30
Januar
2019
|
12:48
Europe/Amsterdam

MAN zeigt viele Neuheiten auf der bauma 2019

Zusammenfassung

MAN präsentiert auf der bauma 2019 Fahrzeuge und Assistenzsysteme als ganzheitliche Lösungen für die Baubranche.

 

  • Neue Motorenfamilie Euro 6 und Premiere der neuen Motorenbaureihe D15 im Lkw
  • MAN TGE von 3 bis 5,5 Tonnen erstmalig auf der bauma
  • Neue Sicherheits- und Assistenzsysteme MAN ComfortSteering und MAN LaneReturnAssist sowie VAS Video-Abbiege-System
  • MAN präsentiert sechs Fahrzeuge aller Baureihen in Halle B4 Stand 325 und weitere fünf Fahrzeuge auf dem Freigelände vor der Halle B4

 

Mit einer Vielzahl an Neuheiten im Antriebsstrang und branchenspezifischen Produktoptimierungen präsentiert sich MAN vom 8. bis 14. April 2019 in München auf der bauma 2019, der Weltleitmesse für Bau- Baustoff- und Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte. Die 11 MAN-Fahrzeuge finden sich im Bereich der Halle B4, innen auf dem Stand 325 sowie auf einem Außenstand vor der Halle.

 

                                                                                                                                   

 

 

Weitere Pressemitteilungen zur bauma 2019

 

 

Zuverlässig und bewährt: Der MAN XLION als Sondermodell

So stellt man sich den MAN vor, der Unternehmer und Fahrer gleichsam begeistert: zuverlässig, robust, ausdauernd und anwendungsorientiert. Und mit diesen Eigenschaften punktet das Sondermodell MAN XLION im täglichen Einsatz.

 

  • Spezielle Ausstattungspakete für Fernverkehr, Traktions- und Verteilerfahrzeuge
  • Kombination aus hochwertiger, segmentspezifischer Ausstattung ab Werk mit landesspezifisch angepassten Extras und Dienstleistungspaketen
  • Aufnahme des neuen D15-Motors in die Angebotspalette der XLION-Fahrzeuge

 

Optisch punktet der MAN XLION auf Wunsch mit einem attraktiven Löwendesign auf den Fahrerhausseiten. Außerdem trägt jedes Fahrzeug auf den Fahrerhaustüren den Schriftzug XLION. Das X im Namen des „Löwen-Lkw“ steht für „extreme“.

MAN präsentiert auf der Messe bauma 2019 ein Fahrzeug in der XLION-Ausführung. Auf dem MAN-Stand in Halle B4 Stand 325 fällt die Kippsattelzugmaschine MAN TGX 18.510 4x2 BLS durch ihr XLION-Löwendesign auf dem XLX-Fahrerhaus auf. Der D26-Motor erhält in der neuen Euro 6-Ausführung 10 PS und 100 Nm Drehmoment mehr als bisher. Er leistet nun 510 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 2600 Nm. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit den neuen Funktionalitäten Comfort Steering und Lane Return Assist.

Segmentspezifische Ausstattungspakete

Die XLION-Pakete bieten spezielle Ausstattungen für Fernverkehr, Traktions- und Verteilerfahrzeuge und kombinieren hochwertige, segmentspezifische Ausstattung ab Werk mit landesspezifisch angepassten Extras und Dienstleistungspaketen. Die Ausstattungen sind so zusammengestellt, dass sowohl Unternehmer von der Wirtschaftlichkeit als auch Fahrer vom Komfort ihres MAN überzeugt sind.

Seit der Vorstellung des MAN XLION auf der IAA im September 2018 erweitert MAN das Angebot um die Fahrzeuge mit dem neuen D15-Motor sowie um die Ausführung mit 430 PS aus der D26-Motorenbaureihe.

Das Sondermodell MAN XLION Traction gibt es künftig für die Baureihe MAN TGS mit einer Motorleistung von 330 PS bis 510 PS. Neben dem MAN Soundsystem, dem LED-Tagfahrlicht und der Offroad-Funktionalität für das ABS gehört das Baustellenpaket zum Lieferumfang. Somit trägt es zu mehr Arbeitssicherheit und Transportzuverlässigkeit bei. Das Paket enthält unter anderem die weniger schmutzempfindliche Innenraumgestaltung in der Farbe Urban Concrete, das Luftleitblech unter dem Motor gegen Staubaufwirbelungen, den fahrerseitigen Bauaufstieg mit langer Haltereling auf dem Dach oder das Steinschlagschutzgitter vor dem Kühler.

Das Sondermodell MAN XLION Longhaul läuft im Fernverkehr als MAN TGX mit allen Motorleistungen bis hin zum Spitzenmodell mit 640 PS. Zur Aufwertung der Optik und des Komforts gehören die umfangreiche Kabinenausstattung des Fahrerkomfort-Pakets, das MAN Soundsystem, das LED-Tagfahrlicht und Chromapplikationen am Stoßfänger. Bei Bedarf kann nun neu auch der Stahlstoßfänger gewählt werden.

Das Sondermodell MAN XLION Distribution bietet MAN bei den beiden Baureihen TGL und TGM mit zwei Achsen und Straßenantrieb unabhängig von der Motorleistung und der Fahrerhausgröße an. Klimaanlage, Freisprecheinrichtung für das Mobiltelefon und MAN-Soundsystem tragen zum Komfort des Fahrers genauso bei wie das MAN-Fahrerkomfortpaket. Dazu gehören je nach Fahrerhausmodell Multifunktionslenkrad, Fahrerkomfortsitz, Sitzbezüge in Komfortqualität oder eine Zentralverriegelung.

Bei allen drei MAN XLION-Sondermodellen kombiniert MAN das hochwertige und branchengerecht ausgestattete Fahrzeug mit speziellen Konditionen des After Sales bei den Wartungsverträgen Service Contract Comfort und Comfort Super.

Regionale, marktspezifische Aufwertungen des MAN XLION

Je nach lokalen Bedürfnissen und Modell können die Vertriebsorganisationen bei der Ausstattung, den Finanzierungskonditionen und Wartungsumfängen spezielle Pakete schnüren und hinzunehmen. Dazu stehen beispielsweise das Style Package, das Safety Package oder aus dem Portfolio der MAN Truck Modification individualisierende Einbauten wie eine Schrankwand an der Kabinenrückwand zur Verfügung.

Kombiniert mit Digital Services von MAN

Aus dem Angebot der MAN Digital Services sind alle Fahrzeuge standardgemäß ausgestattet mit „MAN Essentials“ und „MAN ServiceCare“. Hinzu kommt kostenfrei für die ersten sechs Monate der Service „MAN Advance“. Zu den selben zeitlich befristeten Konditionen gibt es „MAN Perform“ für den Fernverkehr oder für den Bau- und Verteilerverkehr den Service „MAN Compliant“.

„MAN Essentials“ stellt die Basis dar. Er überträgt alle 15 Minuten die Fahrzeugposition und versorgt den Flottenmanager mit relevanten Informationen zur Fahrzeuganalyse. Mit „MAN ServiceCare“ werden Fahrzeugdaten zur Planung von Wartungsterminen und Servicearbeiten an den zuständigen MAN-Stützpunkt übertragen. Das ermöglicht beiden Seiten – Disponent und Werkstatt – eine optimale Planung der Wartungstermine, um die Standzeit des MAN-Lkw möglichst gering zu halten. „MAN Advance“ verlängert die Speicherdauer der Fahrzeugdaten aus MAN Essentials von 10 Tagen auf einen Zeitraum von 25 Monate. Die Auswertung von „MAN Perform“ ermöglicht eine Datenanalyse von Fahrzeug und Fahrer. Und „MAN Compliant“ unterstützt bei dem Download und der Archivierung von Fahrerkarten- und Tachographendaten.

 

 

                                                                                                                                  

 

 

Neue Motorenfamilie für MAN-Trucks im Modelljahr 2019

 

  • Neu: Motorenbaureihe D15 ersetzt die erfolgreiche Baureihe D20
  • Mehr Leistung in der D26-Motorenbaureihe von 10 PS und 100 Nm

 

MAN Truck & Bus fertigt in seinem Motorenwerk in Nürnberg vier Motorenbaureihen zum Einbau in seine Lastwagen. Gemeinsames Element aller MAN-Motoren ist das Common-Rail-Einspritzsystem.

Die Baureihe D08 deckt die Spannbreite von 160 bis 320 PS ab. Die Zahl 08 in der Typbezeichnung weist auf eine Bohrung von 108 mm hin. Der Hub beträgt 125 mm. Je drei Leistungsstufen werden von dem Reihen-4-Zylinder- und von dem Reihen-6-Zylinder-Motor abgedeckt. Diese Motoren sind im Lkw-Programm exklusiv für die Baureihen TGL und TGM vorgesehen.

Bei der 2019 im Lastwagen neu eingeführten Motorenbaureihe D15 verweist die Bezeichnung auf eine Bohrung von 115 mm. Der Hub beträgt 145 mm. In den Baureihen TGS und TGX kommen die drei Ausführungen mit 330 PS, 360 PS und 400 PS zum Einbau.

Die Motorenbaureihe D26 erhielt für das Modelljahr 2019 eine neue Leistungsabstufung mit je 10 PS und 100 Nm Drehmoment mehr. Diese steigt auf 430 PS, 470 PS und 510 PS. Die Bohrung beträgt 126 mm, der Hub 166 mm. Bei den Baureihen TGS und TGX stehen unter anderem diese Motoren zur Wahl.

Die 6-Zylinder-Reihenmotoren D38 sind exklusiv der Baureihe MAN TGX vorbehalten. Sie decken die Leistungsklasse über 500 PS ab und stellen das stärkste Angebot von MAN für Lkw mit 640 PS. Die Daten für Hub und Bohrung lauten 170 / 138 mm.

 

Tabelle der neuen MAN-Motorenfamilie für Lkw in Euro 6-Einstufung für das Modelljahr 2019:

 

BaureiheZylinderHubraumLeistungDrehmoment
D084 Reihe4580 ccm160 PS (118 kW) @ 2300 U/min600 Nm @ 1000 – 1850 U/min
4 Reihe4580 ccm190 PS (140 kW) @ 2300 U/min750 Nm @ 1200 – 1750 U/min
4 Reihe4580 ccm220 PS (162 kW) @ 2300 U/min850 Nm @ 1300 – 1800 U/min
6 Reihe6871 ccm250 PS (184 kW) @ 2200 U/min1050 Nm @ 1200 – 1600 U/min
6 Reihe6871 ccm290 PS (213 kW) @ 2200 U/min1150 Nm @ 1200 – 1700 U/min
6 Reihe6871 ccm320 PS (235 kW) @ 2200 U/min1250 Nm @ 1200 – 1700 U/min
D156 Reihe9037 ccm330 PS (243 kW) @ 1800 U/min1600 Nm @ 1000 – 1400 U/min
6 Reihe9037 ccm360 PS (265 kW) @ 1800 U/min1700 Nm @ 1000 – 1400 U/min
6 Reihe9037 ccm400 PS (294 kW) @ 1800 U/min1800 Nm @ 1000 – 1500 U/min
D266 Reihe12.419 ccm430 PS (316 kW) @ 1800 U/min2200 Nm @ 930 – 1350 U/min
6 Reihe12.419 ccm470 PS (346 kW) @ 1800 U/min2400 Nm @ 930 – 1350 U/min
6 Reihe12.419 ccm510 PS (375 kW) @ 1800 U/min2600 Nm @ 930 – 1350 U/min
D386 Reihe15.256 ccm540 PS (397 kW) @ 1800 U/min2700 Nm @ 900 – 1380 U/min
6 Reihe15.256 ccm580 PS (427 kW) @ 1800 U/min2900 Nm @ 900 – 1380 U/min
6 Reihe15.256 ccm640 PS (471 kW) @ 1800 U/min

3000 Nm @ 900 – 1400 U/min

 

 

 

                                                                                                                                   

 

 

Effizienter mit MAN unterwegs: Unterstützung für den Fahrer, mehr Sicherheit beim Transport

MAN führt zur Messe bauma 2019 neue Sicherheits- und Assistenzsysteme in seinen Baureihen TGM, TGS und TGX ein.

 

  • ACC Stop&Go in noch mehr Modellvarianten
  • MAN ComfortSteering erleichtert die Lenkarbeit
  • MAN LaneReturnAssist verhindert unbeabsichtigtes Abkommen von der Fahrspur

 

Ob im Baustofftransport im Siedlungsbereich und über Land, im Verteilerverkehr oder im internationalen Fernverkehr, Unternehmer, Fahrer und Kunden setzen auf eine zuverlässige, unfallfreie und schnelle Erledigung der Transportaufgaben. Auf der Basis des neuen MAN ComfortSteering, das den Fahrer bei der Lenkarbeit unterstützt, konnte MAN das schon seit Jahren eingesetzte Lane Guard System (LGS Spurhalteassistent) weiter entwickeln und seinen Funktionsumfang um den LaneReturnAssist (LRA Spurrückführungsassistent) ergänzen.

Zusätzlich steht der Adaptive Cruise Control (ACC Abstandsgeregelter Tempomat) mit der Stop&Go-Funktion nun auch für die Fahrzeuge mit dem TipMatic12-Getriebe zur Verfügung. Dieses trifft zu auf die meisten Modellvarianten aus den MAN-Baureihen TGS und TGX, die im Bauhaupt- und –nebengewerbe laufen. Allradfahrzeuge und Ausführungen mit dem Stahlstoßfänger sind hiervon jedoch ausgenommen.

MAN-Fahrassistenzsysteme ACC Stop&Go und EBA2

Um Sicherheit geht es bei den Ausstattungselementen, die MAN auf der bauma 2019 zeigt. Ein wesentlicher Sicherheits- aber vor allem auch Komfortgewinn ist der abstandsgeregelte Tempomat (ACC), den MAN seit 2018 auch mit einer Stop&Go-Funktion anbietet. Diese kam zuerst für Sattelzugmaschinen mit dem MAN TipMatic14-Getriebe auf den Markt und wird künftig auch für eine breite Palette von Fahrzeugen mit dem TipMatic12-Getriebe angeboten.

ACC Stop&Go regelt im Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 25 km/h den Abstand zum Vorausfahrenden auch bei niedrigen Geschwindigkeiten automatisch, bremst das Fahrzeug, wenn nötig, bis zum Stillstand ab und fährt bei kurzen Stopps auch selbstständig wieder an. So schwimmt der Fahrer auch im zähflüssigen Verkehr, im Stau oder in der Stadt entspannt und stressfrei mit. Des Weiteren bietet der ACC von MAN in der neuen Generation zudem ein komfortableres Annäherungsverhalten an vorausfahrende Fahrzeuge. Der Lkw bremst selbstständig hinter dem Vorausfahrenden bis zum Stillstand ab. Dauert die Fahrtunterbrechung weniger als zwei Sekunden, fährt der Lkw wieder selber an. War der Stop länger als zwei Sekunden, betätigt der Fahrer das Fahrpedal oder eine Taste am Multifunktionslenkrad zur Fortsetzung der Fahrt.

Das System entlastet den Fahrer im dichten Verkehr und er bewältigt Stausituationen ermüdungsfreier. Außerdem vermeidet es unnötiges Bremsen und Beschleunigen und reduziert so Bremsenverschleiß und Kraftstoffverbrauch während der Fahrt.

Der Notbremsassistent EBA2 übertrifft die seit November 2018 geltenden verschärften gesetzlichen Vorgaben für Notbremssysteme deutlich. Durch die hochausgereifte Sensordatenfusion von Radar und Kamera kann EBA2 auch anspruchsvolle Verkehrsszenarien zuverlässiger interpretieren, vorausfahrende Fahrzeuge und stehende Hindernisse mit höherer Sicherheit identifizieren, um somit nur bei Bedarf eine Notbremsung auszulösen. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dieser Auslegungsphilosophie verbaut MAN den EBA2 seit Frühjahr 2017 serienmäßig nicht mehr per Taster im Armaturenbrett abschaltbar, um den Sicherheitsgewinn durch das System weiter zu erhöhen. Dabei ist die vollständige Kontrolle des Fahrers über das System weiterhin jederzeit gewährleistet.

MAN bietet den EBA2 für den gesamten Tonnagebereich ab 7,5 Tonnen an und seit Anfang 2018 auch für Fahrzeuge mit Zulassung in den Abgasnorm Euro 3, 4 und 5.

Entlastung des Fahrers durch MAN ComfortSteering

In den Baureihen TGM, TGS und TGX mit der neuen Motorenfamilie in Euro 6 führt MAN im Lauf des Jahres 2019 das aktiv lenkunterstützende System MAN ComfortSteering ein. Ein Elektromotor verstärkt situationsabhängig das vom Fahrer aufgebrachte Lenkmoment mit einem leichten Zusatzmoment, reduziert dadurch die Lenkkräfte und macht das Lenken insgesamt präziser und komfortabler. Angepasst an die Fahrgeschwindigkeit fühlt sich für den Fahrer die Lenkung leichtgängiger beim Rangieren an und bietet hohe Spurtreue bei schneller Fahrt.

Zugewinn an Sicherheit mit dem MAN LaneReturnAssist

Droht ein Verlassen der Fahrspur ohne Betätigung des Blinkers, lenkt der Spurrückführungsassistent LRA (LaneReturnAssist) das Fahrzeug aktiv auf seine Fahrspur zurück. Diese Funktion ergänzt in vielen Ausführungen der MAN-Baureihen TGM, TGS und TGX mit der neuen Motorenfamilie in Euro 6-Ausführung den seit Jahren bekannten und zuverlässig wirkenden Spurverlassenswarner LGS (Lane Guard System). Während dieser im Falle des Abkommens von der Spur akustisch warnt, greift der im Lauf von 2019 verfügbare LRA aktiv ein und führt das Fahrzeug in den Bereich innerhalb der Fahrbahnmarkierungen zurück. Das System bleibt dabei jederzeit vom Fahrer übersteuerbar. Voraussetzung für seine Funktionsfähigkeit ist, dass der Fahrer die Hände am Lenkrad behält, denn er ist für die Fahrzeugführung verantwortlich.

 

                                                                                                                                   

 

 

MAN VAS: Video Abbiege System für beste Sicht nach rechts

 

  • Kamera an der rechten Fahrerhausseite
  • Monitor an der rechten A-Säule
  • Kombination mit Ultraschallsensoren möglich
  • Montage oder Nachrüstung über MAN Truck Modification für die Baureihen TGL, TGM, TGS und TGX

 

Trotz zahlreicher aktiv unterstützender Sicherheitssysteme behält der Fahrer dennoch immer die Verantwortung für die Fahraufgabe. Wesentliche Grundvoraussetzung hierfür ist vor allem eine gute Sicht für den Fahrer und seine uneingeschränkte Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmer. Kritische Situationen beim Abbiegen, dem Spurwechsel oder Rangieren sollen an der erschwert einsehbaren rechten Fahrzeugseite frühzeitig erkannt werden. Ein Kamera-Monitor-System unterstützt den Fahrer, in Ergänzung zu den Rück- und Rampenspiegeln den Bereich neben dem Fahrzeug zu erfassen. So erkennt er, ob sich Gegenstände, wie beispielsweise ein Radfahrer oder ein kleineres Fahrzeug direkt neben seiner Kabine befinden. Beim Rangieren fallen Hindernisse wie Poller, Mauern oder geparkte Fahrzeuge besser auf. Das System aktiviert sich automatisch, wenn der Blinker rechts gesetzt wird. Bei Bedarf kann der Fahrer das System auch über einen Schalter einschalten.

MAN Truck Modification montiert auf Kundenwunsch an der rechten Fahrerhausseite nahe der Dachkante eine Kamera mit einer 150° Weitwinkellinse. Der sieben Zoll große Monitor kommt in der Regel in der Kabine an die beifahrerseitige A-Säule. So hat der Fahrer diesen mit im Sichtfeld beim Blick nach rechts in die Spiegel. Alternativ kann das Kamerasignal auf das sieben Zoll große Display des Infotainementsystems im Armaturenbrett eingespielt werden.

Für noch mehr Sicherheit kann das Kamera-Monitor-System mit Ultraschallsensoren in der Fahrzeugfront und in der rechten Seite ausgestattet werden. Diese registrieren Objekte und andere Verkehrsteilnehmer in bis zu zwei Meter Entfernung zum Fahrerhaus. Nähern sich weitere Verkehrsteilnehmer, wird der Fahrer optisch über LED-Warnleuchten und akustisch über Signalton gewarnt. Der Fahrer kann die potenzielle Gefahrensituation so rechtzeitig erkennen und entsprechend reagieren.

Diese Ausrüstung ist ab Werk mit bestellbar. Ein nachträglicher Einbau ist ebenfalls möglich.

 

                                                                                                                                  

 

 

MAN TGE erstmalig auf der Messe bauma

 

  • Erstmalig auf der bauma: MAN TGE von 3 bis 5,5 Tonnen
  • Messepremiere des 5,5-Tonners als MAN TGE 6.180 mit Kipperaufbau

 

Zum ersten Mal auf der bauma stellt MAN Fahrzeuge aus der Baureihe TGE aus. Seit April 2017 führt MAN den TGE, seinen leichten Transporter mit dem Löwen im Kühlergrill, sukzessive in verschiedene europäische Märkte ein. Auf dem MAN-Messestand in Halle B4 Nummer 325 feiert der 5,5-Tonner mit der Typbezeichnung TGE 6.180 4x2 mit einem Dreiseitenkipperaufbau seine Premiere. Direkt vor der Halle präsentiert sich ein MAN TGE 3.180 4x2 als Schwertransportbegleitfahrzeug BF4.

Umfangreiches Produktportfolio für die Baubranche

Baufirmen und Handwerksbetriebe sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe finden für ihre vielfältigen Aufgaben im weit gespannten TGE-Produktportfolio das passende Fahrzeug. Mit geschlossenen Kastenwagen, verglasten Kombi und Fahrgestellen bietet MAN ein umfassendes Angebot an Karosserieformen. Zur Wahl stehen zwei Radstände, drei Überhänge und drei Dachhöhen. Bei entsprechender Konfiguration ergibt sich eine maximale Nutzlast von über 1,5 Tonnen beim 3,5-Tonner und bei dem Kastenwagen ein maximales Laderaumvolumen von 18,4 Kubikmeter.

Für die Fahrgestelle gibt es Einzel- und Doppelkabinen. Letztere bieten mit bis zu sieben Sitzplätzen den Mitarbeitern eine bequeme und sichere Fahrt auf die Baustelle.

Der Einstieg in die Baureihe MAN TGE beginnt bei 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Das obere Ende liegt bei 5,5 Tonnen mit einer zwillingsbereiften Hinterachse. Weitere 3,5 Tonnen lassen sich mittels Anhängerkupplung bewegen. Die Wahl des Antriebs fördert die Variantenvielfalt. In Abhängigkeit des zulässigen Gesamtgewichts sind Front- und Heck- sowie Allradantrieb möglich, wahlweise mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder 8-Gang-Automatikgetriebe. Im MAN TGE arbeitet eine komplett neue Diesel-Motoren-Generation, die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit verspricht. Angeboten werden die 1.968 cm3 großen Motoren mit 75 kW / 102 PS, 90 kW / 122 PS, 103 kW / 140 PS und 130 kW / 177 PS. Entwickelt wurde der Vierzylinder speziell im Hinblick auf die „harten“ Anforderungen eines Nutzfahrzeuglebens. Sparsamkeit und Robustheit stehen damit an oberster Stelle.

Für den Einsatz des MAN TGE in der Baubranche bietet MAN ab Werk eine Vielzahl an Aufbauten und Ausbauten an. So können Dreiseitenkipper von den Firmen Scattolini, Henschel und Schoon für den 3,5 Tonner und 5,5 Tonner bestellt werden. Für Service- und Werkstattwagen stehen ab Werk flexibel einzurichtende Regalsysteme von den Firmen Bott und Sortimo zur Auswahl.

Pausiert der Baubetrieb witterungsbedingt im Winter, kann der MAN TGE eine Aufgabe im Winterdienst übernehmen. Dafür kann eine Montagehalterung für den Schneepflug montiert werden. Auf der Ladefläche ist Platz für einen Streuer.

Zwei TGE-Exponate bei MAN auf der Messe bauma

Im Herbst 2018 lief die Produktion des größten Kippers in der TGE-Baureihe an. Den auf der Messe ausgestellten MAN TGE 6.180 zeichnen der stärkste Motor, das 6-Gang-Schaltgetriebe, eine Zwillingsbereifung an der blattgefederten Hinterachse, die Einfachkabine mit drei Sitzplätzen und ein Dreiseitenkipper von Meiller aus.

In auffallender schwefelgelber Lackierung präsentiert sich ein MAN TGE 3.180 auf dem MAN-Außenstand neben Halle B4. Sein Erscheinungsbild und der Dachaufbau mit einer Wechselverkehrszeichenanlage weisen auf den Einsatz als Begleitfahrzeug für Großraum- und Schwertransporte vom Typ BF4 hin. Der Kastenwagen mit drei Sitzplätzen erhielt eine Inneneinrichtung zur Lagerung der mitzuführenden Absperrmaterialien und Messgeräte. Der Ausbau des Fahrzeuges erfolgte bei der Firma Kustech in Techau bei Lübeck.

Höchste Sicherheit durch Assistenzsysteme

Mit dem im TGE serienmäßigen Notbremsassistenten EBA (Emergency Brake Assist) steuert MAN einen wesentlichen Bestandteil zur Verkehrssicherheit bei. Dazu überprüfen Abstandssensoren kritische Abstände zum Vordermann und helfen, den Anhalteweg zu verkürzen. Die integrierte City-Notbremsfunktion bremst darüber hinaus bei niedrigen Geschwindigkeiten das Fahrzeug automatisch ab. Das reduziert die Gefahr von Auffahrunfällen als eine der häufigsten Unfallursachen, minimiert damit Ausfallzeiten und Reparaturkosten und erhöht im Gegenzug den Restwert. Der optional erhältliche Rückfahrassistent unterstützt dagegen beim rückwärtigen Ausparken. Des Weiteren lässt sich ein Anhängerrangierassistent bei Bedarf aktivieren. Darüber hinaus kompensiert die elektromechanische Servolenkung Gegenlenkkräfte, wie sie beispielsweise durch Seitenwinde entstehen. Für hohen Komfort auf langen Autobahnetappen sorgt der abstandsgeregelte Tempomat. Der Sicherheit Aller dienen die Müdigkeitserkennung und die Multikollisionsbremse. Mit Letzterer können Folgekollisionen mit anderen Hindernissen oder Verkehrsteilnehmern verhindert werden.