19
Oktober
2017
|
14:52
Europe/Amsterdam

MAN Truck & Bus auf der busworld: Lösungen für die Mobilität von morgen (Press kit)

Zusammenfassung

MAN und NEOPLAN zeigen bei der busworld im belgischen Kortrijk hochmoderne Stadt-, Überland- und Reisebusse – Fahrzeuge, die die Mobilität von morgen begründen. Das Highlight am Stand ist der neue MAN Lion's Coach, der auf der Messe seine offizielle Premiere feiert.

  • MAN Truck & Bus zeigt Fünf Busse am Stand in Halle 2 sowie vier im Außengelände zum Probefahren
  • Erstmals präsentiert wird der MAN Lion’s Coach als 13-Meter-Zweiachser
  • Umfassendes Beratungsangebot zu alternativen Antrieben, Finanzierung und Service

Der Bus leistet einen wichtigen Beitrag, den Herausforderungen in puncto Emissionen, Verkehrsaufkommen und bezahlbarer Mobilität für alle zu begegnen – ob im Öffentlichen Personennah- oder im Fernverkehr. Menschen, die sich für eine Fahrt mit dem Bus entscheiden, haben hohe Ansprüche an Flexibilität, Schnelligkeit, Sicherheit und Komfort, unabhängig davon, ob sie „nur“ von einer Haltestelle zur nächsten fahren oder eine Fernreise antreten. Daher bietet MAN Truck & Bus mit seinen Marken MAN und NEOPLAN die passenden Fahrzeuge für vielfältige Einsatzzwecke – und zeigt eine Auswahl auf der Messe busworld 2017 in Kortrijk. Zudem beraten die Experten der jeweiligen Fachbereiche zu Themen wie MAN Transport Solutions, MAN Financial Services und MAN Service.

Erster Auftritt in der Öffentlichkeit: der neue MAN Lion’s Coach

Das Highlight am Messestand ist der MAN Lion's Coach. Dieser feiert auf der Messe unter dem Motto „Im Zeichen des Löwen“ seine offizielle Weltpremiere. Dabei ist das Motto Programm: Auf den ersten Blick sehen Besucher einen echten MAN, der gleichzeitig die neue Designsprache für MAN Busse begründet. Der neue MAN Lion's Coach überzeugt aber nicht nur durch sein modernes und gleichzeitig zeitloses Design, sondern auch in punkto Wirtschaftlichkeit. Der 13-Meter-Zweiachser mit einer Länge von 13.091 mm bietet bis zu sechs Plätze mehr als die 12-Meter-Version. Die Messebesucher zählen zu den ersten, die diese Längenversion live erleben. Ausgestattet ist der Reisebus mit einem 6-Zylinder-Dieselmotor D2676 LOH mit 460 PS (338 kW) und dem automatisierten 12-Gang Schaltgetriebe MAN TipMatic mit Easy-Start Anfahrhilfe. Auch in Bezug auf das Thema Sicherheit setzt der neue MAN Lion's Coach Maßstäbe. Dank Bauteilen aus hochfesten Stählen und einer patentierten Rohr-in-Rohr-Technologie für die Überrollbügel kann der neue Reisebus, der die Sicherheitsnorm ECE R66.02 erfüllt, 50 % mehr Crash-Energie aufnehmen. Für Sicherheit und Effizienz sorgen on top die LED-Hauptscheinwerfer und Heckleuchten sowie zahlreiche Assistenzsysteme wie das Spurüberwachungssystem LGS mit haptischer Warnung, der Notbremsassistent EBA, Licht- und Regensensor, der topographiebasierte Tempomat MAN EfficientCruise mit der „Segelfunktion“ EfficientRoll sowie der MAN AttentionGuard. Zudem befindet sich im Motorraum des MAN Lion's Coach eine Feuerlöschanlage.

Wer den Reisebus betritt, sieht auf den ersten Blick, dass die Designer auch im Interieur höchsten Wert auf Attraktivität und Effizienz gelegt haben. Ein durchgängiges LED-Leuchtband erhellt beispielsweise den Deckenbereich in „warm white“. Insgesamt setzt MAN auf hellere und frischere Farben und ein großzügiges Raumgefühl. Für eine edle Anmutung sorgen im Messebus zudem die Haltegriffe und Handläufe in Edelstahl.

Das Multitalent: MAN Lion’s Intercity

Mit dem MAN Lion's Intercity präsentiert MAN die ideale Lösung für den Überland-, Stadt- und Schulbusverkehr. Mit seinen bis zu 63 Sitzen „Intercity Xtra Lite“ bietet der ausgestellte MAN Lion's Intercity in einer markttypischen Schulbusausführung reichlich Platz für Fahrgäste. Trotz des hervorragenden Raumangebots überzeugt der Bus mit sehr guter Manövrierbarkeit. Und auch in punkto Sicherheit übertrumpft der MAN Lion's Intercity die Konkurrenz – er ist der sicherste Überlandbus auf dem Markt. Dazu tragen unter anderem die Erfüllung der Überrollfestigkeit nach ECE R66.02, der Notbremsassistent EBA und zahlreiche Assistenzsysteme bei. Angetrieben wird er von einem 290 PS (213kW) starken 6-Zylinder-Dieselmotor. Ein akustisches Signal warnt, sobald sich die Türen öffnen oder schließen, und sorgt insbesondere im Überland- und Schülerverkehr für ein sicheres Ein- und Aussteigen der Fahrgäste. Der an Tür 2 eingebaut Hublift zeigt, wie auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität problemlos befördert werden können und wie ihnen der Ein- und Ausstieg so komfortabel wie möglich gestaltet werden kann.

Ausgereift für weniger Emissionen: MAN Lion’s City Hybrid

Seit vielen Jahren treibt MAN das Thema alternative Antriebe in Stadtbussen maßgeblich voran mit dem Ziel, Emissionen im ÖPNV auf ein Minimum zu reduzieren. Bereits seit 2010 bietet MAN mit dem MAN Lion‘s City Hybrid einen Stadtbus mit besonders emissionsarmen Antrieb: Bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoff verbraucht der Hybridbus pro Jahr. Das bedeutet jährlich bis zu 26 Tonnen CO2 weniger als bei herkömmlicher Motorisierung. Da die Hybridtechnologie auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen leisten wird, zeigt MAN auch auf der busworld einen MAN Lion´s City Hybrid. Das 11.980 mm lange Fahrzeug verfügt unter anderem über besonders breite Innenschwenktüren mit optischer und akustischer Türschließwarnung, Kneelingfunktion, einen Rollstuhl- bzw. Kinderwagenplatz sowie die elektronisch geregelte Luftfederung ECAS. Sowohl für die Beleuchtung im Innenraum als auch für die Heckleuten und das Tagfahrlicht wird LED-Technik eingesetzt. Das elektronisches Stabilitätsprogramm ESP, Licht- und Regensensor, Reifendrucküberwachung für alle Achsen und weitere Assistenten sorgen zudem für ein Höchstmaß an Sicherheit.

5000 Busse in 50 Jahren: NEOPLAN Skyliner

Für den NEOPLAN Skyliner ist 2017 ein herausragendes Jahr: Vor 50 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des Reisedoppeldeckers und bei der busworld 2017 in Kortrijk wird der 5000. NEOPLAN Skyliner übergeben. Auf dem Messestand erleben die Besucher den luxuriösen Reisedoppeldecker mit einem Sonderausbau des MAN Bus Modification Center. So befinden sich neben einer Lounge im Unterdeck vier Tische und eine moderne L-förmige Küche, ein Infotainmentsystem und eine Unterdruck-Toilette, wie sie in Flugzeugen verbaut wird. Die Experten des Bus Modification Centers, die spezielle Kundenwünsche für Linien- und Reisebusse der Marken MAN und NEOPLAN realisieren, beraten zu Ausstattungsideen, Veredelungen nach Maß, innovativen Multimedia-Lösungen oder luxuriösen Bordküchen. Für Aufmerksamkeit sorgt im Innenraum des NEOPLAN Skyliner auch das neue Colour & Trim-Konzept, das auf hellere und frischere Farben setzt. Insgesamt 76 Passagiere finden in dem Luxus-Bus bequem Platz. Für gute Fahrt sorgen ein 500 PS (368 kW)-starker Dieselmotor, das 12-Gang automatisierte Schaltgetriebe MAN TipMatic mit Intarder und Easy-Start Anfahrhilfe sowie elektronisch gesteuerte Stoßdämpfer (CDS). Fünf Notausstiegsscheiben im Oberdeck bilden ein nahezu durchgehendes Glasdach, das für viel natürliches Licht im Oberdeck sorgt. Sicherheit versprechen zudem unter anderem das Spurüberwachungssystem LGS mit haptischer Warnung, der Notbremsassistent EBA, der abstandsgeregelte Tempomat ACC, der MAN AttentionGuard, eine Rauchmeldeanlage im Kofferraum sowie die Feuerlöschanlage im Motorraum.

Der Einstieg in das Premiumsegment: NEOPLAN Tourliner

Mit dem neuen Tourliner wird ein weiteres Mitglied der NEOPLAN Familie bei der busworld in Belgien präsentiert. Hoher Reisekomfort, moderne Technik, wirtschaftliche Lösungen sowie anspruchsvolles und aerodynamisches Design machen den NEOPLAN Tourliner aus. Mit der gezeigten 2+1 VIP Bestuhlung erschließt sich der NEOPLAN Tourliner ein neues Segment. Mit seinen 30 luxuriösen Sitzplätzen ermöglicht er neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise Geschäftsreisen.

Ausgestattet ist das auf der Messe ausgestellte Fahrzeug unter anderem mit Rückfahr- und Fahrersichtkamera, die dem Fahrer das Steuern des Busses auch in engen Innenstädten oder auf Parkplätzen so einfach und sicher wie möglich macht. Für Fahrfreude sorgt der 6-Zylinder-Dieselmotor mit 420 PS (309 kW) und das automatisierte 12-Gang Schaltgetriebe MAN TipMatic. Aber auch in punkto Sicherheit lässt der NEOPLAN Tourliner keine Wünsche offen: Die Rauchmeldeanlage, die im Kofferraum und an der Hauptschalttafel angebracht ist, erkennt bereits schwelende Feuer – ohne dass diese Hitze entwickelt haben. On top sorgen eine ganze Reihe der modernsten Fahrerassistenz-Systeme dafür, dass Fahrer und Fahrgäste mit dem neuen NEOPLAN Tourliner immer sicher unterwegs sind. Zudem verfügt der Premiumbus über eine Diebstahlsicherung. Damit die Fahrgäste während der Fahrt jederzeit Notebooks, Tablets oder Smartphones nutzen können, verfügen alle Sitze über USB-Steckdosen.

Probefahrten im Außengelände

Besucher, die sich selbst hinters Steuer setzen wollen und das Fahrgefühl mit einem MAN oder NEOPLAN Bus live erfahren möchten, sind auf dem Außengelände richtig. Dort stehen ein MAN Lion’s City CNG, der neue NEOPLAN Tourliner C mit zwei Achsen und 13.103 mm Länge und der NEOPLAN Skyliner Interurban mit Klasse-2-Zulassung für Testfahrten bereit. Darüber hinaus erwartet Interessierte ein neuer MAN Lion’s Coach C mit zwei Achsen und 13.091 mm Länge. Das französisch spezifizierte Fahrzeug verfügt über einen Lift, Podestverlängerungen, überbaute Toilette und maximale Bestuhlung mit 59 Fahrgastsitzen.


 

MAN Lion‘s Coach: Nicht nur wirtschaftlich attraktiv

                                                                                                                                                                  

 

                                                                                                                                                             

 

                                                                                                                                                            

 

 

Ganzheitliche Beratung für Transportlösungen

MAN Truck & Bus erweitert sein Angebot um ganzheitliche Beratung für Flotten- und Transportlösungen mit alternativen Antrieben bis hin zu Zero-Emission-Lösungen.

  • Spezialisiertes Beraterteam für alternative Antriebe im Bus und Truck nimmt Tätigkeit auf
  • Individuelle Beratung von Verkehrsbetrieben und Flottenbetreibern
  • Unterstützung bei Fahrzeugauslegung, Betrieb, Infrastruktur sowie Service und Wartung

Auf dem Weg von „Low Emission“ zu „No Emission“ stehen Verkehrsbetriebe und Flottenbetreiber vor einigen Herausforderungen, die über das eigentliche Fahrzeug hinausgehen. Um sie dabei bestmöglich zu unterstützen, hat MAN Truck & Bus ein spezialisiertes Beratungsteam für individuelle und maximal wirtschaftliche Transportlösungen ins Leben gerufen. Die qualifizierten Berater können durch ihren Erfahrungsschatz neben dem Fahrzeug auch Fragen rund um die Infrastruktur und den Energiebedarf sowie Wartungskonzepte und die Flottenauslegung abdecken.

„Aus unserem Leistungsangebot kann jeder Kunde je nach Bedarf die Bausteine auswählen, die er benötigt, da wir individuell beraten. So können wir mit unseren Simulationstools beispielsweise bei der Routenplanung unterstützen ebenso wie bei der Auslegung der Betriebshöfe“, führt Stefan Sahlmann, der das Beratungsteam bei MAN Truck & Bus leitet, aus. Mit ihrer Expertise können die Berater die komplette Nutzung der Fahrzeuge – sowohl Truck als auch Bus – mit Betrieb, Infrastruktur sowie Service und Wartung abdecken. Dazu gehört unter anderem die Verkehrsplanung mit Umlauf- und Routenplanung, das Batterie- und Lademanagement, die Energiebedarfsanalyse und -optimierung sowie Wartungskonzepte, Werkstattauslegung und -training. Neben den erfahrenen Beratern leisten auch die vorhandenen Werkzeuge zur Analyse und Auswertung einen wichtigen Beitrag.

„Unser Ziel besteht darin, den Unternehmen einen durchgeplanten Einstieg und Betrieb von alternativen Antrieben in einer TCO-optimierten Auslegung zu ermöglichen“, beschreibt Sahlmann. Durch die Erfahrung in anderen Projekten, unter anderem im Rahmen der Innovationspartnerschaften, kann MAN den Kunden gezielt Know-how vermitteln und den Flottenbetreiber auf seinem Weg begleiten. „Da wir in Total Cost of Ownership (TCO) über den gesamten Lebenszyklus denken, beraten wir beispielsweise schon jetzt auch zum Batteriewechsel“, so der Leiter Produktmarketing Niederflurbus & Leiter Transport Solutions. Die größten Herausforderungen stellen dabei zurzeit die Planung und Installation der Infrastruktur, die Planung der Reichweiten unter Berücksichtigung der Heiz- bzw. Klimatisierungsleistungen, die Transport- bzw. Beförderungskapazität und die Ladezeiten dar.

 

Update eMobility bei MAN

Auf dem Weg zu serienreifen eBussen geht MAN Truck & Bus sie nächsten Schritte. Dazu gehören das Finden starker Partner und die Konzentration auf eine Ladetechnologie.

  • Präsentation der Demo-Flotte für 2018, Start der Serienproduktion eines vollelektrischen Batteriebusses für 2019 geplant
  • Vierte Innovationspartnerschaft mit Voyages Emile Weber geschlossen
  • Konzentration auf Depot Charging mit einer Reichweite bis zu deutlich über 200 km unter realistischen Bedingungen

Im Rahmen seiner eMobility-Roadmap plant MAN Truck & Bus, 2018 eine Vorserienversion eines Batteriebusses (BEV) der Öffentlichkeit zu präsentieren und eine Demo-Flotte im Rahmen mehrerer Feldversuche in Kooperation mit verschiedenen europäischen Betreibern auf ihre Alltagstauglichkeit zu testen. Die Serienproduktion eines zu 100 Prozent elektrisch angetriebenen Stadtbusses soll dann Ende 2019 starten. Auf dem Weg dorthin ist MAN in den vergangenen Monaten mehrere Innovationspartnerschaften eingegangen mit der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH), mit den Stadtwerken München und der Münchner Verkehrs Gesellschaft sowie mit den Stadtwerken Wolfsburg und der Wolfsburger Verkehrs-GmbH. Als jüngste Kooperation vereinbarte MAN die Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Unternehmen Voyages Emile Weber und Losch Luxemburg, Importeur der Volkswagen Gruppe und größte Händlergruppe Luxemburgs.

Inhalt dieser Innovationspartnerschaften ist die Zusammenarbeit bei der Etablierung alternativer Antriebe im Innenstadtverkehr. Dabei kann jeder der Partner besondere Erfahrungen einbringen. So haben die Hamburger Hochbahn und VHH bereits sehr viel Erfahrung mit dem Betrieb elektrischer Busse sammeln können. Mit der Münchener Verkehrsgesellschaft und den Stadtwerken München werden unter anderem Fragestellungen zur Depotauslegung sowie zur Stromversorgung eines elektrischen ÖPNV diskutiert. Unter anderem werden die Innovationspartner auch Teil des Demoflotten-Einsatzes sein, bei dem ab 2018 eBusse an mehrere Städte geliefert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt werden weitere europäische Städte hinzukommen.

Durch die langjährige Erfahrung mit voll-elektrifizierten Antriebssträngen und Komponenten beim MAN Lion‘s City Hybrid ist MAN Truck & Bus bestens aufgestellt, um den Verkehrsbetrieben eine praxistaugliche und effiziente Lösung auch im Bereich Elektrobus zur Verfügung zu stellen. Dabei setzt MAN auf die etablierte Technologie Depotladen (via CCS Schnittstelle). Die europaweite Befragung von knapp 200 Kunden sowie die Rückmeldungen mehrerer Städte ließen MAN zu dem Schluss kommen, dass für den späteren Alltagsbetrieb ein flexibler und störungsfreier Einsatz ohne Zwischenladen wichtiger ist als uneingeschränkte Reichweite. Um die jeweiligen Anforderungen an Tagesreichweite und Beförderungskapazität erfüllen zu können, nutzt MAN ein modulares Konzept, bei dem die Anzahl der Speichermodule gewählt und kombiniert werden kann. Von den Kunden wurde mehrheitlich eine gewünschte Reichweite von 200 km pro Tag unter realen Einsatzbedingungen genannt. Die MAN eBusse werden diese Anforderungen erfüllen.

Allerdings ist es bei der Auslegung der Speichermodule wichtig zu beachten, dass die Nutzung der Klimaanlage bzw. die Form des Heizbetriebs und damit die Außentemperatur wesentlichen Einfluss auf die Reichweite haben.

 

Sicher unterwegs im Stadtverkehr

Rechtzeitig zum Inkrafttreten der strengeren Vorgaben zum Überlebensraum im Falle eines Überschlags, erfüllt MAN Truck & Bus auch mit seinen Linienbussen die ECE R66.02.

  • Alle Busse vom Typ MAN Lion’s City erfüllen ab Oktober 2017 die Vorschriften der ECE R66.02
  • MAN erfüllt die erhöhte Aufbaufestigkeit freiwillig auch bei Stadtbussen mit Klasse-I-Zulassung
  • Serienmäßig wird zudem ABS verbaut sowie optional ESP, Licht- und Wischautomatik sowie Reifendruckkontrolle

Nicht nur für Reisebusse gelten die strengeren Vorgaben zur Aufbausteifigkeit in der UN ECE R66.02, sondern auch für Linienbusse mit Zulassung in Klasse II, sprich für den Überlandverkehr. Bei MAN Truck & Bus werden zu diesem Zeitpunkt alle Stadtbusse die erhöhte Überrollfestigkeit vorweisen, auch die Stadtbusse mit Klasse-I-Zulassung. „Wir wollen allen Fahrgästen in unseren Linienbussen die maximale Sicherheit bieten, egal mit welcher Fahrzeugzulassung“, hebt Rudi Kuchta, Head of Sales Bus bei MAN Truck & Bus, hervor.

Kernbestandteil der Regelung, die für alle ab 9. November 2017 neuzugelassenen Busse der Klassen II und III gilt, ist die Definition eines Überlebensraums im Fall eines Überschlags. Hierfür muss die Struktur dann deutlich mehr Energie aufnehmen können, damit der Überlebensraum für die Passagiere erhalten bleibt. Um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, werden bei MAN in das Fahrzeuggerippe Bauteile aus hochfesten Stählen integriert. Sie sorgen für die notwendige Aufbaufestigkeit und tragen maßgeblich dazu bei, dass die bei einem Fahrzeugumsturz eingeleitete Crash-Energie optimal absorbiert werden kann. Dies führt zu kleineren Änderungen bei der Innenausstattung.

Auch bei der Fahrt selbst legt MAN Wert auf Sicherheit. Daher sind auch für die Linienbusse serienmäßig ABS sowie optional ESP im Solofahrzeug, Licht- und Wischautomatik sowie die Reifendrucküberwachung TPM (Tyre Pressure Monitoring) verfügbar.

 

MAN ProfiDrive: Für alle Fälle gewappnet

Was tun bei einem Unfall? Wie helfen bei einem Herzinfarkt? Und wie löscht man eigentlich einen Motorbrand? Das alles erklärt, zeigt und übt der Schulungsanbieter MAN ProfiDrive in seinem Notfalltraining.

  • Notfalltraining übt das richtige Verhalten in Notsituationen
  • Feuerlöscher richtig anwenden
  • Evakuierung mit Rauchsimulator

Der Bus ist zwar bekanntermaßen das sicherste Verkehrsmittel überhaupt, dennoch sollten sich Fahrer regelmäßig damit auseinandersetzen, wie sie bei einem Notfall richtig handeln und helfen. Denn ein kühler Kopf und strukturiertes Vorgehen können über den Ausgang einer kritischen Situation entscheiden. Daher bietet MAN ProfiDrive auch ein Notfalltraining für Busfahrer an. In der kompakten Schulung geben die Trainer einen Überblick über die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen, das richtige Verhalten an einer Unfallstelle und den Umgang mit den Passagieren. Geübt wird interaktiv in Rollenspielen, an der Erste-Hilfe-Puppe und in einem Praxisteil. Hier greifen die Teilnehmer unter Anleitung der ProfiDrive-Trainer dann unter anderem auch selbst zum Feuerlöscher. Besonderen Eindruck macht auch der Einsatz des Rauchsimulators: Bei geschlossenen Türen wird dann ein Reisebus mit – natürlich ungiftigem – Rauch gefüllt und anschließend der geordnete Ausstieg geübt. Binnen Sekunden schwindet die Sicht und damit ein wichtiger Punkt der Orientierung. „Diese Übung lässt erahnen, wie schwierig eine solche Situation in der Realität zu lösen ist. Dann kommt ja auch noch Panik dazu“, erläutert Rolf Lechner, Head of Training bei MAN ProfiDrive.

MAN ProfiDrive schult Fahrer im Bereich Sicherheit. Aber auch Themen wie Wirtschaftlichkeit, Gesetze und Richtlinien sowie das generelle Wissen über neue Fahrzeugtechnologien stehen in den Weiterbildungen im Mittelpunkt. Das Angebotsspektrum umfasst dabei sowohl die theoretische Weiterbildung als auch praxisnahe Schulung auf Basis des Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetzes (BKrFQG), um den Fahralltag noch sicherer und wirtschaftlicher zu gestalten.

 

Chassis weltweit: Eine gute Basis

Mit seinen Chassis deckt MAN Truck & Bus die komplette Produktpalette bei Reise-, Intercity- und Stadtbussen ab.

  • MAN Truck & Bus bietet ein umfangreiches Portfolio an Bus-Chassis von Euro 3 bis Euro 6
  • Alle Reisebus- und Intercity-Chassis sind mit den neuesten Assistenzsystemen verfügbar
  • Große Aufträge bestätigen die Attraktivität der Produktpalette

MAN bietet mit dem umfangreichen Bus-Chassis-Produktportfolio für jede Anwendung eine Lösung an. Das Programm deckt die Segmente Low-Floor, Low Entry, High Floor und Frontmotor für Aufbaulängen von 10,2m bis 27m, Euro-Stufen Euro 3 bis Euro 6, sowie CNG-Motoren für City und Intercity-Einsatz, ab. Für Länder mit hohem Schwefelgehalt im Kraftstoff bietet MAN die Reisebus-Chassis mit SCR-Technologie in Euro 4 und EEV an. Für Länder mit Importzöllen auf Chassis sind diese auch als Teilekit (Chassis in the box – CIB) verfügbar. Produziert werden die Chassis hauptsächlich in Salzgitter, Polen und Indien (CLA).

Herausforderung Standardisierung

Alle Reisebus- und Intercity-Chassis sind mit den neuesten Sicherheits- und Komfortsystemen verfügbar: dem Abstandsregeltempomat ACC (Active Cruise Control), dem Notbremsassistent EBA (Electric Brake Assist) und der Fahrspurüberwachung LGS (Lane Guard System). Der Regen-Licht-Sensor wird ab Anfang 2017 für alle Stadt- und Reisebus-Chassis optional angeboten.

MAN arbeitet mit über 80 Aufbauherstellern weltweit zusammen. Diese Zusammenarbeit wird ständig weiter verfestigt, um eine dauerhaft hohe Qualität der Fahrzeuge für die Kunden zu gewährleisten. Einer der gemeinsamen Erfolge ist der neue 12-Meter-Stadtbus-Doppeldecker für die Märkte Hongkong und Singapur, welcher gemeinsam mit der Firma Gemilang in Malaysia entwickelt und in München aufs Härteste getestet wurde. Über 247 dieser Doppeldecker wurden bereits nach Hongkong und Singapur verkauft.

Zudem kommen die ersten Low Entry Busse in Manila von MAN. Mit den 65 Fahrzeugen auf Basis der Chassis MAN A84 und MAN RC2 bedient Fröhlich Tours eine neue Direktverbindungslinie in Manila.

Weitere Großaufträge kommen unter anderem aus Tunesien mit der Bestellung von insgesamt 400 A24 und RR8 sowie einer großen Order an 4x2 Coach Chassis in Marokko.

 

Motoren: Mehr Drehmoment, weniger Verbrauch

MAN Truck & Bus optimiert seine Antriebsstränge für noch mehr Effizienz.

  • MAN erfüllt mit den neuen Motoren im Rahmen eines optimierten Antriebsstrangs bereits heute die Abgasnorm Euro 6c
  • Der D26 ersetzt den D20 in den Reisebussen von MAN und NEOPLAN
  • Zahlreiche Optimierungsmaßnahmen sorgen für einen deutlich verbesserten Spritverbrauch

Die sich ändernden Abgasbestimmungen hat MAN Truck & Bus zum Anlass genommen, sein Motorenportfolio zu überarbeiten. Die verbesserten Motoren im Rahmen eines optimierten Antriebsstrangs bieten mehr Drehmoment und mehr Leistung bei gleichzeitig geringerem Verbrauch. Erstmals kann der D26 nun auch mit Hydrierten Pflanzenölen (Hydrotreated Vegetable Oils HVO) betrieben werden.

D26: Höhere Abgastemperatur für optimale Nachbehandlung

Der D2676 LOH Euro 6c mit 420 PS ersetzt künftig den D2066 LOH mit 400 PS in den Reisebussen der Marken MAN und NEOPLAN sowie in den Chassis. Neu im Reisebus ist ein verbessertes Thermomanagement, welches dafür sorgt, dass die Abgastemperatur auch im Teillastbetrieb – zum Beispiel bei einfacher Topografie und/oder geringer Fahrzeugauslastung – hoch bleibt, sodass die Systeme zur Abgasnachbehandlung verbrauchs-optimal arbeiten können. Gleichzeitig verkürzt sich dadurch die Warmlaufphase des Motors. Das reduziert nicht nur den Verbrauch sondern schont auch die Umwelt.

Als weitere Neuerung verfügt der D2676 LOH über eine geregelte Kühlmittelpumpe. Anders als die bisher verbreiteten starren, ungeregelten und stetig mitlaufenden Kühlwasserpumpen, ermöglicht die bei MAN verwendete volldrehzahlgeregelte Wasserpumpe eine bedarfsgerechte Pumpleistung des Kühlmittels. Die Regelung der Leistung erfolgt stufenlos zwischen 20 und 95 Prozent. So kann bei geringem Kühlbedarf, zum Beispiel im Fernverkehr, 80% der benötigten mechanischen Leistung der Wasserpumpe reduziert werden, was ein deutliches Kraftstsoff-Einsparpotenzial bedeutet.

Zu den weiteren Neuerungen im Motor zählt unter anderem eine verbesserte Abgasrückführung, neue Stahlkolben und ein Ölstandssensor. Dieser stellt sicher, dass der Motor nicht unbemerkt mit zu wenig Öl betrieben wird, auch wenn die manuelle Prüfung des Ölstands gerade nicht möglich ist, beispielsweise weil eine Skibox am Heck das Öffnen der Motorklappe verhindert.

Effizienz- und komfortorientierter Antriebsstrang

Im Rahmen des elektronischen Bremssystems MAN BrakeMatic kommt in den Reise- und Überlandbussen von MAN und NEOPLAN künftig die verstärkte Motorbremse EVBec zum Einsatz. Sie ermöglicht durch die elektronische Regelbarkeit des Abgasgegendrucks eine bessere Bremswirkung über das gesamte Betriebsdrehzahlband und schafft damit eine hohe Bremsleistung auch bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Für eine optimale Bremswirkung auch in Verbindung mit der langen Achsübersetzungen i = 2,73 sorgt der neue Sekundärretarder . Er bietet mit 4 000 statt 3 200 Nm ein höheres maximales Drehmoment und eine um 80 kW höhere Leistung von nun 500 kW. Das bietet größere Reserven auch bei starken Bremsungen, was die Sicherheit erhöht.

In dem standardmäßig verbauten Getriebe MAN TipMatic kommt eine neue Anfahr- und Schaltstrategie zum Einsatz, die auf die D26-Motoren optimal angepasst ist. Außerdem sind einige neue Funktionen enthalten: Die neue Getriebefunktion SmartShifting spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, die optimale Balance zwischen Effizienz und Komfort beim Schalten herzustellen. Es kombiniert einen neuen schnellen Schaltablauf in allen Gängen, die Hochschaltunterstützung sowie das Schalten passend zur Fahrsituation. Für den anspruchsvollen Einsatz in forderndem Gelände oder mit hoher Ausladung bietet der neue D26 eine Anfahroptimierung. Auch das um 200 Nm verbesserte Drehmoment trägt zu einem ausgezeichneten Anfahrverhalten bei. Insgesamt zeigt der um 20 PS stärkere Motor eine souveräne Fahrleistung über einen breiten Drehzahlbereich.

Idle Speed Driving ermöglicht komfortables Fahren bei Leerlaufdrehzahl ohne Fahrpedalbetätigung. Mit der neuen Funktion „gleitet“ der Bus mühelos für den Fahrer mit geschlossener Kupplung durch zähfließenden Verkehr. Während ein Hochtippen der Gänge in den Gängen 1 bis 6 manuell möglich ist, erfolgt das Zurückschalten automatisch, wenn das Drehmoment im Leerlauf für einen höheren Gang nicht ausreicht oder der Fahrer bremst.

Vorausschauend wirtschaftlich

Mit der Optimierung des Antriebsstrangs hält auch eine neue Generation des vorausschauenden Tempomaten MAN EfficientCruise Einzug in die Reisebusse von MAN und NEOPLAN. Erstmals ist dabei auch die Freilauffunktion EfficientRoll enthalten, die selbst bei leichtem Gefälle für ein Plus an Effizienz sorgt, indem das Getriebe automatisch in Neutralstellung „N“ schaltet und der Bus mit möglichst wenig Reibungsverlusten im Triebstrang rollt. Schon mit der bisherigen EfficientCruise-Generation ließen sich bis zu 6% Sprit sparen; mit den neuen Funktionalitäten ist eine weitere Steigerung der Treibstoffeffizienz verbunden.

 

Helfer im Alltag

Für die Reisebusse von MAN und NEOPLAN ist eine ganze Reihe von Assistenz- und Sicherheitssystemen verfügbar, die die Arbeit des Busfahrers unterstützen.

  • MAN EfficientCruise mit EfficientRoll
  • MAN Comfort Drive Suspension (CDS)
  • MAN AttentionGuard
  • MAN Lane Guard System (LGS)
  • MAN Adaptive Cruise Control (ACC)
  • MAN Emergency Brake Assist (EBA)
  • MAN Tyre Pressure Monitoring (TPM)
  • Licht- und Wischautomatik

Um den Busfahrer zu entlasten und die Fahrt in einem Reisebus noch sicherer und komfortabler zu machen, bietet MAN Truck & Bus eine ganze Reihe von Assistenzsystemen an. Diese schonen zudem nicht nur die Umwelt, sondern tragen auch zur Optimierung der Total Cost of Ownership (TCO) bei.

Topographie ausnutzen mit MAN EfficientCruise und EfficientRoll

Für die Reisebusse der Marken MAN und NEOPLAN bietet MAN einen vorrausschauenden Tempomat unter dem Namen MAN EfficientCruise an, der in der neuen Generation noch weiter verbessert wurde. Dieses Assistenzsystem berücksichtigt den vorausliegenden Streckenverlauf mit Steigungen bzw. Gefällen und passt Fahrstufe sowie -geschwindigkeit wann immer möglich im Sinne einer wirtschaftlicheren Fahrweise an. Beim neuen MAN EfficientCruise wurde unter anderem die vorausschauende Geschwindigkeitsanpassung weiter optimiert, die aktiv und vorausschauend in die Gangwahl eingreift. Das System unterdrückt nun beispielsweise sinnvoll Rückschaltungen der MAN TipMatic, wählt den jeweils optimalen Gang vor Steigungen und vermeidet damit Schaltvorgänge in Anstiegen mit großer Zugkraftunterbrechung. Als weitere Innovation sorgt die Freilauffunktion EfficientRoll selbst bei leichtem Gefälle für ein Plus an Effizienz, indem das Getriebe automatisch in Neutralstellung „N“ schaltet und der Bus mit möglichst wenig Verlusten im Antriebsstrang rollt. Schon mit der bisherigen MAN EfficientCruise-Generation ließen sich bis zu 6% Kraftstsoff sparen; mit den neuen Funktionalitäten ist eine weitere Steigerung der Treibstoffeffizienz verbunden.

MAN EfficientCruise ist bei Motorstart automatisch immer aktiviert. Von vier verfügbaren Basisparametrierungen ist der ECO Level 3 mit einer Geschwindigkeitstoleranz von plus 5 km/h bzw. minus 6 km/h von der Setzgeschwindigkeit voreingestellt. Der Fahrer kann die Geschwindigkeitstoleranz und damit die Höhe der Kraftstoffeinsparungen mit den vier Stufen an die Verkehrssituation anpassen. Der aktuell gewählte ECO Level wird mit der jeweils nach oben oder unten maximalen Geschwindigkeitsabweichung im Display angezeigt.

Mit seinen Funktionen beugt MAN EfficientCruise Geschwindigkeitsübertretungen vor: Auf langen Gefällstrecken werden unabhängig von der Wunsch- bzw. Setzgeschwindigkeit dauerhaft maximal 100 km/h zugelassen. Überschreitungen bis maximal 104 km/h erfolgen nur für maximal 30 Sekunden. Falls die Dauerbremsleistung von Retarder und der verstärkten Motorbremse MAN EVBec nicht ausreicht, wird der Fahrer optisch und akustisch vor zu hoher Geschwindigkeit gewarnt. Dann kann der Fahrer mit der Betriebsbremse das Fahrzeug beibremsen, ohne dass der Tempomat deaktiviert wird.

Fahrverhalten verbessern mit MAN Comfort Drive Suspension

Gleichermaßen zur Sicherheit wie zum Komfort trägt das aktive, elektronisch verstellbare Dämpfungssystem MAN Comfort Drive Suspension (CDS) bei. Durch die stufenlose elektronische Regelung der situativ erforderlichen Stoßdämpferhärte erzielt CDS ein sicheres Fahrverhalten bei gleichzeitig maximalem Dämpfungskomfort. Dabei berücksichtigt das System den Beladungszustand des Busses ebenso wie die Fahraktivitäten (Pedalposition, Geschwindigkeit etc.), Seitenwind und Straßenbeschaffenheit. Dadurch maximiert MAN CDS die Fahrzeugstabilität und verbessert das Fahrzeughandling in kritischen Fahrsituationen. Im normalen Fahrbetrieb sorgt es für eine deutliche Komfortverbesserung. Sowohl Fahrzeug als auch Straße werden durch die so reduzierten Dynamikbelastungen geschont. Als besonders empfehlenswert sieht MAN dieses System für Fahrzeuge mit hohem Schwerpunkt und generell für den Einsatz bei anspruchsvoller Straßenführung. Daher verfügt der NEOPLAN Skyliner serienmäßig über MAN CDS.

Volle Konzentration mit MAN AttentionGuard

Gerade für Einsatzfelder mit langen Autobahnetappen hat MAN neuerdings den Aufmerksamkeitsassistenten MAN AttentionGuard entwickelt. Ziel dieses Assistenzsystems ist es, eine reduzierte Aufmerksamkeit des Fahrers zu erkennen und ihn im Bedarfsfall zu warnen. Daher sieht MAN den Haupteinsatzzweck für dieses System auf langen Etappen mit hohem Autobahnanteil, denn bei einer Fahrt ohne nennenswerte Kurven und bei relativ konstanter Geschwindigkeit ist das Risiko, dass die Aufmerksamkeit des Fahrers nachlässt, deutlich erhöht.

Der AttentionGuard warnt den Fahrer optisch und akustisch, wenn er Unaufmerksamkeit feststellt, er greift jedoch nicht aktiv in das Fahrgeschehen ein. Voraussetzung ist der Einbau des Spurhalteassistenten LGS (Lane Guard System), denn der MAN AttentionGuard bedient sich unter anderem der Daten der LGS-Kamera. Verändert sich das Lenkverhalten auffällig im Vergleich zum Beginn der Fahrt, ist dies ein Indiz für Unaufmerksamkeit, Ablenkung oder Müdigkeit. Erkennt der MAN AttentionGuard dies beim Fahrer, wird im Zentraldisplay die Meldung „Pause empfohlen“ angezeigt. Zudem ertönt einmalig ein akustisches Signal für den Fahrer über die Lautsprecher am Fahrerarbeitsplatz. So trägt der MAN AttentionGuard aktiv zur Sicherheit bei. Weiterhin ist auch eine Meldung über ein haptisches Signal im Fahrersitz möglich.

In der Spur mit MAN Lane Guard System

Seit Mitte 2015 steht für MAN Lion’s Coach, MAN Lion’s Intercity und MAN Lion’s Regio sowie für alle NEOPLAN-Reisebusse die neue Generation des Spurhalteassistenten Lane Guard System (LGS) zur Verfügung. Er unterstützt den Fahrer dabei, die eigene Fahrspur auf gut ausgebauten Straßen einzuhalten. Gegenüber dem Vorgängersystem zeichnet sich die neue Generation durch ein neues Kamerasystem mit verbesserter Software sowie erweiterten Funktionalitäten aus. Beispielsweise aktiviert sich LGS als Neuerung nun nur noch bei Detektion beider Fahrspurmarkierungen rechts wie links. Weiterhin deaktiviert sich das System bei schmalen Fahrspuren und berücksichtigt die typischerweise leicht nach außen versetzte Fahrweise von Nutzfahrzeugen. Dies alles trägt zu einer deutlichen Reduzierung von ungewollten Warnungen bei, was die Akzeptanz des Systems beim Fahrer erheblich steigert.

MAN Lane Guard System ist bei Motorstart automatisch aktiviert. Eine Videokamera hinter der Bugscheibe erfasst die Fahrspurmarkierungslinien. Verlässt der Bus die Fahrspur, ohne dass der Fahrer den Blinker betätigt hat, ertönt ein akustisches Warnsignal aus dem Lautsprecher der entsprechende Seite. Optional besteht die Warnung aus einer Vibration im Sitzkissen der entsprechenden Seite. So hilft LGS, eine auf monotonen Streckenabschnitten typische Unfallursache zu vermeiden: das ungewollte Verlassen der Fahrspur aufgrund von Unaufmerksamkeit.

Auf Abstand mit MAN Adaptive Cruise Control

Der abstandsgeregelte Tempomat MAN Adaptive Cruise Control (ACC) sorgt automatisch für einen konstanten Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Dafür erfasst der Radarsensor hinter der Bugmaske auf bis zu 150 Meter Entfernung den Abstand und die Relativgeschwindigkeit des vorausfahrenden Fahrzeuges auf der eigenen Fahrspur. Anhand dieser Daten, des Spurverlaufs, der eigenen Geschwindigkeit und der Fahreraktion errechnet das ACC-Steuergerät dann die beste Annäherungsstrategie und steuert Beschleunigung bzw. Verzögerung mittels Retarder oder Betriebsbremse.

Die Aktivierung des ACC-Systems erfolgt über das Multifunktionslenkrad, per Wippschalter kann der Sollabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug festgelegt werden. Im Display werden dann Wunschgeschwindigkeit, Geschwindigkeit des Vorausfahrenden und gewählter Sollabstand angezeigt. Betätigt der Fahrer bei aktiviertem ACC das Gaspedal, übersteuert er das System. Nutzt er Bremse oder Redarderhebel, schaltet er damit automatisch das ACC ab.

In erster Linie entlastet dieser Abstandsregeltempomat den Fahrer bei langen Kolonnenfahrten, indem er den gesetzlich geforderten Mindestabstand zuverlässig einhält. Gleichzeitig trägt er zur Sicherheit im Straßenverkehr bei, indem Notbremssituationen und Auffahrunfälle verhindert werden – auch bei witterungsbedingt schlechter Sicht, da Radartechnologie zum Einsatz kommt. Durch die optimale Regelung der Geschwindigkeitsanpassung reduziert sich zusätzlich der Spritverbrauch und dadurch auch der Schadstoffausstoß.

Im Notfall schneller bremsen mit MAN Emergency Brake Assist

Der Notbremsassistent MAN EBA bietet in der zweiten Generation noch mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, die Passagiere und den Fahrer, denn durch die verbesserte Verkehrsraumüberwachung mit Hilfe von Radar und Kamera werden bewegte und stehende Objekte auf der eigenen Fahrspur früher und sicherer erkannt, selbst komplexe Verkehrsszenarien werden zuverlässiger interpretiert. Droht eine Kollision, warnt MAN EBA 2 den Fahrer optisch, akustisch und optional haptisch. Gleichzeitig wird das Motordrehmoment reduziert bzw. limitiert und die Bremsleuchten leuchten auf. Reagiert der Fahrer nicht, leitet das System selbsttätig eine Bremsung ein bis zum Stillstand. Löst sich die Kollisionsgefahr von alleine auf, beispielsweise weil ein langsam vorausfahrendes Fahrzeug auf den Standstreifen gewechselt hat, löst MAN EBA 2 die Bremse und beendet die Warnungen. Das vollständige Motordrehmoment steht wieder zur Verfügung, wenn der Fahrer kurz das Fahrpedal freigibt und anschließend wieder betätigt.

Mit seinen Funktionen hilft der Notbremsassistent, schwere Auffahrunfälle zu vermeiden oder deren Folgen abzumildern. So erfüllt MAN mit dem EBA bereits heute die gesetzlichen Anforderungen der EU-Verordnung 347/2012, die ab 2018 für alle neuzugelassenen Busse in Kraft tritt.

Den Luftdruck unter Kontrolle mit MAN Tyre Pressure Monitoring

Mit dem MAN TPM (Tyre Pressure Monitoring) steht dem Fahrer ein System zur Verfügung, das den Reifendruck des Fahrzeugs ständig überwacht und bei Unterschreitung eines Mindestdrucks warnt. Hierfür wird ein Drucksensor an jeder Felge verbaut, der per Funk die Drucksignale an das Steuergerät weitergibt. Im Display des Kombiintruments wird automatisch eine Warnung angezeigt bei 20 % Solldruckunterschreitung und bei 40 % Solldrucküberschreitung. Zudem hat der Fahrer die Möglichkeit, den Reifendruck jederzeit manuell abzufragen. So lassen sich nahezu alle Pannen durch schleichenden Reifendruckverlust vermeiden, was die Sicherheit erhöht und gleichzeitig Ausfallzeiten reduziert. Zudem lassen sich durch einen optimalen Luftdruck der Kraftstoffverbrauch und der Verschleiß der Reifen deutlich senken. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Druckluftschlauch mit Manometer kann der Fahrer stets und überall den Luftdruck prüfen.

Gute Sicht mit der Licht- und Wischautomatik

Für alle Bus- Baureihen bietet MAN Truck & Bus das automatische Abblendlicht mit Lichtsensor an. Steht der Drehschalter auf „Auto“ schaltet das Fahrzeug das Abblendlicht entsprechend der Umgebungshelligkeit automatisch ein und aus, zum Beispiel bei einsetzender Dämmerung oder bei Tunneldurchfahrt am Tag. Auch bei Regen, wenn der Scheibenwischer länger als fünf Sekunden eingeschaltet ist, wird das Fahrlicht aktiviert. Mit geschaltet werden Schlussleuchten, Begrenzungsleuchten (Standlicht vorne), vordere und hintere Umrissleuchten, Seitenmarkierungsleuchten, Kennzeichen- sowie Armaturenbeleuchtung. Auch der Scheibenwischer kann über einen Regensensor gesteuert werden. Die Empfindlichkeit der Wischautomatik kann der Fahrer per Schalter am Lenkstockhebel über vier Stufen einstellen. Je höher die eingestellte Empfindlichkeit, desto früher reagieren die Scheibenwischer und desto kürzer sind die Wischpausen.

Beide Automatiken entlasten den Fahrer, da er sich so nur auf den Straßenverkehr konzentrieren muss. Die jederzeit passende Beleuchtung des Busses verbessert die Sichtbarkeit und erhöht so die Sicherheit.