingebauten Bildschirm, oder es leitet vorsorglich eine Notbremsung ein.

Ein Birdview-System bietet eine 360-Grad-Rundumsicht. Hierzu werden die Videobilder von vier Weitwinkelkameras zu einem Bild zusammengefügt und auf einem Monitor im Fahrerhaus dargestellt.

Einige Lastwagenexponate auf dem MAN-Stand erhalten ein kamerabasiertes System zur Darstellung des Fahrzeugumfeldes an der erschwert einsehbaren rechten Fahrzeugseite, um kritische Situation beim Abbiegen oder Rangieren frühzeitig zu erkennen. Dieses soll den Fahrer unterstützen, zusätzlich zum Rückspiegel auf einem, in der Kabine an der rechten A-Säule befestigten Monitor oder im Bildschirm im Armaturenträger, den Bereich neben dem Fahrzeug einzusehen. Die Montage erfolgt von MAN auf Kundenwunsch.

Sicherheit bedeutet mehr, als nur die Montage der an den Messexponaten gezeigten Systeme zur Umfelddarstellung. MAN stattet seine Fahrgestelle mit einer neuen Generation an Sicherheitssystemen aus. Dabei handelt es sich um den Spurverlassenswarner LGS, den Notbremsassistenten EBA2 und das Notbremssignal ESS. Das Lane Guard System LGS überwacht ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h die Fahrzeugposition in Bezug auf die Fahrspur und warnt den Fahrer, wenn er die Fahrbahnmarkierung unbeabsichtigt überfährt. Der bei MAN verbaute Notbremsassistent EBA2 (Emergency Brake Assist) erfüllt bereits heute bei Weitem die verschärften gesetzlichen Anforderungen der Stufe 2, die ab November 2018 für neu zugelassene Fahrzeuge gelten. Das Notbremssignal ESS (Emergency Stopping Signal) aktiviert bei einer Gefahrenbremsung zusätzlich zu den Bremslichtern die Warnblinkanlage mit erhöhter Blinkfrequenz (Notbremsblinken) und signalisiert so dem nachfolgenden Verkehr die Notsituation.

Viel Leistung und hohes Drehmoment – TGS 35.500 als 4-Achser

500 PS stellen Top of the Range bei dem MAN TGS dar. Den 6-Zylinder-Motor mit 12,4 Liter Hubraum aus der Baureihe D26 gibt es in der Euro 6-Ausführung in den drei Leistungsstufen 420 PS, 460 PS und 500 PS. Hohe Fahrzeuggewichte, anspruchsvolle Topografie oder der Bedarf, viel Leistung und starkes Drehmoment am Nebenabtrieb abzugreifen, lauten die Argumente für die Wahl der 500 PS-Ausführung in der Kommunal- und Entsorgungswirtschaft. Das Gebläse der Vacuumanlage, die für die Saugkraft eines Saugwagens, Kanalreinigungsfahrzeugs, Saugspülers oder Saugbaggers sorgt, benötigt ein besonders hohes Drehmoment. Die 2500 Nm, die der 500 PS starke D26-Motor bei 930 - 1350 U/min leistet, vermittelt der von der Firma OMSI zugelieferte und auf Kundenwunsch zwischen Motor und Getriebe eingebaute Nebenabtrieb an den Aufbau. Neu in einem MAN TGS Euro 6 ist dessen Kombination mit der automatisierten Schaltung MAN TipMatic.

MAN stellt mit dem MAN TGS 35.500 8x4-4 BL einen Vierachser mit der Achsanordnung 1+3 (Triple-Achser) aus. Angetrieben sind die beiden mittleren Achsen, die gelenkte Nachlaufachse trägt acht Tonnen. Das Fahrgestell ist vorgesehen für den Aufbau eines Saugspülfahrzeuges für die Nassentsorgung. Hier spielt diese Achsanordnung den Vorteil der optimalen Achslastverteilung aus. Denn während das voluminöse Gebläse vorne im Aufbau positioniert ist, sitzen der Laderaum für das Sauggut und der Saugrüssel mit dem Auslegerarm über den Hinterachsen. Zu den weiteren Argumenten für den 1+3-Achser zählen bessere Wendigkeit und geringerer Reifenverschleiß im Vergleich zur weit verbreiteten Anordnung von je zwei Achsen vorne und hinten.

Ganzheitliche Lösung von MAN – Kommunalleasing und Services gehören dazu

Neben dem Fahrzeugkauf als klassischem Beschaffungsverfahren etabliert sich bei den Entsorgungsunternehmen in öffentlicher Trägerschaft zunehmend das Kommunalleasing. Firmen wählen zwischen Mietkauf, Darlehensfinanzierung, Kilometer- oder Teilamortisation-Leasing. Die von MAN Financial Services branchengerecht zugeschnittenen Leasing- und Finanzierungslösungen erfreuen sich zunehmend großem Zuspruch. Die Verträge sind an die langen Nutzungszeiten von Kommunalfahrzeugen angepasst. Es sind Laufzeiten bis zu 96 Monaten möglich. Alternativ bietet sich über MAN Financial Services Rental die Miete von Kommunalfahrzeugen an.

MAN ProfiDrive – spezifisches Training für Kommunaleinsätze

MAN ProfiDrive bietet theoretische und praxisnahe Schulungen an und unterstützt damit den Fahrer sowie den Unternehmer im sicheren und wirtschaftlichen Betrieb seines Fahrzeuges. Die gesetzlich vorgeschriebene und gemäß Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz BKrFQG zertifizierte Weiterbildung gehört auch zum Angebot. Ein spezielles ProfiDrive-Angebot für kommunale Anwender greift in theoretischen und praktischen Einheiten die Anforderungen im Kommunaleinsatz auf.

Dessen vier Bausteine können einzeln oder kombiniert gebucht werde, ein- oder mehrtägige Trainings sind möglich: Der Bereich Fahrzeugtechnik beschäftigt sich anhand verschiedener Fahrgestelle und Aufbauten zum Beispiel mit Dingen wie Bedieneinrichtungen, Getriebe, Nebenabtriebsfunktionen oder Anfahrhilfen. Im Fahrsicherheitstraining stehen unter anderem Fahrphysik, Assistenzsysteme, Anhänger- oder Anbaugerätebetrieb, hoher Fahrzeugschwerpunkt und das Üben von diversen kritischen Fahrsituationen im Fokus. Beim Offroad-Training lernen die Teilnehmer alles über Allradtechnik, Sperrenmanagement und die Grundfahrregeln im Gelände. Das Thema Ladungssicherung deckt die gesetzlichen Vorgaben ab, ist aber mit Aspekten wie Sicherung der Anbauten oder dem Verhalten spezieller Güter wie Streusalz, Flüssigkeiten usw., ebenfalls auf den kommunalen Bedarf ausgerichtet.

MAN ServiceComplete – Alles aus einer Hand

One-Stop-Shop – ein Termin an einem Servicestandort und das für MAN Fahrzeuge mitsamt Auflieger, Anhänger und Auf- und Anbauten, das ist MAN ServiceComplete. Durch diesen Rundum-Service reduzieren sich Standzeiten und administrativer Aufwand merklich – die Einsatzbereitschaft und Effizienz der Fahrzeuge erhöhen sich.

Das umfangreiche Leistungsangebot, das MAN deutschlandweit anbietet, beinhaltet unter anderem Reparaturen, Gewährleistungs- und Kulanzarbeiten, Inspektionen, Bremsdienst, Reifen- und Klimaanlagenservice sowie die komplette reguläre Wartung. In gewohnter MAN-Qualität und in Kooperation mit renommierten Herstellern von gezogenen Einheiten, Anbaugeräten, Bremssystemen, Ladebordwänden oder auch Kränen. Hierbei kommen bestens ausgebildete Servicetechniker und ausschließlich Originalteile zum Einsatz. Außerdem bietet MAN ServiceComplete auch Termine für alle gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen, wie zum Beispiel Haupt- und Abgasuntersuchung oder Fahrtenschreiber- und Kontrollgeräteprüfung an.

MAN Truck Modification

Um aus dem Fahrgestell, das bei MAN aus der Produktion rollt, ein Fahrzeug für die kommunale Verwendung zu machen, sind oftmals branchenspezifische Anpassungen erforderlich. Am häufigsten handelt es sich um Umbauten an der Kabine, Veränderungen am Chassis oder die Anpassung des Antriebsstrangs. MAN weist zur Erledigung der Kundenwünsche, die sich nicht im Rahmen der Serienfertigung abdecken lassen, mit den Truck Modification Centern eine über 30-jährige Erfahrung auf. Die Vorteile für die Kunden sind, dass sie mit ihrem Verkäufer nur einen Ansprechpartner bei MAN haben. Die Arbeiten erfolgen nach den Dokumentations- und Gewährleistungsrichtlinien, die für MAN-Fahrzeuge gelten. Sie unterliegen der Qualitätssicherung nach DIN EN ISO 9001. Zudem ist das markenspezifische Knowhow über die Fahrzeugtechnik unmittelbar präsent. Jede MAN Niederlassung kann den Service durchführen.

Im Modul Fahrerhäuser stehen die Verlängerung oder Umbauten in Form von Flachdächern, Dacheinschnitten oder Dachschrägen im Vordergrund. Die Verlängerung der C-Kabine wird gerne nachgefragt, um im Innenraum mehr Platz zu schaffen. Das anstelle der Fahrerhausrückwand angesetzte GFK-Formteil bietet einen Raumgewinn von etwa 265 Millimetern. Einige Kommunalbetriebe haben in Hinblick auf beengte Platzverhältnisse in eng geparkten Straßen Schiebetüren bestellt. Eine Möglichkeit, in den längeren Fernfahrerhäusern L, LX und XL mehrere Mitarbeiter mitzunehmen, stellt der Einbau einer Vier-Personen-Sitzbank anstelle der Schlafliege dar. Die Mitfahrer werden durch Dreipunktgurte auf den außen liegenden Sitzplätzen und Beckengurten bei den inneren Sitzen gesichert.

Im Modul Chassis geht es vor allem um Änderungen an den Radständen, Kürzung und Kröpfung von Rahmenüberhängen, Montage zusätzlicher Achsen und gelenkter Hinterachsen oder das Umsetzen und Anpassen von Anbauteilen am Rahmen. Gerade bei Kommunalfahrzeugen bedingen am Rahmen angebaute Aggregate – wie beispielsweise Kehrbesen und Saugschacht bei der Kehrmaschine -, dass die sonst dort montierten Batteriekästen, Kraftstofftanks oder Luftkessel versetzt werden müssen.

Aus dem Angebot des Moduls Antriebsstrang kommen bei Kommunalfahrzeugen oftmals der Austausch des serienmäßigen Getriebes gegen ein Wandler-Automatikgetriebe oder die Anpassung von Nebenabtrieben zur Ausführung.