15
März
2018
|
14:29
Europe/Amsterdam

MAN BusDays: Innovation meets Perfection

Zusammenfassung

Am 15. und 16. März 2018 lädt MAN Truck & Bus zur Hausmesse in die MAN Foren in München. Gezeigt wird das komplette Fahrzeugportfolio inklusive des neue MAN Lion’s City, aber auch das breite Spektrum an Dienstleistungen des Nutzfahrzeugherstellers.

  • Weltpremiere des neuen MAN Lion’s City
  • Testfahrten des gesamten Busportfolios von MAN und NEOPLAN
  • Ausstellung und Vorträge zu den MAN Dienstleistungsangeboten sowie MAN Transport Solutions

 

Bis zu 1.500 Besucher aus aller Welt, Kunden ebenso wie Fahrer und Fans, erwartet MAN Truck & Bus zu seiner diesjährigen Hausmesse, den MAN BusDays. Am 15. Und 16. März 2018 bekommen sie die Gelegenheit, das komplette Fahrzeugprogramm der Marken MAN und NEOPLAN anzuschauen und auch probezufahren. Ein besonderes Highlight stellt dabei natürlich die Weltpremiere des neuen MAN Lion’s City dar. Aber auch der gezeigte NEOPLAN Cityliner kann sich bewundernder Blicke sicher sein: Außen ziert ihn eine auffällige Beklebung als Fortsetzung des Projekts „Moving Art“ der Berliner Künstlergruppe Klebebande. Und im Inneren empfängt ein luxuriöser Ausbau durch das MAN Bus Modification Center die Besucher. In der geräumigen Hecklounge fühlt sich jeder Fahrgast wie ein VIP. Für angemessene Verpflegung lässt sich in der Küche mit Heißluftofen, Kühlschrank, Spülmaschine und Warmhaltebox sorgen.

Abgerundet wird das Tagesprogramm durch Expertenvorträge. Neben den Produkten kommen dabei auch die umfangreichen Services des Nutzfahrzeugherstellers zur Sprache wie Wartungsmanagement, Reparaturservice, Original-Teile und Zubehör sowie Finanzdienstleistungen. Die Verbesserung von Sicherheit und Effizienz verspricht beispielsweise der MAN eigene Schulungsanbieter MAN ProfiDrive® durch seine praxisorientierten Fahrertrainings. Im Bereich der Personenbeförderung stehen hierbei besonders die sicherheitstechnischen Aspekte und deren Verbesserung im Mittelpunkt. Bei Optimierung der Wirtschaftlichkeit des Fahrens heißt das Ziel Kraftstoffeinsparung bis zu 10 % durch die intelligente Kombination aus fahrerischem Können, vorausschauendem Zeitmanagement und ökonomischer Streckenplanung. Das den MAN eigenen Schulungsanbieter MAN ProfiDrive®.

Einen eigenen Ausstellungsbereich widmet MAN den Herausforderungen beim Umstieg auf alternative Antriebe. Die Experten des Beratungsteams MAN Transport Solutions beantworten hier alle Fragen rund um den Weg von „Low Emission“ zu „No Emission“. Die qualifizierten Berater können durch ihren Erfahrungsschatz neben dem Fahrzeug auch Fragen rund um die Infrastruktur und den Energiebedarf sowie Wartungskonzepte und die Flottenauslegung abdecken.

 

 

MAN Lion‘s City: Maßstäbe setzen auf der Linie

Mit der neuen Generation des MAN Lion’s City hält ein komplett neu entwickelter Stadtbus Einzug in den Innenstädten. Zahlreiche technische Neuerungen verbinden sich dabei mit der neuen MAN Bus-Designsprache.

  • Die komplett neu entwickelte MAN Stadtbusgeneration verbindet einen klaren Fokus auf Effizienz, Komfort und Ergonomie mit der neuen MAN Bus-Designsprache
  • Neuer D15 Motor senkt in Verbindung mit dem neuen MAN Efficient Hybrid und der Gewichtsersparnis den Verbrauch um bis zu 16 Prozent
  • Einzelradaufhängung und neue Stoßdämpfertechnologie in Serie
  • Hauptscheinwerfer und Rücklichter erstmals in Voll-LED verfügbar
  • Neues Sitzkonzept, neue Haltestangen, neues Colour & Trim werten den Innenraum auf
  • Mehr Ergonomie und Sicherheit für den Fahrer

Im Rahmen der Hausmesse BusDays feiert der neue MAN Lion’s City seine Weltpremiere. Mit einem klaren Fokus auf Wirtschaftlichkeit, Fahrkomfort, Technologie und Design haben sich die Entwickler hierbei vorgenommen, für alle Komponenten neue Maßstäbe zu setzen. Beispiele hierfür sind der komplett neue Antriebsstrang mit dem MAN EfficientHybrid, die Einzelradaufhängung an der Vorderachse, die Lichtfunktionen in LED oder der neue modulare Innenraum. Denn der neue MAN Lion’s City ist 18 Jahre nach der Vorstellung seines Vorgängers der Beginn einer neuen Ära. Daher erfüllt er auch bereits alle jetzigen und absehbar kommenden rechtlichen Normen.

Von außen spricht der neue Stadtbus unverkennbar die neue MAN Bus-Designsprache. Ins Auge sticht dabei – neben den markanten Scheinwerfern mit LED-Band als Tagfahrlicht und der typischen schwarzen MAN Bugblende mit Chromspange – die heruntergezogene Glas-Seitenlinie. Sie verleiht dem Fahrzeug nicht nur Dynamik, sondern trägt als Teil einer segmentierten Beplankung auch zur Verbesserung der Life Cycle Costs (LCC) bei. Auch das Heck wird in der modernen Smartphone-Optik beim neuen MAN Lion’s City ebenso wie bereits beim neuen MAN Lion’s Coach zum unverwechselbaren Kennzeichen. Zudem ermöglicht es eine perfekte Zugänglichkeit zu den diversen Komponenten.

Noch wirtschaftlicher durch neuen D15 Motor, MAN EfficientHybrid mit Stopp-Start-System und weniger Gewicht

Die verwendeten neuen Materialien und Fertigungsverfahren lassen den neuen Stadtbus aber nicht nur gut aussehen, sondern machen ihn vor allem auch leichter, robuster und erhöhen zudem noch den Bedienkomfort beispielsweise an Service- und Motorraumklappen. Rund 1.130 kg hat beispielsweise der neue MAN Lion’s City in der 12-Meter-Variante ausstattungsbereinigt gegenüber seinem Vorgänger mit D20-Motor abgespeckt, was sich natürlich auch beim Verbrauch bemerkbar macht. Hierfür kommt unter anderem eine neu konstruierte Motorraumklappe zum Einsatz, die ohne Stahlrahmen auskommt, sowie eine dünnere Heckscheibe und eine gewichtsoptimierte Seitenwandverkleidung aus naturfaserverstärktem Polypropylen.

Einen weiteren Beitrag zur Wirtschaftlichkeit leistet der neue, leichtere Motor D1556 LOH, der bereits den ab 1. September 2019 geltende Abgasstandard Euro 6d erfüllt. Als Neuerung findet hierbei nur noch die SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) Anwendung in Verbindung mit dem Filtersystem MAN CRT (Continuously Regenerating Trap), auf Abgasrückführung kann verzichtet werden. Den hocheffizienten 9-Liter-Motor gibt es in den Leistungsstufen 280, 330 und 360 PS, sodass er ideal die typischen Einsatzfelder von Stadtbussen abdeckt.

Optional lässt sich der neue D15 Motor mit dem Modul MAN EfficientHybrid ergänzen, einem System, das erheblich zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen um bis zu 16% beiträgt. Darüber hinaus sorgt die serienmäßige Start-Stopp-Funktion des MAN EfficientHybrid für flüsterleise Stoppphasen an Haltestellen und Ampeln. Kernstück des Systems ist der Kurbelwellen-Starter-Generator, eine Elektromaschine, die während des Bremsens mechanische in elektrische Energie umwandelt. Die rekuperierte Energie wird dabei in einem UltraCap-Modul auf dem Fahrzeugdach gespeichert, das verglichen mit einer Batterie ähnlicher Kapazität deutlich leichter und kompakter ist. Die im UltraCap gespeicherte Energie stellt die Bordnetzversorgung unabhängig vom Antrieb sicher, was nicht nur den Dieselmotor entlastet, sondern auch das Abstellen des Motors während des Fahrzeugstillstands ermöglicht. Durch die Umkehrung der Funktionsweise des Kurbelwellen-Starter-Generators kann der MAN D15 Motor innerhalb weniger Augenblicke wieder gestartet und bei der anschließenden Beschleunigung mit der Boost-Funktion unterstützt werden.

Neuheiten auch bei Einzelradaufhängung, PCV-Dämpfern und Türen

Als erster Stadtbus von MAN verfügt der neue Lion’s City nun über Einzelradaufhängung. Dadurch übertragen sich beim Abrollen eines Rads über Fahrbahnunebenheiten die Bewegungen von Rad und Radträger nur noch geringfügig auf die gegenüberliegende Seite. Insgesamt ist eine weicher ausgelegte Dämpfung möglich, da geringere ungefederte Massen wirken.

Bei den Stoßdämpfern lösen die neuen PCV-Dämpfer (Premium Comfort Valve) die bisherige Dämpfertechnologie als Serienlösung ab. Diese rein hydraulischen Schwingungsdämpfer ermöglichen eine optimale Fahrwerksabstimmung hinsichtlich Fahrkomfort und Fahrzeugstabilität in den typischen Einsatzbereichen wie Anfahren, Überfahren von langen Bodenwellen oder kurzen Hindernissen. Dank eines neuen Ölführungskonzepts stehen dabei deutlich mehr Parameter zur Verfügung, sodass eine spezifische Abstimmung für jede Achsvariante möglich ist, was wiederum zu einem deutlich komfortableren Fahrverhalten führt.

Auch bei den Türen hat MAN mit der neuen Stadtbusgeneration weitere Verbesserungen vorgenommen. Sie stammen weiterhin aus dem MAN-eigenen Türportfolio, fallen aber 10 cm breiter aus und überzeugen mit einem harmonischen, schnelleren und direkten Türlauf. Zur Auswahl stehen pneumatische Außen- und Innenschwenktüren sowie elektrohydraulisch angetriebene Innenschwenk- und Schwenkschiebetüren. Zum Einsatz kommen bewährte Komponenten, im Betrieb sind keine Abschmierungen und Justiervorgänge erforderlich. Das alles macht die Türen gewohnt zuverlässig. Durch Verwendung des modularen Baukastens ist eine kostengünstige Ersatzteilversorgung und hohe Verfügbarkeit garantiert, dies wiederum kommt den LCC zugute.

Alle Lichtfunktionen in LED verfügbar

Ein Beispiel für den Anspruch, mit dem neuen MAN Lion’s City Maßstäbe setzen zu wollen, liefern die Scheinwerfer an Front und Heck. Nicht nur beim Tagfahrlicht setzt MAN hier auf LED. Die Hauptscheinwerfer sind erstmals in Voll-LED verfügbar und bilden zusammen mit den LED-Heckleuchten einen Teil der Serienausstattung. Die LED-Lampen in allen Lichtfunktionen unterstreichen nicht nur als besondere Lichtsignatur das charakteristische Design des neuen MAN Lion’s City sondern leisten auch einen Beitrag zur Sicherheit und zur Senkung der Betriebskosten. Das Leuchtmittel überzeugt neben der hohen Energieeffizienz mit einer langen Lebensdauer von bis zu 10.000 Betriebsstunden sowie einer hohen Ausfallsicherheit, wodurch teure Lampenwechsel entfallen. Gleichzeitig verbessert sich die Sicht: Abblend- und Fernlicht leuchten mit LED-Lampen um etwa 50 % heller als mit Halogenlampen. Zudem werden mit dem LED-Licht eine breitere Verteilung und zugleich eine deutlich größere Reichweite des Lichts erreicht.

Auch im Innenraum kommt die moderne Lichttechnologie zum Einsatz. Eine indirekte und auf Wunsch durchgehende LED-Beleuchtung in warmweiß sowie optional farbiges Ambientelicht verleihen ein gleichmäßiges, modernes, dynamisches Lichtdesign. Das besondere Augenmerk der Ingenieure galt dabei der reflektionsfreien Gestaltung, um die Blendwirkung am Fahrerarbeitsplatz auf ein Minimum zu reduzieren.

Neues Sitzkonzept für Flexibilität und leichte Reinigung

Das unterstreicht den hellen, freundlichen und optisch aufgeräumten Eindruck des neuen Colour & Trim-Konzepts im Interieur. Dabei sind die hellen und dunklen Farben bewusst so gewählt, dass Funktionsbereiche entsprechend funktional unterstützt werden. Gleichzeitig schafft das neue Sitzkonzept mit optimierten Sitzabständen und der Befestigung der Sitze an Seitenschienen nicht nur mehr Platz sondern erleichtert auch die Reinigung. Hierbei wird ein standardisiertes Sitzgestell über zwei Schienen an der Seitenwand befestigt. Darauf können mithilfe von Adaptern beliebige Sitzschalen einfach und flexibel montiert werden. Auch wer steht, muss nicht auf Komfort und Sicherheit verzichten: Die neuen Deckenhaltestangen mit ovalem Griffprofil bieten einen ergonomischeren Halt.

Ergonomie, Komfort und Sicherheit für den Fahrer

Auch der Fahrer findet im neuen MAN Lion’s City einen überarbeiteten und dabei optimierten Platz vor, der sich mit der elegant geschwungenen Kabinentür perfekt in das Designkonzept einfügt. Mit dem Fokus auf Ergonomie, Komfort und Sicherheit wurde unter anderem die Bedienfreundlichkeit durch die Anordnung der Schalter und Instrumente erhöht. Die Bedienelemente sind nun in drei Zonen nach Häufigkeit der Nutzung angeordnet, ein optionaler Zusatzinstrumententräger rechts ermöglicht die Aufnahme zusätzlicher DIN-Geräte oder Überwachungsmonitore. Getränkehalter und USB-Anschluss befinden sich im seitlichen Bedienfeld, zusätzliche Ablagemöglichkeiten bieten zum Beispiel ein abschließbares Fahrertaschenfach oder ein Zeitungsnetz.

Für mehr Ergonomie durch eine optimale Sitzposition lässt sich der Fahrersitz nun horizontal weiter verstellen. Der Instrumententräger bewegt sich synchron mit der Bewegung des Lenkrads. Für beste Erkennbarkeit sorgt zudem das serienmäßig verbaute hochauflösende 4-Zoll-Farbdisplay. Ein weiteres Plus an Sicherheit verspricht die erhöhte Sitzposition des Fahrers sowie die nach vorne öffnende Fahrerkabinentür. Eine modulare Scheibe auf der Fahrertür, die bis zur Windschutzscheibe verlängert werden kann, kann zusätzlich Sicherheit gegen Übergriffe bieten.

Gefertigt wird die neue Stadtbusgeneration ab August 2018 ebenfalls im MAN Werk in Starachowice/Polen.

 

 

MAN D15: DER Motor für alle Stadtbusse

Mit dem neuen D1556 LOH setzt MAN künftig ausschließlich auf SCR-Technologie zur Erreichung der Abgasnorm Euro 6d. Der neue 9-Liter-Motor überzeugt durch einen geringen Verbrauch und große Belastbarkeit.

  • MAN erfüllt mit dem neuen D15 Motor bereits heute die Abgasnorm Euro 6d
  • Zahlreiche Maßnahmen erhöhen die Effizienz und Langlebigkeit des Motors
  • Optional ergänzt um den neuen MAN EfficientHybrid

Für den mittleren Leistungsbereich stellt ein 9-Liter-Motor die ideale Hubraumgröße (9037 ccm) dar. Eine Lücke bisher im MAN Motorenprogramm, die nun mit dem neuen D15 geschlossen wird. Der stehend verbaute Motor leistet von 280 bis 360 PS (206 – 265 kW) und erfüllt dabei bereits den Abgasstandard Euro 6d. Als technische Neuerung kommt hierbei nun ausschließlich die SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) zum Einsatz, auf Abgasrückführung kann verzichtet werden. In Verbindung mit dem selbstregenerierenden Filtersystem MAN CRT (Continously Regenerating Trap) werden NOx-Emissionen nahezu komplett entfernt.

Für diese rein innermotorische Lösung wurden die Bauteile, die die Gemischbildung beeinflussen, speziell auf dieses Betriebsverfahren angepasst. Im Rahmen des neuen Common-Rail-Einspritzsystems kann der Turbolader wirkungsgradoptimiert ausgelegt werden. Dazu gehört beispielsweise, dass die Entwickler bei MAN durch unter anderem Gestaltung der Düsen und die Brennraumgeometrie eine optimale Kraftstoffverwirbelung erreichen. Zu den weiteren Neuerungen im Motor zählen unter anderem auch neue Stahlkolben und Wölbventile, die einen Einspritzdruck von bis zu 2.500 bar bzw. einen Zünddruck bis zu 230 bar zulassen. Die gewölbte Ventiltellerform reduziert beim Öffnen und Schließen der Ventile die Gleitbewegung und damit den Verschleiß zwischen Ventil und Sitzring im Zylinderkopf auf Null. Wölbventile ebenso wie Stahlkolben haben sich in den MAN Motoren der Reihe D38 bewährt und überzeugen durch eine hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit.

Zu den neuen Common-Rail-Komponenten zählt weiterhin ein neues Druckregelventil (PRV, Pressure Relief Valve). Dieses mechatronisch betätigte Ventil stellt den Einspritzdruck in der gemeinsamen Hochdruck-Verteilerleiste abhängig vom Betriebszustand sicher. Im Normalbetrieb ist das PRV stromlos und durch mechanische Federkraft geschlossen, damit in der Verteilerleiste der volle Druck an allen Einspritzdüsen zur Verfügung steht. Im dynamischen Betrieb, beim Schalten oder Motorstopp, öffnet das PRV mithilfe eines Elektromagneten. Dadurch wird Kraftstoff aus der Verteilerleiste in die Kraftstoffrücklaufleitung abgelassen und so der Druck in der Verteilerleiste auf das gewünschte Niveau reduziert.

D1556 LOH: Leicht, leise, sauber

Die positive Folge des hohen Einspritzdrucks ist die feinste Zerstäubung des Kraftstoffs und dadurch effiziente Verbrennung, was sich an den sehr günstigen Verbrauchswerten ebenso zeigt wie bei den niedrigen Abgasemissionen. Zudem wirkt sich die hohe Verdichtung auch positiv auf das Kaltstartverhalten aus. Gleichzeitig ermöglichen die höheren Mitteldrücke, den D15 besser thermodynamisch auszulasten. Das trägt zu einer besseren Gesamtbilanz bei, da mehr Energie in Vortrieb und weniger in Wärme umgewandelt wird.

Allerdings erfordert die Abgasnachbehandlung mit SCR-Technologie eine hohe Abgastemperatur. Um diese auch im Teillastbetrieb, zum Beispiel bei einfacher Topographie oder geringer Fahrzeugauslastung, konstant hoch halten zu können, verfügt der D15 über eine zusätzliche Ladeluftdrosselklappe vor dem Motor. Diese beschleunigt den Warmlauf des Motors und sorgt so dafür, dass die benötigte Abgastemperatur schneller erreicht wird. Die regelbare Ladeluftklappe unterstützt so zusammen mit der Abgasstauklappe nach dem Motor das Temperaturmanagement für eine optimale Arbeit der Abgasanlage.

In den neuen Stadtbussen von MAN ersetzt der D1556 LOH den bisher verbauten D2066 LUH. Ebenso wie der D20 zeichnet sich auch der neue Motor durch ein sehr gutes dynamisches Fahrverhalten bedingt durch die optimale Turbolader-Konfiguration aus, das allerdings bei einem geringeren Gewicht und einem besseren Wirkungsgrad. Ersteres trägt zu einer besseren Achslastverteilung bei, indem die Hinterachse entlastet wird. Das ist gerade bei großem Überhang und viel Stehfläche ein wichtiger Punkt, da sich hierdurch die Nutzlast erhöht. Zudem trägt ein niedrigeres Gewicht auch zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch bei.

Erreicht wurde die Gewichtseinsparung unter anderem durch eine konsequente Optimierung der einzelnen Bauteile. Hierfür wurden bereits während der Entwicklung moderne Simulationsverfahren angewendet. Dadurch konnte trotz reduziertem Bauteilgewicht in vielen Fällen eine hinsichtlich der Belastung optimale Struktur gefunden werden, die zudem eine gesteigerte Lebensdauer dieser Bauteile gewährleistet. Auch die Fertigung in Aluminium statt Stahl oder Eisen, beispielsweise beim Träger für den Klimakompressor, und die direkte Montage von Anbaueilen auf den Motorblock spart Gewicht. In Folge all dieser Maßnahmen verbessert sich das Leistungsgewicht des D1556 LOH auf 2,5 kg/PS (3,4 kg /kW).

Neue Fertigungsverfahren und -materialien tragen einerseits zur Gewichtsreduktion bei, andererseits zu einer verbesserten Akustik. So sind zum Beispiel Bauteile mit großen Abstrahlflächen wie die Zylinderkopfhaube in Kunststoff-strukturversteiften Geometrien ausgeführt. Das dämpft wirksam die Geräuschemissionen zum Beispiel aus der Ventilsteuerung des Zylinderkopfes. Außerdem kommen bei Geradhochverzahnungen, beispielsweise vom Kurbeltrieb zur Nockenwelle, kleinere Module zum Einsatz. Dadurch sind immer etwas mehr Zähne im Eingriff, was neben dem Gewichtsvorteil auch leichte akustische Vorteile bringt und vor allem nahezu verschleiß- und wartungsfrei arbeitet.

Besonders leistungsfähig

Durch diese „Fastenkur“ hat der D15 aber nichts von der Leistungsfähigkeit gegenüber den bisherigen Motoren eingebüßt. Im Gegenteil: Das maximale Drehmoment wird bereits bei niedrigen Drehzahlen erreicht. Konkret bedeutet dies ein maximales Drehmoment von 1200 Nm bei 800 – 1600 U/min bei dem 280PS Motor, von 1400 Nm bei 900 – 1600 U/min bei der 330-PS-Variante sowie von 1600 Nm bei 900 – 1550 U/min bei der stärksten Motorisierung mit 360 PS.

Der neue einstufige Turbolader nutzt im Unterschied zu einem vergleichbaren Motor mit Abgasrückführung die gesamte Abgasmasse zur Effizienzsteigerung. Die Folge sind eine optimale Leistungsentfaltung und ein sehr gutes Ansprechverhalten des Motors – bei gleichzeitig günstigem Verbrauch. In den Leistungsstufen 280 bis 360 PS ist der Motor mit einem Wastegate ausgestattet, das bei Bedarf einen Teil der Abgase am Turbolader vorbei leitet, damit dieser bei größerer Motordrehzahl nicht überlädt.

Ebenso wie der D2676 LOH, der in den Reisebussen von MAN und NEOPLAN arbeitet, verfügt auch der D15 nun über eine geregelte Kühlmittelpumpe. Anders als die bisher verbreiteten starren, ungeregelten und stetig mitlaufenden Kühlwasserpumpen, ermöglicht die bei MAN verwendete volldrehzahlgeregelte Wasserpumpe eine bedarfsgerechte Pumpleistung des Kühlmittels. Die Regelung der Leistung erfolgt stufenlos zwischen 20 und 95 Prozent. So kann bei geringem Kühlbedarf, zum Beispiel in leichter Topographie und mit geringer Last, 80% der benötigten mechanischen Leistung der Wasserpumpe reduziert werden, was ein deutliches Kraftstoff-Einsparpotenzial bedeutet.

Zudem hat MAN den neuen D15 mit einer bedarfsgerechten Regelung der Kühlungskomponenten wie Lüfter und Kühlflüssigkeitspumpe ausgestattet. Als Besonderheit erfolgt hierbei neben der Erfassung der Kühlflüssigkeitstemperatur auch eine Sensierung des Vordrucks im Kühlsystem. Dadurch kann ein Absinken des Kühlflüssigkeitsvordruck frühzeitig erkannt und bei Bedarf gegengesteuert werden, was einer Beschädigung der Bauteile vorbeugt. So steigt die Betriebssicherheit und andererseits sinkt der Kraftstoffverbrauch durch einen energieeffizienten Motorlauf.

Auch das Motoröl leistet, neben dessen Funktion des Schmierens, einen wichtigen Beitrag zur Kühlung des Motors. Beim Abführen der Wärme darf das Öl nicht zu stark erhitzen, da es dadurch geschädigt würde und früher gewechselt werden müsste. Andererseits ist bei zu niedriger Temperatur die Reibung größer und der Kraftstoffverbrauch steigt an. Um Temperaturspitzen zu vermeiden setzt MAN auf einen optimierten Ölkühler (Wärmetauscher). Andererseits wird über einen thermostatisierten Ölkühlerbypass die mittlere Öltemperatur im Kalt- und Schwachlastbereich angehoben, um die Reibungsverluste im Motor zu reduzieren.

MAN EfficientHybrid: Besonders clever

Optional lässt sich der neue D15 um den neuen MAN EfficientHybrid ergänzen, ein Mild-Hybrid-Modul, das den Dieselmotor unterstützt und dadurch erheblich zur Kraftstoffersparnis beitragen kann. Als ein großer Vorteil entfallen durch die serienmäßige Stopp-Start-Funktion Motorengeräusche und Abgase an roten Ampeln und Haltestellen. So kann der MAN EfficientHybrid zu einer Reduzierung der CO2 und NOx Emissionen und damit zur Verbesserung der Luftqualität in den Innenstädten beitragen. Und das über Jahre: Auf bis zu stattliche 2,6 Millionn Stopp-Start-Zyklen sind der MAN EfficientHybrid und sein Energiespeicher ausgelegt.

Voraussetzung hierfür ist, dass beim Bremsen rückgewonnene Energie in einem UltraCap-Modul auf dem Fahrzeugdach gespeichert und anschließend zum Laden der Fahrzeugbatterie sowie zur Bordnetzversorgung genutzt wird. Als Kernstück dient ein Kurbelwellen-Starter-Generator, eine Elektromaschine, die mechanische in elektrische Energie umwandelt. Durch den generatorischen Betrieb während des Bremsens wird Energie rekuperiert, die die Elektromaschine im motorischen Betrieb beim Anfahren zum Starten des Motors nutzt. Die Boost Funktion unterstützt dann das Anfahrdrehmoment und ermöglicht so zum einen einen schnellen, geräuscharmen Start und trägt zum anderen so ebenfalls zur Kraftstoffersparnis bei.

Zu der insgesamt geringen Bauhöhe des D15 trägt unter anderem ein neuer bauraumoptimierter Zylinderkopf bei. Die optimierten Auslasskanäle reduzieren zudem die Ladungswechselverluste für eine effiziente Verbrennung mit günstigem Emissions- und Kraftstoffverbrauchsverhalten. Die angepasste gerichtete Gasbewegung im Brennraum sorgt zusätzlich für einen geringen Rußpartikelausstoß. Flache Ventilsitzringe verlagern die Kühlung näher an die besonders heißen Bereiche. Dadurch wird die höhere thermische Belastung ausgeglichen.

Durch den stehenden Einbau ergibt sich eine gute Zugänglichkeit zu den Servicestellen wie Öl- und Kraftstofffilter. Zudem trägt das einfach und modular aufgebaute Triebwerk auch zu einer Kostensenkung bei Wartung und Service bei.