16
Oktober
2017
|
09:00
Europe/Amsterdam

Volles Sortiment – MAN stellt seine Van- und Lkw-Produktneuheiten für das Jahr 2018 vor

Zusammenfassung

Mit dem neuen MAN TGE erweitert das Münchner Traditionsunternehmen sein Angebot zum Fullrange Anbieter. Seit April dieses Jahres runden die leichten Transporter mit dem Löwen im Kühlergrill das Produktportfolio von MAN nach unten ab. Damit wächst das zukünftige Geschäftsfeld um Transportaufgaben von 3 bis 44 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Zusammen mit zahlreichen Neuerungen bei den Lkw-Baureihen startet MAN nun erstmals als Vollsortimenter in das Jahr 2018.

  • MAN mit Vollsortiment von 3 bis 44 Tonnen
  • Neuer MAN TGE und sofort verfügbare Branchenfahrzeuge „Vans to go“
  • MAN Lkw-Baureihen mit neuem Innenraum- und Bedienkonzept
  • Neuer D08SCR-Motor für MAN TGL und TGM
  • Serienmäßige RIO-Box bei allen neuen MAN Lkw mit Euro 6 in Europa

Mit dem neuen MAN TGE betritt die Münchner Traditionsmarke erstmals die Transporter-Welt. Seit April läuft die Produktion, nur einen Monat zuvor startete der offizielle Verkauf. Damit überträgt MAN das gewohnt kundenorientierte Lkw-Geschäft in die Klasse der Transporter. Hierbei besticht der Neuzugang mit seiner Variantenvielfalt. Neben dem geschlossenen Kastenwagen und verglasten Kombi bereichern die Fahrgestelle mit Einzel- und Doppelkabine das Portfolio an Karosserieformen. Ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,0 bis 5,5 Tonnen sowie sparsame und robuste Antriebe mit Leistungen von 102 bis 177 PS machen ihn zur idealen leichten Transportlösung in Bau, Handwerk und Personenbeförderung aber auch für vielfältige Anwendungen in der Verteiler-Logistik. Mit Vans to go stellt MAN in Barcelona erstmalig sein Angebot sofort verfügbarer Komplettfahrzeuge für den TGE mit Aus- und Aufbauten direkt ab Werk vor.

Im mittleren Lkw-Segment fahren MAN TGL und TGM unter anderem mit einem neuen Motor mit neuen Leistungsstufen vor. Die neue MAN D08SCR-Motorgeneration zeichnet sich durch ihre rein auf SCR-Technologie beruhende Abgasnachbehandlung und einen einfacheren Aufbau aus. Dies erweitert sowohl das Einsatzspektrum, dient der Wartungsfreundlichkeit und stärkt die Zuverlässigkeit. Außerdem konnte MAN den Verbrauch des neuen Aggregates noch einmal um 5,5 Prozent reduzieren. Neue Funktionen für das TipMatic-Getriebe kommen Fahrkomfort und Effizienz bei TGL und TGM zusätzlich zu Gute. Im Inneren der Kabine erfährt der Arbeitsplatz durch neue Bedienelemente eine weitere Aufwertung und wird für den Fahrer noch anwendungsfreundlicher.

Während sich die neue Innenraumgestaltung bei den kurzen C- und M-Fahrerhäusern vor allem rund um den Arbeitsplatz findet, profitiert der Fahrer in den langen L-, LX-, XL-, XLX- und XXL-Fahrerhäusern, wie sie vor allem bei MAN TGX und TGS zum Einsatz kommen, zusätzlich von einer überarbeiteten Gestaltung des Wohnbereiches. Dazu gehört neben dem neuen voll unter der Liege versenkbaren Kühlschrank ein neues Ablagen- und Leuchtenangebot. Über ein neues Bedienkonzept lassen sich alle wichtigen Komfortfunktionen steuern. Für einen erholsamen Schlaf sorgt darüber hinaus bei der TGX-Baureihe ein Akustikpaket, das mit umfangreichen Dämmmaßnahmen das Geräuschniveau in der Kabine noch einmal merklich reduziert.

Damit auch Stausituationen und zäh fließender Verkehr den Fahrer so wenig wie möglich ermüden, hat MAN den Abstandstempomaten ACC in seiner neuen Variante mit einer Stop-and-Go-Funktion ausgestattet. Sie regelt den Abstand zum Vorausfahrenden auch bei niedrigen Geschwindigkeiten automatisch, bremst das Fahrzeug, wenn nötig, bis zum Stillstand und fährt bei kurzen Stopps auch selbstständig wieder an. So schwimmt der Fahrer auch im Stop-and-Go-Verkehr entspannt und stressfrei mit.

Damit Kunden mit ihrem MAN bei ihren Logistikabläufen ebenso optimal im Fluss bleiben, ist seit August jeder Neu-Lkw mit dem Löwen im Kühlergrill in Europa, der die Euro 6-Norm erfüllt, mit einer RIO-Box ausgestattet. Sie eröffnet als technische Schnittstelle den Zugang zu RIO, dem neuen Digitalangebot von Volkswagen Truck & Bus. Hiermit wird bei MAN der erste Baustein für eine Infrastruktur gelegt, deren Services in Zukunft die gesamte Transport- und Logistikbranche vernetzen können. Über die cloud-basierte Technologielösung RIO können Kunden bald zentral auf die unterschiedlichsten Daten ihrer Flotte zugreifen sowie zahlreiche Services aus der Transport- und Logistik-Branche nutzen. 

                       

                                                                                                                                                                                              

 

MAN TGE Kombi Shuttle

MAN stellt mit dem TGE Kombi Shuttle das erste Van-Produkt aus der hausinternen Edelschmiede BMC (Bus Modification Center) vor. Mit dem TGE Kombi Shuttle wendet sich MAN an Hotels, Taxi-Unternehmen und Limousinen-Dienste, die oftmals VIPs oder kleine Gruppen befördern.

  • Ausbau des MAN TGE durch das Bus Modification Center (BMC) in Plauen
  • MAN TGE Shuttle

Im BMC bündelt MAN seine Buskompetenzen, um passende Lösungen für den jeweilig individuellen Bedarf zu suchen. Das Aufgabenspektrum ist dabei vielfältig und umfasst exklusive Sonderfahrzeuge wie Teambusse, Spezialbusse für Justizanwendungen oder Büchereibusse ebenso wie Busse für spezielle Kunden, zum Beispiel Präsidenten oder Popstars. Mit dem BMC können den Kunden für ihre speziellen Anforderungen schlüsselfertige Lösungen aus einer Hand angeboten werden. Damit fängt das Bus Modification Center dort an, wo das Serienportfolio endet.

Im Mittelpunkt des dunkel verglasten MAN TGE steht nun eine individuelle Bestuhlung des Fonds. Basis des Ausbaus ist ein spezieller Fußboden mit eingelassenen Sitzschienen. Darauf können die jeweiligen Einzelsitze ohne Zuhilfenahme von Werkzeug – in Abhängigkeit der zu befördernden Gruppenstärke – mittels eines Schnellverschlusses montiert und verstellt werden. Integrierte Dreipunkt-Sicherheitsgurte am jeweiligen Sitz sorgen für eine individuelle Anpassung an die eingenommene Sitzposition und somit für eine bequeme Reise. Der Einstieg in den Fahrgastraum erfolgt über eine sich elektrisch öffnende und schließende Schiebetür. Die großzügige Öffnung von rund 1,3 Meter Breite und gut 1,8 Meter Höhe ermöglicht zusammen mit der gleichfalls elektrisch aus- und einfahrende Trittstufe ein leichtes und bequemes Ein- und Aussteigen. Die Steuerung erfolgt sowohl per Knopfdruck seitens des Fahrers oder durch einfaches Anziehen des Türgriffs. Die in das Fahrzeug zusätzlich eingebrachte Wärme- und Schallisolierung hinter den Seiten- und Säulenverkleidungen sowie ein weiterer Wärmetauscher sorgen für angenehme Temperaturen während der Reise.

Der MAN TGE Kombi Shuttle ist mit Front- und Allradantrieb bestellbar, wahlweise mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder einem 8-Gang-Automatikgetriebe. Unabhängig des Antriebs steht ein Vierzylinder-Dieselmotor mit unterschiedlichen Leistungsstufen zur Verfügung. Sparsamkeit und Robustheit standen bei dessen Entwicklung an oberster Stelle. Angeboten werden die 1.968 cm3 großen Motoren mit 75 kW / 102 PS, 90 kW / 122 PS, 103 kW / 140 PS und 130 kW / 177 PS. In Deutschland wird der Kombis Shuttle via So.Kfz. zugelassen.

 

                                                                                                                                                                                               

 

Der neue TGE – der MAN unter den Transportern

Mit dem neuen MAN TGE betritt die Münchner Traditionsmarke erstmals die Transporter-Welt – seit April läuft die Produktion, nur einen Monat zuvor startete der offizielle Verkauf. Mit dem TGE stellt MAN ein leichtes Nutzfahrzeug auf die Räder, das flankiert von seinen großen Brüdern Nutzer begeistert, die längst mit schweren Lkw professionelle Arbeit leisten. Ausgewiesene TGE-Verkaufsberater sorgen dabei stets für eine maßgeschneiderte Kundenlösung.

  • MAN als Full-Range-Anbieter
  • Bis zu 18,4 Kubikmeter Ladevolumen
  • Motoren von 75 kW bis 130 kW
  • Serienmäßige Sicherheit durch Notbremsassistenten
  • Service und Einsatz rund um die Uhr

Full-Range-Anbieter

MAN avanciert mit einem Angebot von 3,0 bis 44 Tonnen zum Full-Range-Anbieter, wenn es darum geht, für jede Transportaufgabe die richtige Antwort zu haben. Mit dem neuen TGE überträgt MAN das gewohnt kundenorientierte Lkw-Geschäft in die Klasse der Transporter. Die beste Lösung für den Kunden rückt dabei stets in den Vordergrund. Speziell ausgebildetes und geschultes Personal steht dazu als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Langjährige Erfahrung sowie eine reibungslose Verzahnung mit den unterschiedlichen Aufbauherstellern ist damit ebenso selbstverständlich wie die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Großkunden. In kooperativem Teamwork zwischen Kunde, Aufbauhersteller, Vertrieb und Service entsteht so ein Fahrzeug, das über die Länge der Laufzeit den besten Nutzwert abbildet. Die Zielgruppen sieht MAN beispielsweise in der Logistik und im Bau, aber auch branchenspezifische Anforderungen aus Handwerk und Personenbeförderung sind zukünftige Einsatzgebiete des leichten „Lastwagens“ aus dem Hause MAN Truck & Bus. Allen Anwendungen gemein: Durch den niedrigsten cW-Wert von 0,33, dem geringsten Verbrauch seiner Klasse sowie geringen Wartungs- und Reparaturkosten begeistert der neue MAN TGE mit bestem Total Cost of Ownership (TCO).

Viel Platz und hohe Zuladung

Neben dem geschlossenen Kastenwagen und verglasten Kombi bereichern die Fahrgestelle mit Einzel- und Doppelkabine das Angebot an Karosserieformen. Selbstverständlich lassen sich Letztere auch mit einer hohen Vielzahl an Aufbauten ab „Werk“ ordern. Für den neuen MAN TGE stehen zwei Radstände, drei Dachhöhen und drei Fahrzeuglängen zur Wahl. Die Fahrzeuglängen der Kastenwagen reichen von 5.983 mm über 6.833 mm bis hin zum 7.388 Millimeter langen MAN TGE mit großem Überhang. Die Fahrzeughöhen beziffern sich auf 2.340 mm, 2.575 mm und 2.800 Millimeter. Bei entsprechender Kombination resultiert daraus ein maximales Laderaumvolumen von 18,4 Kubikmeter. Immer der Fall: ein via LED-Leuchten hell illuminierter Laderaum. Der Einstieg in den MAN TGE beginnt bereits bei 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht – das obere Ende liegt bei 5,5 Tonnen. Weitere 3,5 Tonnen lassen sich via Anhängerkupplung bewegen. Herausragend ist beispielsweise die maximale Nutzlast des 3,5-Tonners. Er kann im Idealfall bis zu 1,5 Tonnen Zuladung schultern.

Vielfalt und Wirtschaftlichkeit im Antrieb

Variantenreich sind auch die Antriebe. In Abhängigkeit des zulässigen Gesamtgewichts sind Front- und Heck- sowie Allradantrieb möglich, wahlweise mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder 8-Gang-Automatikgetriebe gekoppelt. Im MAN TGE startet eine komplett neue Diesel-Motoren-Generation. Diese debütierte vor gut einem Jahr im weltweit bekannten und erfolgreichen Volkswagen Transporter und steht damit einmal mehr für Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Zudem ist der Vierzylinder speziell im Hinblick auf die „harten“ Anforderungen eines Nutzfahrzeuglebens entwickelt worden. Sparsamkeit und Robustheit standen damit an oberster Stelle. Eigenschaften, die der MAN TGE nun zu einer Tugend bündelt und somit ökonomisch wie ökologisch neue Bestwerte verspricht. Angeboten werden die 1.968 cm3 großen Motoren mit 75 kW / 102 PS, 90 kW / 122 PS, 103 kW / 140 PS und 130 kW / 177 PS.

Komfort und Alltagstauglichkeit im Interieur

Hinter dem Lenkrad entwickelt sich der Arbeitsplatz Nutzfahrzeug zum Lebensraum TGE. Zahlreiche gut durchdachte Ablagen unterstützen die Arbeit des Fahrers im Alltag. Die in vier Ausführungen erhältlichen Fahrersitze, die in Polsterung und Ausformung durch Langstreckenkomfort und Seitenhalt überzeugen, lassen keine Wünsche offen. Abriebfeste und bewährte Bezüge aus den Lkw-Baureihen garantieren indes Langlebigkeit.

Höchste Sicherheit durch Assistenzsysteme

Mit dem serienmäßigen Notbremsassistenten EBA (Emergency Brake Assist) steuert MAN einen wesentlichen Bestandteil zur Verkehrssicherheit bei. Dazu überprüfen Abstandssensoren kritische Abstände zum Vordermann und helfen, den Anhalteweg zu verkürzen. Die integrierte City-Notbremsfunktion bremst darüber hinaus bei niedrigen Geschwindigkeiten das Fahrzeug automatisch ab und reduziert somit eine der häufigsten Unfallursachen, minimiert damit Ausfallzeiten und Reparaturkosten und erhöht im Gegenzug den Restwert.

Der optionale Rückfahrassistent unterstützt beispielsweise beim rückwärtigen Ausparken. Des Weiteren lässt sich ein Anhängerrangierassistent bei Bedarf aktivieren. Darüber hinaus kompensiert die elektromechanische Servolenkung Gegenlenkkräfte, wie sie beispielsweise durch Seitenwinde entstehen.

Für hohen Komfort auf langen Autobahnetappen sorgt der abstandsgeregelte Tempomat. Der Sicherheit aller dienen die Müdigkeitserkennung und die Multikollisionsbremse: Mit Letzterer können Folgekollisionen mit anderen Hindernissen oder Verkehrsteilnehmern verhindert werden.

Herausragender Service

Des Weiteren profitiert und partizipiert die neue Baureihe mitunter vom professionellen MAN-Service: Dieser ist unter anderem bekannt durch seine unkomplizierte Hilfe auch ohne Werkstatttermin, seine schnelle Hilfe im Notfall auch am Wochenende und nachts sowie durch seine sehr langen Öffnungszeiten. Selbstverständlich steht dabei der Service für das Komplettfahrzeug ebenso im Fokus wie flexible Wartungs- und Reparaturverträge. Garantieerweiterungen, eine Mobilitätsgarantie sowie der 24-Stunden-Pannendienst runden die Werkstattleistungen ab.

Darüber hinaus bietet MAN maßgeschneiderte Financial Services, die den Fuhrparkleiter sowie Eigner beim Kauf und während der Laufzeit des Fahrzeugs unterstützen.

Für eine kontinuierliche Weiterbildung der Fahrer lassen sich verschiedene Lehrgänge unter dem Label MAN ProfiDrive buchen. Hier werden beispielsweise in unterschiedlichen Modulen das richtige Verhalten bei Notfällen, wirtschaftliches Fahren oder aber das richtige Sichern der Ladung trainiert. Mit diesen Dienstleistungen lässt sich für den Nutzer und Eigentümer ein Rundum-sorglos-Paket schnüren, wie es im Segment der leichten Nutzfahrzeuge nur selten zu finden ist.

 

                                                                                                                                                                                              

 

Bewährte Fahrzeuggattung für Europa – der Markt des MAN TGE

Erstmals nimmt MAN ein leichtes Nutzfahrzeug im Portfolio auf. Hohe Zuwachsraten im Segment der Transporter als auch die Erweiterung der Service- und Vertriebsaufgaben sowie des eigenen Produkt-Portfolios sind beispielhafte Gründe für das Engagement. Mit den Insignien der Marke ist der neue TGE fortan bei MAN die erste Antwort auf die leichten und schnellen Aufgaben, die das tägliche Arbeitsleben rund um Transport und Beförderung stellt.

  • Der Markt des MAN TGE
  • Die Zielgruppen des TGE

Der Markt des MAN TGE

MAN stellt mit dem TGE ein leichtes Nutzfahrzeug auf die Räder, das flankiert von seinen großen Brüdern Nutzer begeistert, die längst mit schweren Lkw professionelle Arbeit leisten. In den vergangenen Jahren sind die Zulassungszahlen in Europa und das Angebot leichter Nutzfahrzeuge sukzessive gestiegen. Allein in Europa wird für die kommenden drei Jahre im C/D-Segment (3,0 bis 6,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht) ein Wachstum von rund zehn Prozent erwartet. Erhöhter Warenkonsum via Internetbestellung, allgemeingültige Zulassungsbedingungen, einheitliche Führerschein-Regelungen, hohe Nutzungsvielfalt sowie Pkw-ähnliches Agieren und Fahrverhalten sind wohl die Hauptgründe für den zunehmenden Einsatz großer Transporter. Ansprechendes Design und eine nahezu uneingeschränkte Variabilität spielen eine zusätzliche Rolle.

Schwerpunktmärkte des MAN TGE sind neben dem deutschsprachigen Raum das südliche und südwestliche Europa. Allen voran die traditionell starken Märkte Italien und Frankreich, die laut Zulassungsstatistik zusammen in den vergangenen Jahren mehr als 120.000 Neuzulassungen jährlich im C/D-Segment meldeten. Nicht zu vergessen, die Benelux-Staaten und die des Vereinigten Königreichs, deren Märkte stetig wachsen und zurzeit gleichfalls mehr als 120.000 Fahrzeuge absetzen. Prognosen ergeben ähnlich hohe Zahlen in Deutschland. Die eingangs erwähnte Konsolidierung der Parameter und Märkte lassen für die Zukunft im Inland gleichfalls einen Anstieg auf rund 125.000 Fahrzeuge vermuten. Zahlen, die zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.

Die Zielgruppen des MAN TGE

Die Zielgruppen des neuen MAN TGE sind dabei so unterschiedlich wie sein Einsatzbereich. Ein Großteil des Bedarfs stellen die drei Berufsgruppen „Logistik“, „Kurier-, Express- und Paketdienstleister“, „Kundendienst“ und „Handwerk“. Traditionell sieht MAN seine Stärken in der Logistik und im Bau. Aber auch branchenspezifische Anforderungen aus Handwerk und Personenbeförderung sind zukünftige Einsatzgebiete des leichten „Lastwagens“ aus dem Hause MAN Truck & Bus. Ungeachtet der hohen Variabilität des MAN TGE dürfte ein Schwerpunkt der Derivate, gemäß der hohen Akzeptanz im Bauhandwerk, bei Chassis mit Allrad- oder Heckantrieb liegen. Zudem ist zu erwarten, dass der Kundenwunsch nach hohen Zuladungsreserven das Segment der Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht belebt. Dazu stehen in Europa zum Verkaufsstart spezialisierte MAN TGE-Verkäufer als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Eine reibungslose Verzahnung mit den unterschiedlichen Aufbauherstellern ist damit ebenso selbstverständlich wie die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Großkunden. Nicht zu vergessen: hochwertig ausgestattete Kombis als Neunsitzer zur Personenbeförderung. Des Weiteren profitiert und partizipiert die neue Baureihe vom professionellen MAN-Service: Dieser ist unter anderem bekannt durch seine unkomplizierte Hilfe auch ohne Werkstatttermin, seine schnelle Unterstützung – im Notfall auch am Wochenende und nachts – sowie durch seine sehr langen Öffnungszeiten. Selbstverständlich steht dabei der Service für das Komplettfahrzeug ebenso im Fokus wie flexible Wartungs- und Reparaturverträge. Garantieerweiterungen, eine Mobilitätsgarantie sowie der 24-Stunden-Pannendienst runden die Werkstattleistungen ab.

 

                                                                                                                                                                                             

 

Durchzugsstark und einsatzorientiert – Motor und Antrieb des MAN TGE

Mit dem breit gestaffelten Aggregate-Programm deckt MAN großflächig die Wünsche der Kunden ab. Basierend auf einem zwei Liter großen Basismotor sind in vier Schritten und in Abhängigkeit des Antriebs Leistungen zwischen 75 kW / 102 PS und 130 kW / 177 PS möglich. So sind mit Überschneidungen jeweils drei Motorversionen für den reinen Heck- und den reinen Frontantrieb bestellbar. Für die Allradversionen stehen im neuen MAN TGE zwei Leistungsstufen zur Verfügung.

  • Neueste Dieselmotoren-Generation
  • Front-, Heck- und Allradantrieb
  • Schalt- und Automatikgetriebe
  • Elektromechanische Lenkung

Motoren

Im MAN TGE startet eine komplett neue Dieselmotoren-Generation. Dieser Motor debütierte vor gut einem Jahr im weltweit bekannten und erfolgreichen Volkswagen Transporter und steht damit einmal mehr für Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Zudem ist der mit einer Ladeluftkühlung ausgestattete und turboaufgeladene Vierzylinder speziell im Hinblick auf die „harten“ und unterschiedlichen (Kurz- und Langstrecke) Anforderungen eines leichten Nutzfahrzeugs entwickelt worden. Sparsamkeit und Robustheit sowie eine Auslegung auf mehrere 100.000 Kilometer Mindestlaufleistung standen damit an oberster Stelle. Eigenschaften, die der MAN TGE nun zu einer Tugend bündelt und somit ökonomisch wie ökologisch neue Bestwerte verspricht. Angeboten werden die 1.968 cm3 großen Dieselmotoren mit 75 kW / 102 PS, 90 kW / 122 PS, 103 kW / 140 PS und 130 kW / 177 PS. Dabei spannen die Motoren ein Drehmomentbogen von 280 Nm über 300 Nm und 340 Nm bis hin zu 410 Newtonmeter. Die Verbräuche liegen zwischen 6,7 und 7,0 Litern Diesel auf 100 Kilometer und damit auf dem niedrigsten Niveau im Segment. Folglich liegen die CO2-Emissionswerte zwischen 175 und 184 g/km. Die Abgasreinigung im Sinne der Euro 6 erfolgt mittels eines SCR-Katalysators, der sein AdBlue aus einem 18 Liter großen Tank bezieht. Im Durchschnitt beläuft sich der Verbrauch des Reaktionsmittels auf rund 0,15 Liter pro 100 Kilometer.

Antrieb

In Abhängigkeit des zukünftigen Einsatzes kann der Kunde unter drei Antriebsarten entscheiden. Den Anfang macht der im Segment übliche Frontantrieb. Er verspricht im Vergleich zum Heckantrieb aufgrund des rund 100 Millimeter tiefer liegenden Laderaumbodens und der daraus resultierenden niedrigeren Ladekante über die gesamte MAN TGE-Baureihe das größte Laderaumvolumen von rund 18 Kubikmeter. Ein weiterer Vorteil: Die kompakte Antriebseinheit des querliegenden Motors und Getriebes reduziert zudem das Leergewicht und erhöht damit die maximale Nutzlast bei vergleichbarer Karosserie. Das zulässige Gesamtgewicht der frontangetriebenen Version erstreckt sich von 3,0 bis 4,0 Tonnen.

Gleiches gilt für den Allradantrieb: Aufgrund der baugleichen Technik im Vorderwagen endet das maximale Gesamtgewicht auch hier bei 4,0 Tonnen. Das ermöglicht im Kastenwagen Zuladungen von rund 1,35 Tonnen. Die Traktionsvorteile des 4x4 liegen auf der Hand. Überall dort, wo es abseits asphaltierter Straßen zu arbeiten gilt, wird die Allrad-Version ihre Bestimmung finden. Das gilt natürlich auch für Länder und Regionen, die mit Steigungen und Gefällen stark gebirgig oder im Winter besonders schneereich sind.

Lust auf Last haben die Versionen mit Heckantrieb. Anders als seine Brüder, schultert das klassische Antriebskonzept mit längsliegendem Motor und Getriebe Tonnagen von 3,5 bis 5,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Zudem stellt der Hinterradantrieb einen souveränen Umgang mit der Lastverteilung sicher und bietet sich vor allem in Verbindung als Zugfahrzeug im Anhängerbetrieb an. Während der 3,5-Tonner die Kraft über ein offenes Differential an eine Einzelbereifung verteilt, sorgen bei der schweren 5,5-Tonnen-Ausführung Zwillingsreifen für ausreichend Traktion bei geringerer Flächenpressung. Das ist vor allem auf losen und unbefestigten Untergründen von Vorteil. Abgestimmte Achsübersetzungen sorgen zudem bei jeder Tonnage für eine adäquate Kraftentfaltung.

Wahlweise stehen in Abhängigkeit der Motorisierung ein 6-Gang-Handschaltgetriebe oder ein 8-Gang-Automatikgetriebe zur Verfügung. Durch die Vielzahl an Gängen konnten geringere Übersetzungssprünge erzielt werden. Mit sehr positiven Auswirkungen auf Verbrauch und Agilität: Dank dieser größeren Spreizung arbeitet der Dieselmotor in allen Drehzahlbereichen mit einem optimierten Wirkungsgrad ohne Abriss der Durchzugskraft. Während der achte Gang als drehzahlreduzierte und damit kraftstoffsparende Overdrive-Stufe ausgelegt wurde, erleichtert der verkürzte erste Gang das Anfahren mit voller Ausladung oder im Anhängerbetrieb. Beide Getriebe sind auch mit dem Allradantrieb kombinierbar. Zusätzlich gibt es optional für den Heckantrieb eine Quersperre. Ein mechanischer Nebenabtrieb mit einer Leistung von bis zu 40 kW ist in Verbindung mit dem längs eingebauten Getriebe der heckangetriebenen MAN TGE möglich (s. auch Auf- und Ausbauten).

Fahrwerk

Das Fahrwerk des neuen MAN TGE mit Einzelradaufhängung vorne (McPherson-Federbein) und Starrachse an Blattfedern hinten sucht in seiner Abstimmung im Segment der Transporter seinesgleichen. So standen bei der Entwicklung stets ein sicheres und exzellentes Handling und der Wunsch nach vorbildlichen, Pkw-ähnlichen Fahreigenschaften im Vordergrund. Dadurch besticht der front-, allrad- und auch der heckangetriebene MAN TGE selbst bei maximaler Beladung mit einer ausgezeichneten Dynamik und Fahrstabilität. Unterschiedlich progressive Federkennungen als auch Blattfederlagen (bis zu drei), Stabilisatoren an beiden Achsen und die hohe Steifigkeit von Rahmen und Karosserie tragen einen weiteren Teil zum sicheren Handling bei. Die Modelle mit Einzelbereifung stehen auf Rädern der Größe 235/65 16 C, die Doppelbereifung führt zu den Dimensionen 205/75 16 C. Auf Wunsch können andere Reifen- und Felgengrößen geordert werden.

Das auffallend agile Fahrverhalten wird durch eine elektromechanische Lenkung unterstützt. Sie ist Voraussetzung für eine Vielzahl an Sicherheits- und Komfortfunktionen, die in zahlreichen Fahrerassistenzsystemen zur Anwendung kommen. So sind beispielsweise aktive Lenkeingriffe, wie sie beim Park- und Ausparkassistent nötig werden, erst mit dieser vom Motor entkoppelten Lenkung möglich. Zudem verbraucht eine elektromechanische Lenkung gegenüber einer herkömmlichen Servolenkung mit stets mitlaufender Servopumpe weniger Energie. Das spart Sprit und reduziert die CO2-Emissionen. Bei einem Radstand von 3638 Millimetern liegt der Wendekreis des Fronttrieblers bei vorbildlichen 13,6 Metern.

 

                                                                                                                                                                                              

 

Kraftvolles Design und höchster Komfort – der Arbeitsplatz im MAN TGE

Das Design des neuen MAN TGE drückt ein hohes Maß an Qualität im Segment der leichten Nutzfahrzeuge aus. Trotz des vorrangigen Fokus auf Funktionalität und Wirtschaftlichkeit wirkt die Formensprache der Karosserie dynamisch und leichtfüßig, ohne dabei an Robustheit und Strenge zu verlieren. Konkave und konvexe Flächen wechseln sich im leichten Spiel zueinander ab und prägen in Zusammenarbeit mit klar definierten Linien einen modernen und exklusiven Auftritt.

  • Ausgewogenes Design
  • Ergonomischer Arbeitsplatz

Das maskuline Erscheinungsbild der Frontpartie ist beim neuen MAN TGE von einem harmonischen Formenspiel gekennzeichnet. Analog dazu geht der Name TGE (Trucknology Generation Express) eine gelungene Symbiose mit der Optik ein. Trotz des primären Auftrags, Waren zu transportieren, lässt die dynamische Linienführung der Karosserie mit einem cW-Wert von 0,33 Agilität und Schnelligkeit bei gleichfalls niedrigem Verbrauch vermuten. Der markante Kühlergrill und die trapezoiden Scheinwerfer (wahlweise mit LED) schaffen einerseits MAN-Identität und übersetzen andererseits das Express-Thema in die resistente und kraftvolle Formensprache eines Nutzfahrzeugs. Zudem demonstriert der MAN TGE mit den Insignien seiner Leistung und Tonnage die Verwandtschaft zu seinen großen Brüdern.

Das gilt auch für den Arbeitsplatz. Ergonomische Funktionalität genießt im Cockpit des MAN TGE höchste Priorität. Alle Schalter und Bedienelemente sind vom Fahrerplatz aus leicht zu erreichen und ermöglichen so ein komfortables Agieren im arbeitsreichen Alltag. Das schafft einen hohen Wohlfühlfaktor, der unter anderem auch zur Sicherheit beiträgt. Denn nur ein ausgeruhter und entspannter Autofahrer kann bei plötzlich auftretenden Notsituationen in Bestzeit reagieren.

Fahrer- und Beifahrerraum

Auffallend leicht gestaltet sich der Einstieg. Dank des Tür-Öffnungswinkels – in mehrere Stufen unterteilt – und des großen Türausschnitts ist der eigentliche Aufstieg zum Fahrerplatz frei von Hindernissen. Die mehrstufige Einteilung des Türfangbands ist bewusst so gewählt, dass jeder Fahrer – unabhängig von der Körpergröße – den Türgriff bequem vom Fahrersitz aus erreichen kann. Generell gilt: Raum und Bewegungsfreiheit bietet das Fahrerhaus in Hülle und Fülle. Egal, ob man zu zweit oder zu dritt unterwegs ist.

Hinter dem Lenkrad entwickelt sich der Arbeitsplatz Nutzfahrzeug zum Lebensraum TGE. Dazu trägt unter anderem der in vier Ausführungen erhältliche Fahrersitz bei, der in Polsterung und Ausformung durch Langstreckenkomfort und Seitenhalt überzeugt. Abriebfeste und bewährte Bezüge aus den Lkw-Baureihen garantieren indes Langlebigkeit. Erste Erweiterungsstufe nach dem Standard-Sitz ist der Komfort-Sitz. Er verfügt neben den üblichen Wegen zur Sitzverstellung zusätzlich über eine Lordosenstütze, eine Sitzkissen-Höhen-Neigungsverstellung sowie über eine Armlehne zur Fahrzeuginnenseite. Eine zusätzliche Armlehne auf der äußeren Seite hält der Komfort-Plus-Sitz parat. Darüber hinaus lässt sich seine Lordosenstütze elektrisch und umfangreicher verstellen. Das Nonplusultra an Sitzkomfort bietet die stark von den Erfahrungen im Lkw-Bau geprägte, abschließende Ausbaustufe. Zuzüglich zu allen bereits erwähnten Möglichkeiten der Verstellung verfügt der Komfort-Top-Sitz zusätzlich über eine Luftfederung. Optional ist eine Sitzheizung zu wählen. Auf Wunsch gibt es für die Beifahrerseite eine Doppelsitzbank. Optional kann diese auch als Komfort-Sitzbank mit Sockeltruhe und klappbarer Rückenlehne gewählt werden. Diese offeriert auf ihrer Rückseite Cupholder und ein kleines Tablett für den Snack zwischendurch.

Die Sitzposition im neuen MAN TGE lässt in Ergonomie und Körperhaltung keine Wünsche offen. Dazu trägt vor allem das steil stehende und griffige Mehrspeichen-Lenkrad bei, das sich vertikal und axial verstellen lässt. Optional steht ein Lenkrad mit Multifunktionstasten zur Wahl. Darüber lassen sich diverse, elektrische Verbraucher und Kommunikationsmedien wie Radio, Navigation und Freisprechanlage bedienen und schalten, ohne dabei die Hände vom Volant nehmen zu müssen. Zusätzlich gibt es für den Einsatz in besonders kalten Ländern eine Lenkradheizung. Intuitiv ist die Bedienung der Lenkstockhebel mit Funktionen für Blinker, Scheibenwischer, Intervall und beispielsweise für das Auf- und Abblenden. Komfortabel: Nach nur leichtem Antippen des Blinkerhebels leuchtet der Blinker drei Mal auf. Links von der Lenksäule ist der Drehschalter für das Licht, rechts daneben die Leuchtweitenregelung. Für einen guten Rundumblick sorgen die schmalen A-Säulen und die vorbildlich dimensionierten Außenspiegel mit zusätzlichen Weitwinkeln.

Große, gut ablesbare und fein gezeichnete Rundinstrumente sind typisch für jeden MAN. So informieren jeweils ein großer Drehzahlmesser und Tachometer sowie zwei integrierte Instrumente für Tank und Kühlmitteltemperatur über den aktuellen Status des Fahrzeugs. Bereits in der Grundausstattung ist zwischen den beiden Uhren ein zentrales Display angeordnet, das den Fahrer über gefahrene Kilometer, Uhrzeit, Reichweite oder zum Beispiel über die Außentemperatur in Kenntnis setzt. An dieser Stelle findet auch die grafische Darstellung der unterschiedlichen Assistenzsysteme statt.

Ansprechendes Flair setzt sich auch in der Kabine fort. Alle Bleche sind mit hochwertigen und griffsympathischen Materialien versehen. Die Auskleidung des Fahrerhausdachs wirkt wohnlich und isoliert gleichzeitig die Kabine wirkungsvoll vor Temperatur und Außengeräuschen. Das klar gezeichnete Design des horizontal gegliederten Instrumententrägers setzt sich thematisch in den Türinnenverkleidungen fort und betont mit der zentralen Bündelung allen Infotainments in der dezent ausgeformten Mittelkonsole den hochwertigen und geradlinigen Charakter des MAN TGE. Im Mittelpunkt stehen hier die unterschiedlichen Audio-Anlagen und die Regelung von Heizung, Lüftung und optionaler Klimaanlage. Alle Bedienelemente überzeugen mit ihrem nutzerorientierten Design, Funktionalität und mit ihrer Haptik.

Anders als der Wettbewerb bietet MAN dem Kunden die Möglichkeit, das Fahrzeug genau seinen Bedürfnissen nach zu konfigurieren. Will heißen: Das Fahrzeug ist von Werk aus nur mit den Dingen ausgestattet, die ein Fahrzeug dieser Klasse unbedingt braucht und heutzutage Usus sind. Alle weiteren Ausstattungsmerkmale können über einzelne Verfügbarkeiten oder Pakete zugesteuert werden. So ist gewährleistet, dass das Fahrzeug den besten, persönlichen TCO erreicht. Nichtsdestotrotz stellt das Fahrerhaus des MAN TGE schon in der Serie alles zur Verfügung, was für ein sicheres, entspanntes und stressfreies Fahren und Reisen unumgänglich ist. Zur Grundausstattung zählen ebenso eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, wie elektrische Fensterheber und eine Wärmeschutzverglasung. Selbstverständlich sind gleichfalls Kleiderhaken, Cupholder und zahlreiche Fächer für die Dinge des Alltags sowie 12-Volt-Steckdosen mit und ohne Zigarettenanzünder serienmäßig mit an Bord. Das gilt natürlich auch für den digitalen Tachograf (Fahrtenschreiber) ab Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen.

Ablagen- und Stauraumkonzept

Vorbildlich präsentiert sich das Ablagekonzept, das den primären Auftrag, helfende Hand in einem Nutzfahrzeug zu sein, vorbildlich erfüllt. Ob nun Arbeitsutensilien wie Zollstock und Werkzeug oder Reiseunterlagen wie Kartenmaterial und Frachtpapiere, oder aber die Getränke und Verpflegung für unterwegs – im MAN TGE kommt alles bestens geordnet unter. Das fällt schon nach dem Öffnen der Türen positiv auf. 1,5 Liter große Getränkeflaschen als auch Ordner oder Straßenkarten können bereits vor dem Einsteigen in die geräumigen Fächer der Tür-Innenverkleidung deponiert werden. Gleichfalls in den Türen: der Verbandskasten und das Warndreieck. Das Bordwerkzeug ist platzsparend in einem Bodenfach des Beifahrerfußraums untergebracht und damit stets leicht zu erreichen.

Auch die Oberfläche des Instrumententrägers wird konsequent für Ablagen unterschiedlicher Ausprägung genutzt. Sowohl auf der Fahrer- als auch auf der Beifahrerseite und in der Mitte stehen große, offene Fächer zur Verfügung. Zur Aufteilung der oberen Ablagen gehört links wie rechts ein Getränkehalter. Auf der Fahrerseite komplettiert eine serienmäßige 12-Volt-Steckdose die Funktionalität des Ablagefachs. Eine weitere Ebene unterhalb der Instrumentierung ergänzt das Stauraumkonzept um zwei weitere Getränkehalter auf Höhe der jeweiligen A-Säulen, um ein Zollstockfach und um ein Kleinteilefach sowie um eine optionale 12-Volt-Steckdose auf der Fahrerseite.

Rechts neben dem Schaltstock befinden sich in der Mittelkonsole ein Aschenbecher sowie ein weiterer 12-Volt-Anschluss. Das Handschuhfach im Fußraum der Beifahrerseite ist optional abschließbar und schwenkt beim Öffnen nach unten aus. Die Betätigung dazu ist auf der linken Seite und damit auch in Reichweite des Fahrers. Auch diese Ablage ist so geräumig, dass eine Getränkeflasche mit 1,5 Liter Volumen hineinpasst. Im Falle einer Klimaanlage wird das Fach bei Bedarf durch eine eigene Luftaustrittsdüse gekühlt.

Zum durchdachten Ablagenkonzept des MAN TGE gehören auch die geräumigen Speicher oberhalb der Windschutzscheibe. Sie nehmen große, bis zu mehreren Kilogramm schwere Gegenstände oder sogar Ordner im DIN A4-Format auf. Die leichte Neigung nach vorne und eine zirka drei Zentimeter hohe und kräftig ausgebildete Kante sichern die Gegenstände während des Beschleunigens gegen Herabfallen. Die äußeren Befestigungen der Dachablage sind zugleich als massive Haltegriffe ausgeführt. Die Mitte ist wiederum geprägt durch eine eingebettete Dachkonsole, in der die Innenbeleuchtung mit zusätzlichen Leselampen und die zugehörigen Drucktaster zu finden sind. Des Weiteren bündelt sie je nach Ausstattung noch weitere Funktionen wie ein Brillenfach und die Schalter zur Bedienung optionaler Einrichtungen.

Einen besonderen Blick verdient der MAN TGE in der Ausführung mit Doppelkabine. Die Mannschaftskabine ist als Sechs- oder Siebensitzer lieferbar und verfügt serienmäßig über vier Türen mit Ausstellfenstern an den hinteren Türen und ist in beiden Radständen zu bekommen. Generell gehört eine viersitzige Rückbank zur Ausstattung des Fahrgastabteils. Dreipunkt-Sicherheitsgurte und höhenverstellbare Kopfstützen sind ebenso Serienstandard wie ein großer, gut nutzbarer Stauraum unterhalb der Sitzbank. Ebenfalls stehen zwei Kleiderhaken zur Verfügung. Ein weiteres Heizgerät unter dem Beifahrersitz führt dem Fahrgastabteil zusätzliche Warmluft zu.

 

                                                                                                                                                                                              

 

Branchen-Lösungen aller Art – die Variantenvielfalt des MAN TGE

Der neue MAN TGE hat viele Gesichter. Für nahezu jede Transportaufgabe hält das leichte Nutzfahrzeug eine passende Karosserievariante parat. Auf insgesamt drei Fahrzeuglängen und ebenso vielen Dachhöhen sind fünf zulässige Gesamtgewichte realisierbar. Sie belaufen sich auf 3,0, 3,5, 3,88, 4,0 und 5,5 Tonnen. Zusammen mit den zur Verfügung stehenden Achsübersetzungen und der Variabilität des Antriebs (Heck-, Allrad- und Frontantrieb) entsteht eine mehrdimensionale Matrix, in der die unterschiedlichen Branchen ihren MAN TGE nach Wunsch finden.

  • Dreiseitenkipper
  • KEP-Fahrzeug
  • Service-Fahrzeug für den Motorsport
  • Vans to go – Branchen-Fahrzeuge zum Mitnehmen

Die Mehrdimensionalität beginnt bereits bei den unterschiedlichen Karosserieformen. So gibt es den klassischen Kastenwagen mit Normal-, Hoch- und Superhochdach, das ein stattliches Gesamtvolumen von bis zu 18,4 Kubikmeter zur Verfügung stellt. Dabei wächst der MAN TGE auf eine maximale Höhe von 2,80 Meter. Die Fahrzeuglängen messen von 5,98 Meter über 6,83 Meter bis hin zu 7,39 Meter. Eine Nummer kleiner ist die Range des Kombi. Er ist ausschließlich als Normal- und Hochdachvariante lieferbar. Damit ist der MAN TGE entweder 2,35 Meter oder 2,59 Meter hoch. Die Breite der geschlossenen Aufbauten misst ohne Außenspiegel bei Single-Bereifung 2,04 Meter. Diverse Fahrgestelle mit Einzel- oder Doppelkabine runden das Angebot an Grundversionen ab. Auf Wunsch sind sie serienmäßig mit einer Pritsche aus Aluminium sowie Plane und Spriegel bestellbar. Darüber hinaus bietet sich in Zukunft ein Zugkopf an.

In Abhängigkeit von Ausstattung und zulässigem Gesamtgewicht bietet der MAN TGE eine beachtliche Nutzlast. Sie beläuft sich beispielsweise beim maximal 3,5 Tonnen schweren Kastenwagen mit kurzem Radstand und Normaldach auf rund 1,5 Tonnen. Bei den schweren Modellen liegt diese nochmals deutlich höher. So beträgt die Tragfähigkeit des Fahrgestells mit Einzelkabine rund drei Tonnen. Doch auch die Ladevolumina des Kastenwagens können sich sehen lassen. Nach dem Motto „Lust auf Last“ fächert sich die Kapazität in Abhängigkeit des Antriebs zwischen 9,3 und 18,4 Kubikmeter auf und deckt damit eine Vielzahl an Transportbedürfnissen ab. Je nach Aufbaulänge können im Frachtraum des neuen MAN TGE bodennah Gegenstände von 3,45 Meter bis 4,85 Meter transportiert werden. Und das bei guter Zugänglichkeit. Denn das Hochdach und das Superhochdach erreichen mit 1,96 Meter und 2,19 Meter komfortable Stehhöhe. Lediglich unter dem Normaldach ist es ratsam, den Kopf zu neigen. In diesem Fall endet die „Kopffreiheit“ bereits nach 1,72 Meter.

Mit seinen möglichen Tonnagen und seinen beachtlichen Maßen bietet sich der MAN TGE auch für Unternehmen an, die bisher auf leichte Lkw mit 7,5 Tonnen gesetzt haben. Hier punktet der schwere Transporter aus dem Hause MAN vor allem durch das komfortable Fahrerhaus mit seiner ergonomischen Sitzposition sowie günstigeren Kosten in Anschaffung und Betrieb. Nicht zu vergessen: In Abhängigkeit des zulässigen Gesamtgewichts sind zudem zeitliche Fahrverbote und generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen obsolet. Hinzu kommt eine vergleichsweise gute Beladbarkeit. So misst die lichte Durchladebreite der Schiebetür satte 1,3 Meter. Das ermöglicht das schnelle Laden von jeweils zwei nebeneinanderstehenden Europaletten der Länge nach.

Des Weiteren offerieren die beiden hinteren Türen eine großzügige Zugänglichkeit des Laderaums. Der serienmäßige Handgriff an der rechten D-Säule vereinfacht dem Fahrer zudem das Betreten des Laderaums. In Verbindung mit dem Hochdach und Superhochdach misst die Öffnungshöhe des Heckportals respektable 1,84 Meter. Neben der serienmäßigen Schiebetür auf der rechten Seite ist wahlweise eine Schiebetür links lieferbar. Zudem sind Hecktüren mit 250-Grad-Öffnung lieferbar. Sie erleichtern das Be- und Entladen an Rampen und engen Beladestellen. Komfortabel ist auch das große Durchlademaß zwischen den Radkästen von 1,38 Meter gegenüber 1,03 Meter bei der Zwillingsbereifung. Das bedeutet nicht nur viel Platz beim Beladen, sondern auch für Einbauten aller Art.

Wahlweise wird der Laderaum beziehungsweise Fond des MAN TGE mit unterschiedlichen Böden ausgeliefert. Während für die Kombi-Varianten ein Gummi-Kunststoffboden zur Verfügung steht, wird der Kastenwagen auf Wunsch mit einem Holzboden aus mehrfach verleimtem Sperrholz samt rutschfester Siebdruck-Oberfläche geliefert. Dieser Boden ist mit dem Fahrzeug verschraubt und damit auch zum Wechsel oder für den Einbau spezifischer Gerätschaften wieder leicht demontierbar. Gänzlich flexibel präsentiert sich der optional bestellbare Universalboden. Er hält spezielle Anbindungspunkte als Vorbereitung für Schrankeinbauten bekannter Hersteller parat. Damit sind eine hohe Flexibilität der möglichen Einbauten und eine Mehrfachnutzung vorhandener Schranksysteme möglich. Gleichfalls optional ermöglichen im Boden integrierte Quer- und Längsschienen sowie Zurrschienen auf Brüstungshöhe und unterhalb des Dachrahmens eine sowohl flexible als auch leicht zu handhabende Ladungssicherung. Serienmäßig ist der Laderaum mittels LED-Leuchten illuminiert.

Je nach Ausführung und Motorisierung sind Anhängelasten bis zu 3,5 Tonnen möglich. Das maximal zulässige Zuggesamtgewicht liegt bei acht Tonnen. In Angesicht seines beruflichen Auftrags, ist jeder MAN TGE auf die Montage einer Anhängerkupplung vorbereitet. Ergo: Egal ob Kugel- oder Maulkupplung, eine kostengünstige Nachrüstung ist jederzeit möglich. Weitere Fracht lässt sich auch auf dem Dach des MAN TGE transportieren. Während sich die maximale Last beim Normaldach auf 300 Kilo beläuft, entspricht sie beim Hochdach 150 Kilogramm. 100 Kilogramm sind es dann noch für die Dachlasten der Einzel- und Doppelkabine.

Sonderaufbauten und Ausbauten

Die intensive Zusammenarbeit zwischen MAN und Herstellern von Auf- und Ausbauten der unterschiedlichsten Art und Funktion ist gelebte Tradition. Ein großer Teil aller Transporter bekommt erst nach dem Verkauf eine maßgeschneiderte Branchenlösung – sei es beispielsweise für den Baustellen-, Kommunal-, Logistik- oder Blaulichteinsatz. Dieses Procedere vereinfacht MAN für den MAN TGE aus Kundensicht deutlich. So heißt es bei MAN für den TGE in naher Zukunft: ein Verkaufsgespräch, ein Finanzierungsangebot, ein Kaufvertrag – alles vor Ort aus einer Hand.

Wie die individuellen Branchenlösungen ab Werk um Kipper, Trockenkoffer, Kühlfahrzeug oder beispielsweise Werkstattwagen im Einzelnen aussehen, wird zurzeit mit führenden Aufbauherstellern erarbeitet. Neben den Basisfahrzeugen steht dazu auch ein Fahrgestell mit Fahrerhaus, Doppelkabine oder Kabine ohne Rückwand und mit Stirnwand zur Verfügung. Für branchenspezifische Fahrgestelle liefert MAN den TGE auch nur als Zugkopf.

Für die unterschiedlichen Anwendungszwecke gibt es den MAN TGE mit diversen Nebenabtrieben. So lassen sich beispielsweise motorseitig unabhängig voneinander zur gleichen Zeit zwei Nebenaggregate antreiben, wie etwa eine Hydraulikpumpe und ein Stromaggregat oder ein Klimakompressor. Der dazu notwendige Poly-V-Riemen ist in seiner Haltbarkeit auf die Lebensdauer des Motors ausgelegt. Vom Schaltgetriebe (ML 410) der Heckantriebversionen ist wiederum ein seitlicher Nebenabtrieb PTO (PowerTakeOff) möglich. Seine maximale Dauerleistung beträgt 28 kW (38 PS). Noch mehr Leistung lässt sich in Verbindung mit einer Ölkühlung abrufen. Dann sind bei rund 2300 Umdrehungen pro Minute bis zu 40 kW (54 PS) möglich.

Aufgrund der CAN-Datenbus-Technologie, die den Austausch von Informationen zwischen den Steuergeräten sicherstellt, verfügt der MAN TGE über eine Elektronikschnittstelle (Nutzfahrzeug-Gateway), die dem Aufbauhersteller individuelle, fest programmierte Eingriffe in die Steuerung der Fahrzeugfunktionen erlaubt. So sind beispielsweise bei einem Dreiseitenkipper-Aufbau folgende Möglichkeiten denkbar, die automatisch zu Beginn des Entladevorgangs eingeleitet werden: Einschalten des Warnblinkers und des Warntons für die Umgebung, Einstellen der passenden Leerlaufdrehzahl des Motors, Stummschaltung des Radios und Reduzierung der Höchst- auf Schrittgeschwindigkeit. Darüber hinaus ist es dem Fahrer möglich, ausgewählte Fahrzeugfunktionen wie beispielsweise die Steuerung des Kippens via „eigenem“ Smartphone einzuleiten und zu bedienen. Das erspart vor allem das aufwändige Nachrüsten von spezifischen Bedienelementen im Cockpit.

Passend zu den zahlreichen Aufbaulösungen ist das im Transporter-Segment von MAN neu geschaffene Vertriebsmodul „Vans to go“. In diesen speziellen Fällen stehen beispielsweise wie zuvor beschriebene Branchen-Fahrzeuge mit MAN-geprüften Auf- und Ausbauten im Fokus des „Sofortverkaufs“. Die Grundidee: Aufgrund der sofortigen Verfügbarkeit kann der Kunde seinen originären Auftrag unmittelbar erfüllen (theoretisch 48 Stunden vom Bestelleingang bis zur Auslieferung). Zudem spart es dem Kunden das zeitraubende Procedere der Konfiguration von Sonderaufbauten. Darüber hinaus stellen diese Branchen-Fahrzeuge sicher, dass alle für den sofortigen Einsatz notwendigen Ausstattungsmerkmale schon serienmäßig an Bord sind und bestenfalls nur noch eine kleine Individualisierung beim Händler vor Ort oder auf dem eigenen Betriebshof notwendig wird. Die Vermarktung der „Vans to go“-Fahrzeuge findet nahezu europaweit über eine eigene Internet-Plattform statt. Weitere individuelle Kundenlösungen realisiert MAN in enger Zusammenarbeit mit MAN-zertifizierten Aufbauherstellern.

Dank der unterschiedlichen Radstände und Überhänge sind bei den Fahrgestellen Aufbauten bis zu 3,7 Meter Länge (Doppelkabine) und 4,5 Meter Länge (Einzelkabine) möglich. Die breite Spur sowie die serienmäßige Ausstattung aller Varianten mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP einschließlich einer Beladungserkennung schaffen gleichzeitig die Voraussetzung für eine noch mal deutlich gesteigerte Fahrsicherheit. Dazu tragen auch die Achslastreserven bei, die ungleichmäßige Beladung entsprechend zu kompensieren wissen.

 

                                                                                                                                                                                              

 

Sicherheit am Arbeitsplatz – Assistenzsysteme im MAN TGE

Im immer dichter werdenden Straßenverkehr urbaner Räume dient eine möglichst umfangreiche Unterstützung des Fahrers der Sicherheit aller Teilnehmer. Aber auch auf den Fernstraßen wird in den kommenden Jahren der Gütertransport signifikant steigen. MAN gibt dem TGE zahlreiche Assistenzsysteme mit auf dem Weg, die das Fahren und Lenken, aber auch das Beobachten des Umfelds deutlich erleichtern und so den Fahrer entlasten. Mit der Seriensetzung des Notbremsassistenten setzt MAN im Bereich der Sicherheit Maßstäbe.

  • Notbremsassistent serienmäßig

Mit dem serienmäßigen Notbremsassistenten steuert MAN einen wesentlichen Bestandteil zur Verkehrssicherheit bei. Dazu überprüfen Abstandssensoren kritische Abstände zum Vordermann und helfen, den Anhalteweg zu verkürzen. Je nach Situation reagiert das System in zwei Stufen auf kritische Annäherungssituationen: In der ersten Stufe warnt das Assistenzsystem den Fahrer mit akustischen und optischen Signalen vor plötzlich stark verzögernden oder langsam vorausfahrenden Fahrzeugen und der damit verbundenen Kollisionsgefahr. Parallel dazu wird das Fahrzeug auf eine Notbremsung „vorbereitet“. Die Bremsbeläge werden an die Bremsscheiben angelegt, ohne dass es zu einer Fahrzeugverzögerung kommt. Das Ansprechverhalten des hydraulischen Bremsassistenten wird sensibler geschaltet.

Sollte der Fahrer nicht auf die Warnung reagieren, wird er in der zweiten Stufe durch einen einmaligen kurzen Bremsruck auf einen drohenden Auffahrunfall hingewiesen und das Ansprechverhalten des Bremsassistenten weiter erhöht. Tritt der Fahrer dann auf die Bremse, steht sofort die volle Bremsleistung zur Verfügung. Ist die Bremsung nicht stark genug, erhöht der Notbremsassistent den Bremsdruck auf das erforderliche Maß, damit das Fahrzeug vor dem Hindernis zum Stehen kommen kann.

Die integrierte City-Notbremsfunktion bremst darüber hinaus bei niedrigen Geschwindigkeiten das Fahrzeug automatisch ab und reduziert somit eine der häufigsten Unfallursachen, minimiert damit Ausfallzeiten und Reparaturkosten und erhöht im Gegenzug den Restwert.

Rückfahrassistent (Rear Traffic Alert)

Rückwärtiges Ausparken in fließende Verkehrsräume erfordert vor allem mit langen Karosserieaufbauten oftmals ein langsames und geduldiges Herantasten – im Idealfall unterstützt der Beifahrer bei diesem Vorhaben. Innerhalb der Systemmöglichkeiten unterstützt nun der Ausparkassistent den Fahrer dahingehend, als dass er den seitlichen Raum hinter dem Fahrzeug mittels der Sensoren im hinteren Stoßfänger überwacht. Nähert sich nun ein anderes Fahrzeug zu dicht an, so wird der Fahrer davor mit einem akustischen Signal gewarnt. Sollte das Signal zu keiner Reaktion seitens des Fahrers führen, wird das System über Bremseingriffe versuchen, eine Kollision zu vermeiden.

In Kombination mit dem Totwinkelassistenten (Blind Spot Detection) entsteht der Spurwechselassistent (Side Assist). Er informiert über eine LED-Anzeige im Außenspiegel den Fahrer ab einer Geschwindigkeit von 15 km/h über Objekte im Warnbereich. Durch ein Dauerleuchten im jeweiligen Außenspiegel weist das System den Fahrer auf die potentielle Gefahr hin. Sollte der Fahrer dennoch für einen Spurwechsel den Blinker betätigen, so beginnt die jeweilige LED-Leuchte mit größerer Helligkeit zu blinken und macht den Fahrer auf die Gefahr aufmerksam. Zusammen mit der Einparkhilfe (ParkPilot), der in der einfachen Ausführung mit akustischen Signalen vor Hindernissen vor und hinter dem Fahrzeug warnt, arbeitet der „Flankenschutzassistent“. Er beobachtet bei niedrigen Geschwindigkeiten auch die unmittelbaren Räume neben dem Fahrzeug und hilft damit, Bagatellschäden zu vermeiden.

Einparken oder Rückwärtsfahren via Rückspiegel ist nicht jedermanns Sache. Das Gleiche gilt für das Finden einer geeigneten Parklücke. Beides übernimmt auf Wunsch der Parklenkassistent (Park Assist). Er steuert das Fahrzeug automatisch in Längs- und Querparklücken und parkt zudem aus Längsparklücken selbstständig aus. Dazu führt das System ohne Zutun des Fahrers die optimalen Lenkradbewegungen aus. Auch die Vermessung der Parklücke und die Zuweisung der Startposition übernimmt der Parklenkassistent – der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen. Dabei behält er jedoch jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug.

Rückwärtsfahren oder gar Rangieren mit Anhänger kann für ungeübte Fahrer und für andere Verkehrsteilnehmer zur Geduldsprobe werden. Schnell sind die Lenkpunkte verpasst, damit das Gespann so reagiert, wie sich der Fahrer das vorstellt. Die seitenverkehrte Darstellung des einzuschlagenden Weges im Rückspiegel erschwert das Agieren am Lenkrad zudem. Schnell wird klar: Für präzises Rückwärtsfahren ist der Lenkwinkel entscheidend. Der Anhängerrangierassistent (Trailer Assist) übernimmt bei Bedarf das Lenken. Der Fahrer muss lediglich den Rückwärtsgang einlegen, den Parkhilfetaster drücken und mithilfe der Spiegelverstellung die Richtung angeben, die der Anhänger einschlagen soll. Das Fahrzeug lenkt nun automatisch. Der Fahrer ist aber weiterhin für das Schalten, Beschleunigen und Bremsen verantwortlich.

Seitenwindassistent

Im MAN TGE kommt eine elektromechanische Servolenkung zum Einsatz. Gegenüber einer hydraulischen Servolenkung besteht ihr Vorteil darin, dass sie nur dann Energie verbraucht, wenn sie auch vom Fahrer benötigt wird. Neben einer deutlichen Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs ermöglicht das System auch neue Komfort- und Sicherheitsfunktionen. So kompensiert die Lenkung beispielsweise Gegenlenkkräfte des Fahrers, die beispielsweise aufgrund starken Seitenwinds oder geneigter Fahrbahnen entstehen. Des Weiteren vermitteln die aktive Rückstellung und das präzise Agieren der Lenkung in Mittellage ein deutlich höheres Sicherheitsgefühl, da weniger Lenkkorrekturen vorgenommen werden müssen. Auch Assistenzfunktionen wie der Anhängerrangierassistent können erst mit ihrer Hilfe realisiert werden. Zudem sorgt die individuelle Anpassung der Lenkkraftunterstützung an die jeweilige Motorisierung und Ausstattung für ein komfortables Lenkgefühl.

Abstandsgeregelter Tempomat (ACC – Adaptive Croise Control)

Für hohen Komfort auf langen Autobahnetappen sorgt der abstandsgeregelte Tempomat (ACC – Adaptive Croise Control). Er ermöglicht ein sicheres und vor allem entspanntes Hinterherfahren in Kolonnen, indem er laufend den Bereich vor dem Fahrzeug überwacht. Dazu misst das System per Sensor die Entfernung und die Relativgeschwindigkeit zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Der Fahrer stellt den gewünschten zeitlichen Folgeabstand und die Geschwindigkeit über entsprechende Tasten am Multifunktions-Lenkrad ein und schon folgt das eigene Fahrzeug bei nahezu gleichbleibendem Abstand den Vordermann. Dabei werden Soll- und Ist-Abstand optional vergleichend in der Multifunktionsanzeige dargestellt. Selbstverständlich kann der Fahrer mit Gas, Bremse und Kupplung die ACC-Regelung jederzeit überstimmen. In Verbindung mit einem Automatikgetriebe bremst ACC das Fahrzeug, beispielsweise in Kolonnen oder in Stausituationen, auch bis zum völligen Stillstand ab.

Aktiver Spurhalteassistent (Lane Assist)

Der aktive Spurhalteassistent (Lane Assist) hilft ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h innerhalb der Systemgrenzen, Unfälle durch ungewolltes Verlassen der Fahrbahn zu vermeiden und warnt optisch und je nach Fahrzeug mit einem Signal im Lenkrad. Zudem lenkt der Lane Assist kontinuierlich und weich gegen. Dazu erkennt eine Kamera unabhängig der Anzahl die vorhandenen Fahrbahnmarkierungen, egal, ob es sich um durchgezogene oder unterbrochene Markierungen handelt. Darüber hinaus funktioniert die Erfassung auch bei Dunkelheit oder Nebel. Ohne erkennbare Fahrbahnmarkierungen arbeitet das System allerdings nicht. Der Spurhalteassistent reagiert ebenfalls nicht, wenn vor dem Überfahren einer Markierung der Blinker gesetzt wurde. Der Fahrer kann den aktiven Spurhalteassistenten jederzeit mit geringem Krafteinsatz „überstimmen“ und wird nicht von seiner Verantwortung entbunden, das Auto bewusst zu fahren.

Notfallassistent (Emergency Assist)

Der Notfallassistent (Emergency Assist) unterstützt den Fahrer in plötzlich auftretenden Gefahrensituationen. Dazu verifiziert das System den steten Dialog zwischen der automatischen Distanzregelung des abstandsgeregelten Tempomats und des aktiven Spurhalteassistenten und überwacht so die Aktivität des Fahrers – wie Gas, Bremse und Lenkung. Gibt es seitens des Fahrers keine Reaktion, fordert das System durch kontinuierliche Bremsrucke zur Übernahme der Lenkung auf und bremst selbstständig ab. Zudem warnt Emergency Assist mit Warnblinken und leichten Lenkbewegungen andere Verkehrsteilnehmer.

Multikollisionsbremse

Ungesteuerte Folgekollisionen tragen bei fast einem Viertel aller Unfälle mit Personenschäden die Hauptschuld. Die Multikollisionsbremse versucht das zu vermeiden. Sollte der Fahrer nicht mehr in der Lage sein, nach einer Kollision selbstständig zu bremsen, leitet sie als Bestandteil eines integralen Sicherheitssystems im Rahmen der Systemmöglichkeiten automatisch eine Bremsung ein. Dadurch können Folgekollisionen mit anderen Hindernissen oder Verkehrsteilnehmern verhindert werden. Die Multikollisionsbremse wird aktiv, wenn zwei voneinander unabhängige Sensoren einen Unfall erkennen. Der Fahrer kann die Kontrolle über das Fahrzeug jedoch jederzeit wieder übernehmen.

Müdigkeitserkennung

Als reine Präventivmaßnahme ist die Müdigkeitserkennung zu sehen. Sie analysiert und bewertet das Lenkverhalten des Fahrers in Abhängigkeit von der Länge der Fahrzeit, der Tageszeit und den Lichtverhältnissen. Über einen Warnton und ein Symbol in der Multifunktionsanzeige wird der Fahrer zu einer Pause aufgefordert.

Verkehrszeichenerkennung (Sign Assist)

Die Verkehrszeichenerkennung (Sign Assist) informiert über die Geschwindigkeitshinweise und Überholverbote vor Ort. Das System erfasst mit einer Kamera die Verkehrszeichen im Straßenverkehr. Die Darstellung der bis zu drei Zeichen erfolgt in der Multifunktionsanzeige und/oder im Display des Navigationsgeräts. Das „wichtigste“ und somit unmittelbar greifende Verkehrszeichen steht immer an erster Stelle. Zeitlich begrenzte Zeichen reihen sich rechts daneben.

Fernlichtassistent (Light Assist)

Für Komfort und Sicherheit im Straßenverkehr sorgt der Fernlichtassistent (Light Assist) durch automatisches Auf- und Abblenden der Frontscheinwerfer. Ab 60 km/h und bei völliger Dunkelheit schaltet der Light Assist das Fernlicht selbstständig ein. Das System erkennt vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge und blendet automatisch ab, bevor diese geblendet werden.

Flottenmanagementlösung

Doch damit nicht genug: Rund-um-die-Uhr-Betreuung und lückenlose Kenntnisse über das Fahrzeug sind zunehmend Parameter für den Erfolg eines Unternehmens. Erst wenn der Unternehmer weiß, wo und wann sich das Arbeitsgerät in welchem Zustand befindet, lassen sich höchste Erträge erwirtschaften. Eine neuartige und in der Transporter-Branche einmalige Flottenmanagementlösung wird zukünftig relevante Daten operationell aufbereitet in verschiedenen digitalen Services zur Verfügung stellen. Diese Mehrwertdienste ab Werk oder in der Nachrüstung informieren dann beispielweise über den Wartungszustand oder die Einsatzverfügbarkeit der Flotte.