13
November
2017
|
11:07
Europe/Amsterdam

MAN Agrar-Truck auf der AGRITECHNICA 2017

Zusammenfassung

Der Agrarbereich bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für MAN-Lkw // Ausgestellter MAN TGS 18.500 4x4 BLS ist branchenspezifisch ausgestattet

Im Agrarbetrieb und bei den Lohnunternehmern fallen vielseitige Transportaufgaben an. In der Transportkette zwischen landwirtschaftlichem Betrieb, Feld und Lagerhaus punkten Lastwagen mit ihrer hohen Nutzlast, einem niedrigen Kraftstoffverbrauch und lastwagentypisch hoher Fahrgeschwindigkeit. Dafür ist der MAN TGS als Agrar-Truck mit Allradantrieb, Sattelkupplung, Anhängerkupplung, Anhängebock, Load-Sensing-Hydraulikanlage sowie bodenschonender Agar-Breitbereifung ausgestattet.

MAN-Lastwagen kommen nicht nur zum Einsatz, um auf längeren Strecken das Erntegut wie Getreide zum Landhändler, Silomais zur Biogasanlage, Rüben zur Zuckerfabrik oder Kartoffeln zur Stärkefabrik ab dem Hofgelände oder ab dem Feldrand zu transportieren. Besonders im kombinierten Einsatz zwischen Feld, Straße und weiterverarbeitendem Betrieb kann der MAN Agrar-Truck seine hohe Effizienz unter Beweis stellen. In der Transportkette punktet dieser im Vergleich zu anderen Konzepten mit seiner hohen Nutzlast bei 38 oder 40 Tonnen Zuggesamtgewicht, einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch und einer lastwagentypisch höheren Fahrgeschwindigkeit. Zudem ist die Akzeptanz der gewohnten Sattelzüge durch andere Verkehrsteilnehmer und in der Bevölkerung oftmals höher als die von Traktoren mit voluminösen mehrachsigen Anhängern.

Die Landwirtschaft und ihre öffentliche Wahrnehmung befinden sich seit längerer Zeit im Umbruch. Die zu bestellenden Flächen werden aus wirtschaftlichen Gründen immer größer. Die Transportmengen wachsen an. Die von Agrarbetrieben bewirtschafteten Flächen liegen nicht mehr in unmittelbarer Nähe zum Hofgelände. Die Transportdistanzen zwischen den Einsatzorten nehmen deshalb zu und der Aktionsradius von Lohnunternehmern vergrößert sich. Die Unternehmer achten verstärkt auf die Effizienz und die Total Costs of Ownership (TCO) ihres Fuhrparks, die Bevölkerung auf die Umweltfreundlichkeit in der Transportkette. Die zunehmende Verbreitung von Biogasanlagen sorgt für ein erhöhtes Transportaufkommen zur Anlieferung von Mais-, Gras- und Getreidesilage sowie dem Abtransport von Gärsubstraten über längere Fahrtstrecken. Für den Einsatz in der Landwirtschaft branchengerecht angepasste Lastwagen spielen dabei ihre Stärken vor allem beim Transport aus. Dieses merkt MAN an der steigenden Nachfrage nach darauf angepassten Fahrzeugkonzepten.

In den meisten Fällen sind es Sattelzugmaschinen der Baureihe MAN TGS, die speziell für die Landwirtschaft konstruierte Auflieger ziehen. Es gibt Sattelzugmaschinen und Fahrgestelle mit Hinterradantrieb in normal- und mittelhoher Bauart. Allradangetriebene MAN TGS stehen in hoher Bauart mit zuschaltbarem oder permanentem Vorderradantrieb bereit. Bei permanentem Allradantrieb ist durch das Mitteldifferential ein Ausgleich zwischen Vorder- und Hinterachse möglich, was bei der Kurvenfahrt Flurschäden vermeidet. Die Lösung zwischen Straßen- und Allradantrieb heißt MAN HydroDrive mit dem hydrostatischen Antrieb der Vorderräder für zusätzliche Traktion.

 


 

MAN Agrar-Truck auf der AGRITECHNICA 2017

  • Der Agrarbereich bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für MAN-Lkw
  • Ausgestellter MAN TGS 18.500 4x4 BLS ist branchenspezifisch ausgestattet

Im Agrarbetrieb und bei den Lohnunternehmern fallen vielseitige Transportaufgaben an. In der Transportkette zwischen landwirtschaftlichem Betrieb, Feld und Lagerhaus punkten Lastwagen mit ihrer hohen Nutzlast, einem niedrigen Kraftstoffverbrauch und lastwagentypisch hoher Fahrgeschwindigkeit. Dafür ist der MAN TGS als Agrar-Truck mit Allradantrieb, Sattelkupplung, Anhängerkupplung, Anhängebock, Load-Sensing-Hydraulikanlage sowie bodenschonender Agar-Breitbereifung ausgestattet.

MAN-Lastwagen kommen nicht nur zum Einsatz, um auf längeren Strecken das Erntegut wie Getreide zum Landhändler, Silomais zur Biogasanlage, Rüben zur Zuckerfabrik oder Kartoffeln zur Stärkefabrik ab dem Hofgelände oder ab dem Feldrand zu transportieren. Besonders im kombinierten Einsatz zwischen Feld, Straße und weiterverarbeitendem Betrieb kann der MAN Agrar-Truck seine hohe Effizienz unter Beweis stellen. In der Transportkette punktet dieser im Vergleich zu anderen Konzepten mit seiner hohen Nutzlast bei 38 oder 40 Tonnen Zuggesamtgewicht, einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch und einer lastwagentypisch höheren Fahrgeschwindigkeit. Zudem ist die Akzeptanz der gewohnten Sattelzüge durch andere Verkehrsteilnehmer und in der Bevölkerung oftmals höher als die von Traktoren mit voluminösen mehrachsigen Anhängern.

Die Landwirtschaft und ihre öffentliche Wahrnehmung befinden sich seit längerer Zeit im Umbruch. Die zu bestellenden Flächen werden aus wirtschaftlichen Gründen immer größer. Die Transportmengen wachsen an. Die von Agrarbetrieben bewirtschafteten Flächen liegen nicht mehr in unmittelbarer Nähe zum Hofgelände. Die Transportdistanzen zwischen den Einsatzorten nehmen deshalb zu und der Aktionsradius von Lohnunternehmern vergrößert sich. Die Unternehmer achten verstärkt auf die Effizienz und die Total Costs of Ownership (TCO) ihres Fuhrparks, die Bevölkerung auf die Umweltfreundlichkeit in der Transportkette. Die zunehmende Verbreitung von Biogasanlagen sorgt für ein erhöhtes Transportaufkommen zur Anlieferung von Mais-, Gras- und Getreidesilage sowie dem Abtransport von Gärsubstraten über längere Fahrtstrecken. Für den Einsatz in der Landwirtschaft branchengerecht angepasste Lastwagen spielen dabei ihre Stärken vor allem beim Transport aus. Dieses merkt MAN an der steigenden Nachfrage nach darauf angepassten Fahrzeugkonzepten.

In den meisten Fällen sind es Sattelzugmaschinen der Baureihe MAN TGS, die speziell für die Landwirtschaft konstruierte Auflieger ziehen. Es gibt Sattelzugmaschinen und Fahrgestelle mit Hinterradantrieb in normal- und mittelhoher Bauart. Allradangetriebene MAN TGS stehen in hoher Bauart mit zuschaltbarem oder permanentem Vorderradantrieb bereit. Bei permanentem Allradantrieb ist durch das Mitteldifferential ein Ausgleich zwischen Vorder- und Hinterachse möglich, was bei der Kurvenfahrt Flurschäden vermeidet. Die Lösung zwischen Straßen- und Allradantrieb heißt MAN HydroDrive mit dem hydrostatischen Antrieb der Vorderräder für zusätzliche Traktion.

MAN TGS als Agrar-Truck

Die auf der Weltleitmesse für Landtechnik, der AGRITECHNICA 2017 in Hannover bei MAN Truck & Bus ausgestellte zweiachsige Sattelzugmaschine MAN TGS 18.500 4x4 BLS überzeugt mit ihrer Vielzahl an branchenspezifischen Ausstattungen für die Verwendung in der Landwirtschaft. Eine davon ist die Option der land- oder forstwirtschaftlichen Zulassung. Ihr Vorteil liegt in der zulässigen maximalen Fahrzeugbreite bis 3,0 Metern und der Ausnahme vom Sonntagsfahrverbot.

Der permanente Allradantrieb ist im Agrareinsatz die erste Wahl. Der Weg zu vielen Feldern führt über topografisch herausforderndes Terrain und über nicht asphaltierte, zumeist geschotterte Wege. Ebenso sind auf den Betriebsgeländen nicht alle Zufahrtswege zu Fahrsilos, Güllebehältern oder Siloanlagen befestigt. Für maximale Traktion kann der Fahrer an einem Drehschalter die Differentialsperren in Längs- und dann in Querrichtung einlegen. Der Allradantrieb spielt dann in Verbindung mit der bodenschonenden Agrarbereifung seine Stärken aus, wenn es vom Feldweg ins Grünland oder auf den Acker geht, wo der Häcksler direkt den daneben fahrenden Auflieger befüllt.

Die Bereifung vereint die Ansprüche an die Schonung von Feldwegen und Nutzflächen durch geringen Bodendruck, von Traktion durch ihr V-Profil und von hoher Transportgeschwindigkeit auf befestigter Straße. Bei einer Zulassung als land- oder forstwirtschaftliches Fahrzeug darf die Fahrzeugbreite bis zu 3 Meter betragen, was sich in der Reifenwahl niederschlägt. Soll die lastwagenübliche Breite von 2,50 Metern eingehalten werden, stecken vorne 445/65 Reifen und hinten 600/50er Einzelreifen auf den Achsen. Bei Ausschöpfung der maximal erlaubten Breite rollt der MAN TGS auf 580/65 22,5 vorne und 750/45 26,5er Reifen hinten. Den dafür benötigten großen Radkasten berücksichtigt MAN in Form von angepassten Kotflügelausschnitten, Schmutzfängern und Anbauteilen. Stehen Transportaufgaben über einen längeren Zeitraum an, die auf befestigten Straßen abgewickelt werden, so empfiehlt es sich, die Ackerbereifung gegen verschleiß- und rollwiderstandsärmere und somit wirtschaftlichere Straßenbereifung zu wechseln.

In die MAN-Kabine steigt der Fahrer bei der hohen Fahrzeugbauart bequem über vier Stufen ein. Das Interieur in den Farben „sand“ oder in dem dunkelgrau anmutendem „urban concret“ überzeugt mit bedienfreundlichem Ambiente. Für den Blick auf die Ladung sind Fenster in die Rückwand eingesetzt. Alternativ und oftmals praktikabler lassen sich die Bilder von zwei außen montierten Kameras zur Beobachtung der Ladung und des hinteren Fahrzeugumfeldes auf das 7-Zoll-Display des neuen MAN Infotainment-Systems einspielen. Außen punktet das M-Fahrerhaus mit funktionellem Zubehör: im robusten dreiteilig ausgeführten Stahlstoßfänger schützen Gitter die Scheinwerfer. Ein Aufstieg auf dem linken Kotflügel mit einem langen Handlauf auf dem Dach erleichtern den Blick in die Mulde und den Überstieg zum Auflieger. Zusatzscheinwerfer leuchten das Fahrzeugumfeld aus und Rundumkennleuchten warnen andere Verkehrsteilnehmer. Der Anbau einer Schneepfluganbauplatte mit den dazugehörenden hochgelegten Scheinwerfern und Blinkern bietet dem Unternehmer die Chance, das Fahrzeug auch in der Wintersaison wirtschaftlich einzusetzen. Hinter dem Fahrerhaus ist das Auspuffrohr rechts nach oben gezogen, um die Abgasbelastung im Fahrzeugumfeld zu reduzieren und die Staubaufwirbelung am Boden zu vermeiden.

Der 6-Zylinder-Reihenmotor aus der MAN D26 CommonRail-Motorenbaureihe verfügt über 12,4 Liter Hubraum und leistet in der Euro 6c-Abgaseinstufung 500 PS bei 1400 1/min. Das maximale Drehmoment beträgt 2500 Nm bei 930 – 1400 1/min. Diese Motorenbaureihe hat auch die Leistungsstufen mit 420 PS und 460 PS im Angebot. Gekoppelt ist der Motor mit der automatisierten Schaltung MAN TipMatic 12. Diese bietet mit ihrer SmartShifting-Funktion fahrsituationsabhängig besonders schnelle Gangwechsel, um eine Zugkraftunterbrechung zu minimieren. Die für Allradfahrzeuge angebotene und auf dem Getriebewählschalter mit einer Schalterdrehung zu aktivierende Getriebesoftware „offroad“ ist speziell auf Fahrten im Gelände abgestimmt. Sie vermeidet das Überspringen von Gängen, weist geänderte Schaltzeiten und höhere Schaltdrehzahlen auf, um Zugkraftunterbrechung des Vortriebs zu vermeiden. So sind lastwagentypische Fahrgeschwindigkeiten von maximal 89 km/h selbst bei voller Nutzlast möglich – sofern diese von den Straßenverkehrsvorschriften erlaubt sind. Insbesondere bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten – wie sie beim MAN Agrar-Truck vorherrschen – spielt der verschleißfreie MAN PriTader seine Bremskraft aus. Die maximale Bremsleistung des im Wasserkreislauf integrierten Systems liegt bei 620 kW.

Als branchenspezifische Ausstattung lässt MAN zusätzlich zur Sattelkupplung am Rahmenende einen Anhängebock montieren. Dieser setzt sich aus einer Maulkupplung mit 38 mm-Bolzen und einer Kugelkupplung 80 mm zusammen. Dazu gehören zwei 50 mm-Lenkungskugeln, um landwirtschaftliche Anhänger mit einer Zwangslenkung zu ziehen. Diese Einrichtung ermöglicht, dass der Anhänger bei der Kurvenfahrt sauber der Spur des Zugfahrzeuges folgt. Die eingebaute Load-Sensing-Hydraulikanlage regelt je nach Bedarf die Fördermenge und den Druck. So steht zum einen nur bei Bedarf die volle Hydraulikleistung zur Verfügung, zum andern wird Kraftstoff gespart, weil die Hydraulikpumpe nicht dauerhaft mit voller Leistung arbeiten muss, um das Hydrauliksystem mit hohem Druck zu beaufschlagen.

Alternativ zur zweiachsigen Sattelzugmaschine bietet sich der MAN TGS Agrar-Truck als zwei-, drei- oder vierachsiges Fahrgestell mit einem Antrieb von 4x2 bis 8x8 an zur Montage unterschiedlicher Aufbauten wie Grasladewagen, Abschieber, Kalk- und Düngestreuer oder Güllefässer an. Dieses Fahrzeugkonzept ist dem Sattelzug bei den Geländefahreigenschaften überlegen, ist jedoch in seiner Nutzlast beschränkt sowie in der universellen Einsetzbarkeit und damit in der wirtschaftlichen Ganzjahresnutzung benachteiligt.

Die Umbauten der MAN TGS Sattelzugmaschinen sowie Fahrgestelle für den Einsatz in der Landwirtschaft nehmen von MAN zertifizierte Betriebe vor. Je nach Aufgabe sind das das MAN Truck Modification Center (TMC) sowie von MAN qualifizierte Umbaulieferanten.

MAN TGS Agrar-Truck im Ganzjahreseinsatz

Ein weiterer Vorteil des MAN Agrar-Truck liegt in der Ganzjahresnutzung. Sind Feldbestellung und Erntezeit in der Landwirtschaft abgeschlossen, dann lässt sich die Sattelzugmaschine nach erfolgter Umbereifung und Tausch des Aufliegers im Transportgewerbe – vornehmlich in der Baubranche – sowie als Winterdienstfahrzeug einsetzen. Der MAN TGS bietet dem Unternehmer eine ganzjährige wirtschaftliche Nutzung und Einnahmequelle.

MAN Lastwagen für die Agrarbranche

Lastwagen aus dem MAN Produktprogramm eignen sich für eine Vielzahl an Aufgaben in der Landwirtschaft. Die Baureihen TGL, TGM und TGS transportieren beispielsweise mobile Mahl- und Mischanlagen. Für die Wahl des Fahrgestells geben deren Größe und die erforderliche Nebenabtriebsleistung für das Mahlwerk, die Mischeinrichtung, die Förderschnecken und Förderbänder den Ausschlag. Die Sattelzugmaschinen für Tankauflieger mit flüssigen Abfallstoffen wie Gülle oder Gärsubstraten sowie für Silozüge mit Düngestoffen und Futtermitteln kommen in der Regel aus der MAN TGS-Baureihe. Diese Fahrzeuge bieten die Gewähr für eine effiziente Transportlösung. MAN TGM mit Allradantrieb und bodenschonender Agrarbereifung stellen mit ihrer hohen Nutzlast und raschen Fahrgeschwindigkeit eine Alternative beim Ausbringen von Düngemitten auf befahrbaren und tragfähigen Böden dar. Oftmals besteht der Bedarf, Mitarbeiter mitzunehmen. Die MAN-Fahrerhäuser lassen sich mit drei Sitze ausstatten.

MAN HydroDrive für Traktion bei Bedarf in der Landwirtschaft

Im Jahr 2005 führte MAN das damals weltweit einzigartige Antriebssystem HydroDrive ein. Die zuschaltbaren hydrostatisch angetriebenen Radnabenmotoren in der Vorderachse – beim Vierachser in der zweiten Achse – sind die passende Ausstattung, wenn das Fahrzeug überwiegend auf befestigter Straße bewegt wird und zusätzliche Traktion nur gelegentlich benötigt wird. Das kann der Fall sein, wenn der Transport von der Straße zum Feldrand abbiegt. Dorthin sind Saatgut oder Gülle anzuliefern oder Rüben an der Miete aufzunehmen sowie in Ballen gepresstes Gras oder Stroh abzuholen. Milchsammler müssen oftmals auf geschotterten oder verschneiten Wegen der Landwirtschaftsbetriebe zum Milchtank rangieren.

Zu den bekannten Vorteilen des MAN HydroDrive zählt der Nutzlastvorteil gegenüber einem konventionellen Allradantrieb. Je nach Fahrzeugkonfiguration beträgt der Gewichtsvorteil 500 bis 750 Kilogramm. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht zählt die Kraftstoffersparnis, denn bei abgeschaltetem System drehen sich die Vorderräder frei mit – wie bei einem Straßenfahrzeug. Auch für Fahrzeuge mit normalhoher Bauart bietet MAN optional diese zusätzliche Traktion an. Die niedrige Rahmenhöhe erleichtert dem Fahrer das Ein- und Aussteigen. Das System zeichnet sich durch eine uneingeschränkte Aufbaufreundlichkeit aus, denn alle Bauteile der MAN TipMatic und des MAN HydroDrive liegen unterhalb der Rahmenoberkante.

MAN TGS als Milchsammelfahrzeug

Für Milchsammelfahrzeuge bietet MAN in seiner Baureihe TGS ein branchenspezifisch vorbereitetes dreiachsiges Fahrgestell an. Die gelenkte Nachlaufachse verringert den Wendekreis und bietet somit bessere Rangierbarkeit in eng bebauten Ortschaften und landwirtschaftlichen Hofstellen. Die Vollluftfederung empfiehlt sich für hohen Federungskomfort und den schonenden Transport der empfindlichen Ladung. Damit Platz für den rechts am Rahmen montierten Armaturenschrank entsteht, verlegt MAN die bei Euro 6 sonst dort befestigten Aggregate. Somit finden links Abgasschalldämpfer, Batteriekasten und Kraftstofftank ihren Platz. Den Aufbauherstellern steht so ein Freiraum von 2,5 bis 3,1 Meter Länge für ihre Installationen zur Verfügung. Zur Sicherheit und Verbesserung der Fahreigenschaften von Tankfahrzeugen bietet MAN ein Hochlastwankstabilisierungspaket bestehend aus Stabilisator und X-Lenker an.

MAN TGS und TGX als Tiertransporter

Um Tiertransporte schonend und zügig durchzuführen, bieten sich die MAN Fahrgestelle der Baureihe TGS und TGX an. Dreiachser mit gelenkter Nachlaufachse vereinen Ladelänge und Wendigkeit. Die Luftfederung an den Achsen schont die empfindliche Ladung. Die mehrstöckige Unterbringung der Tiere führt zu einer hohen Schwerpunktlage des Aufbaus. Zur Minderung von Wankbewegungen des Aufbaus bietet MAN ein Hochlastwankstabilisierungspaket mit Stabilisatoren und X-Lenker zur Führung der Hinterachse an.

Die Baureihe MAN TGX bietet wirtschaftliche und zugstarke Motoren von 360 PS bis 640 PS. Insbesondere bei Transporten in anspruchsvoller Topographie oder über längere Strecken werden Motorleistungen über 500 PS abgefragt, um die Transporte zügig durchzuführen. Die 6-Zylinder-Reihenmotore der Baureihe D38 CommonRail leisten 540 PS, 580 PS und 640 PS. Diese sind exklusiv der Baureihe MAN TGX vorbehalten. In den etwas schmaler gebauten Fahrerhäusern der MAN TGS-Baureihe beginnt das Leistungsangebot bei 320 PS und reicht bis 500 PS.

Die Ladestellen auf den landwirtschaftlichen Betrieben oder auf einer Weide sind nicht immer über asphaltierte Straßen erreichbar. Zusätzlich können schneebedeckte Straßen im Winter die Zufahrt behindern. In diesen Fällen sorgt MAN HydroDrive, das in der MAN-Baureihen TGS und TGX verbaut wird, für zusätzliche Traktion. Der in der Vorderachse eingebaute hydrostatische Antrieb lässt sich sowohl mit der automatisierten Schaltung TipMatic als auch mit manuellen Schaltgetrieben kombinieren.

Technische Daten des Ausstellungsfahrzeuges auf der AGRITECHNICA 2017

  
TypLandwirtschaftliche Sattelzugmaschine mit permanentem AllradantriebMAN TGS 18.500 4x4 BLS
Radstand3900 mm
FederungVorderachse Blattfederung 9,5 tHinterachse Luftfederung 13,0 t
BauhöheHohe Bauart
FahrerhausM mit 2 Sitzplätzen und Bauaufstieg
Motor6-Zylinder-Reihenmotor D26 CommonRail Abgasnorm Euro 6c
Hubraum12.419 ccm
Leistung500 PS (368 kW) bei 1800 1/min
Drehmoment2500 Nm bei 930 – 1400 1/min
GetriebeMAN TipMatic 12 28 OD mit Schaltsoftware Offroad
HinterachseAußenplanetenachse
Achsübersetzungi = 4,00
Geschwindigkeit1,5 – 89 km/h
Zulässige Achslasten bei Agrarbereifungvorne 9000 kg / hinten 10.000 kg
Zulässiges Gesamtgewicht18.000 kg
Zulässiges Zuggesamtgewicht40.000 kg (technisch 44.000 kg)
BereifungVorderachse 445/65 R 22,5Hinterachse 600/50 R 22,5
LackierungFahrerhaus MAN-grün M107Felgen HellelfenbeinweißRahmen Graphitschwarz RAL 9011
Branchengerechte AgrarausstattungUmrüstung auf AgrarbereifungAnhängerkupplungsbock am Rahmenende mit LenkungskugelnLoad-Sensing-HydraulikanlageRückfahrkameraEdelstahldachbügel mit 4 Arbeitsscheinwerfern

 

Von 3 bis 41 Tonnen – MAN als Fullrange-Anbieter

  • Neu: MAN TGE als Transporter von 3 bis 5,5 Tonnen

  • Bewährt: MAN Baureihen TGL, TGM, TGS und TGX ab 7,5 bis 41 Tonnen

  • außerhalb Europas: MAN Baureihen TGS WW und CLA

Mit dem neuen MAN TGE erweitert das Münchner Traditionsunternehmen sein Angebot zum Fullrange Anbieter. Seit April 2017 führt MAN den leichten Transporter mit dem Löwen im Kühlergrill sukzessive in verschiedene europäische Märkte ein. Das mittlere Tonnagesegment von 7,5 bis 18 Tonnen belegen die beiden Baureihen MAN TGL und TGM. Diese erhalten neue Motoren aus der D08 SCR-Motorengeneration. In der Gewichtsklasse über 18 Tonnen sind die MAN Baureihen TGS und TGX angesiedelt. Bei beiden profitieren die Fahrer von der neuen Innenraumgestaltung in den voluminösen Kabinen, die zum Jahresbeginn 2018 in die Produktion einfließen wird – genauso wie auch bei den kürzeren Fahrerhäusern von TGL und TGM.

MAN TGE – der MAN unter den Transportern

Mit geschlossenen Kastenwagen, verglasten Kombi und Fahrgestellen bietet MAN ein vielfältiges Angebot an Karosserieformen. Es stehen zwei Radstände, drei Überhänge und drei Dachhöhen zur Wahl. Für die Fahrgestelle gibt es Einzel- und Doppelkabinen. Bei entsprechender Konfiguration ergibt sich eine maximale Nutzlast von 1,5 Tonnen beim 3,5-Tonner und bei dem Kastenwagen ein maximales Laderaumvolumen von 18,4 Kubikmeter. Der Einstieg in die Baureihe MAN TGE beginnt bei 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Das obere Ende der Gewichtsklasse liegt bei 5,5 Tonen. Die Wahl des Antriebs fördert die Variantenvielfalt. In Abhängigkeit des zulässigen Gesamtgewichts sind Front- und Heckantrieb sowie Allradantrieb möglich. Die Kardanwelle treibt eine Hinterachse an, die sowohl einzel- als auch zwillingsbereift sein kann. Bei der Entwicklung der Motoren standen Sparsamkeit und Robustheit im Fokus. Der 1968 cm³ große 4-Zylinder-Dieselmotor kommt in vier Leistungsstufen von 102 PS bis 177 PS auf den Markt.

MAN TGL und TGM – stark im Verteiler- und Kommunalverkehr

Die MAN Baureihe TGL beginnt bei 7,5 Tonnen und endet bei 12 Tonnen. Sie steht nur mit Straßenantrieb zur Verfügung. Daran schließt sich von 12 bis 18 Tonnen die Baureihe TGM an. Gemeinsam ist beiden Baureihen das Kabinenprogramm mit C, L und LX sowie der auf demselben Fertigungsband gebauten Doppelkabine mit maximal sieben Sitzplätzen. Bei TGL und TGM kommt die neue, 2017 vorgestellte D08SCR-Motorenbaureihe zum Einbau. Diese umfasst beim TGL drei Vierzylinder-Motoren mit 160 PS, 190 PS und 230 PS sowie einen Sechszylinder-Motor mit 250 PS. Dieser stellt wiederum beim TGM die Einstiegsmotorisierung dar und wird durch die beiden Leistungsstärken 290 PS und 320 PS ergänzt. Der MAN TGM ist wahlweise mit Allradantrieb erhältlich, wobei MAN bei der Allradversion des 13-Tonners eine Luftfederung an der Hinterachse verbaut. Damit findet der MAN TGM 4x4 viele Freunde im Baugewerbe sowie in Kommunalbetrieben und bei Feuerwehren. Eine breite Aufgabenpalette bedienen MAN TGL und TGM im Verteilerverkehr. Hierzu gehören auch die Getränketransporter, für die MAN eine dreiachsige Variante des MAN TGM mit gelenkter Nachlaufachse im Angebot führt.

MAN TGS – erste Wahl für Traktionsaufgaben

Die Baureihe TGS, die die größte Variantenvielfalt im MAN-Produktkatalog bietet, beginnt bei 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Zur Wahl stehen die drei Kabinengrößen M, L und LX. Zwei, drei oder vier Achsen, die mit Vorlauf- oder Nachlaufachsen kombiniert werden können, legen die Basis für die Wahl des für die Transportaufgabe oder den branchenspezifischen Aufbau best geeigneten Fahrgestells. Blatt/Blatt-, Blatt/Luft- und Vollluftfederung stehen genauso zur Wahl wie Straßenantrieb, zuschaltbarer oder permanenter Allradanrieb. Hinzu kommt das von MAN im Jahr 2005 als damals weltweit einzigartig eingeführtes Antriebssystem HydroDrive. Hydrostatisch angetriebene Radnabenmotoren in der Vorderachse – beim Vierachser in der zweiten Vorderachse – sorgen bei Bedarf für zusätzliche Traktion. Die Leistung der 6-Zylinder-Reihenmotore startet bei 320 PS, geht über 360 PS, 420 PS und 460 PS bis 500 PS in der Euro 6-Abgaseinstufung. Die allermeisten Kunden wählen die automatisierte Schaltung MAN TipMatic. Bei Allradfahrzeugen ergänzt MAN das Fahrprogramm um das auf Traktion im Gelände ausgelegtes Offroad-Schaltprogramm. Die Vielfalt der Branchen, in denen MAN TGS laufen, ist äußerst vielfältig. Hierzu gehören der schwere Nah- und Verteilerverkehr, Tank- und Silospedition, Bau, Kommunal, Feuerwehr sowie Land- und Forstwirtschaft.

MAN TGX – im Fernverkehr zu Hause

Die meisten MAN TGX rollen als Sattelzugmaschinen oder Wechselbrückenzüge über die Fernstraßen. Die der Baureihe eigenen breiten und geräumigen Fahrerhäuser der Größen XL, XLX und XXL bieten dem Fahrer höchsten Komfort. Im Modelljahr 2018 umfasst die neue Innenraumgestaltung nicht nur den Fahrerarbeitsplatz sondern auch den Wohnbereich. Einen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr leistet MAN, indem der Notbremsassistent EVA nicht abschaltbar ist. Die Baureihe deckt die Tonnageklasse ab 18 Tonnen ab. Die Palette der Motorleistungen beginnt bei 360 PS und endet bei 640 PS. Diese stellen 6-Zylinder-Reihenmotore der drei Baureihen D20 mit 10,5 Liter Hubraum, D26 mit 12,4 Liter Hubraum sowie D38 mit 15,2 Liter Hubraum bereit. Durchgesetzt hat sich die automatisierten Schaltung MAN TipMatic. Ihr Einsatz verspricht in Kombination mit Funktionen wie EfficientCruise und EfficientRoll dem Unternehmer höchste Effizienz bei der Durchführung seiner Transportaufgabe. Das Top of the Range Produkt aus der MAN TGX-Baureihe stellt die vierachsige Schwerlastsattelzugmaschine mit 640 PS und einem maximalen Zuggesamtgewicht von 250 Tonnen dar.

MAN TGS WW und CLA – Robuste Fahrzeuge für Asien, Afrika und Lateinamerika

Mit zwei Baureihen bedient MAN unterschiedliche Märkte in Asien, Afrika und Lateinamerika. Zum einen der MAN TGS in der World-Wide-Ausführung, die sich durch Robustheit auszeichnet. Diesen gibt es von zwei bis vier Achsen mit Straßen- und Allradantrieb. Die Leistungspalette der 6-Zylinder-Reihenmotore reicht je nach marktspezifischer Konfiguration und den vorgeschriebenen Euro-Stufen der Abgasreinigung 2 bis 5 von 320 PS bis 540 PS. Damit steht der MAN TGS für die große Aufgabenvielfalt vom Fernverkehr bis hin zu harten Baustelleneinsatz zur Verfügung. Gleiches gilt für die in Indien gefertigte Baureihe MAN CLA Evolution. Von der zweiachsigen Sattelzugmaschine bis zum vierachsigen Fahrgestell und dem vierachsigen 8x4-Muldenkipper im Bergbau mit 37 Tonnen reicht die Produktpalette. Deren 6-Zylindermotore sind auf die landesspezifischen Abgasreglemente von Euro 2 bis Euro 4 zwischen 220 PS und 300 PS ausgelegt. Zur Wahl stehen die kurze Day Cab und das Fernfahrerhaus Long Cab.