Mehr Effizienz, Einsatzverfügbarkeit und Sicherheit: Truck-Neuheiten von MAN zur IAA 2026
- Bis zu neun Prozent Kraftstoffersparnis bei Einsatz des verbesserten GPS-Tempomaten MAN EfficientCruise mit PredictiveDrive
- Optimierte Einsatzverfügbarkeit dank Over-the-Air-Updates, 50 neuen Charge&Go-Standorten sowie neuer Kraftstoffdiebstahlsicherung
- Erhöhte Sicherheit für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer durch neuen Abbiegeassistenten und erweiterte Notbremsfunktion
- Mehr Fahrstabilität für Gespanne im Gelände mit neuer Anhängerstabilitätsbremse
Zur IAA Transportation 2026 präsentiert MAN Truck & Bus zahlreiche Neuerungen für seine Truck-Baureihen mit Fokus auf Effizienz, Verfügbarkeit und Sicherheit. Die konsequente Nutzung der weiterentwickelten Geschwindigkeitsregelung MAN EfficientCruise mit PredictiveDrive ermöglicht, je nach Einsatzprofil, Kraftstoff- beziehungsweise Energieeinsparungen von rund 5 Prozent – in anspruchsvoller Topografie sogar von bis zu 9 Prozent. Gleichzeitig steigern automatische Over-the-Air-Kartenupdates und 50 zusätzliche Charge&Go-Ladestandorte in Europa die Einsatzverfügbarkeit. Neue und erweiterte Fahrerassistenzsysteme, darunter die nächste Generation des Notbremsassistenten EBA Advanced, sowie ein weiterentwickelter Abbiegeassistent erhöhen zudem die Sicherheit von Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern. Für anspruchsvolle Transportaufgaben in unbefestigtem Gelände ergänzt MAN das Angebot darüber hinaus um eine neue elektronische Anhängerstabilitätsbremse.
„Jeder eingesparte Liter Kraftstoff zählt – für die Wirtschaftlichkeit unserer Kunden ebenso wie für die Reduzierung von CO₂-Emissionen im Fahrzeugbetrieb. Mit dem Modelljahr 2026 machen wir unsere Trucks durch intelligente Funktionen wie PredictiveDrive noch effizienter und ergänzen dies um neue Assistenzsysteme für ein weiteres Plus an Sicherheit“, sagt Frederik Zohm, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei MAN Truck & Bus.
Noch effizienter unterwegs mit PredictiveDrive
Im Mittelpunkt der Effizienzoffensive steht die Weiterentwicklung des geländeabhängigen Tempomaten MAN EfficientCruise mit PredictiveDrive, den MAN für alle Lkw-Baureihen von TGL bis TGX mit Verbrenner- wie Elektroantrieb gleichermaßen anbietet. Das GPS-gestützte System erfasst mit Hilfe hochauflösender dreidimensionaler Karten den Streckenverlauf der gewählten Navigationsroute bis zu drei Kilometer im Voraus und wählt die optimale Fahr- und Schaltstrategie. Dabei berücksichtigt es nicht nur Steigungen, Gefälle und Streckenführung, sondern auch gegebene Verkehrsinfrastruktur künftig noch intelligenter: vor Kreisverkehren, Kreuzungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen reduziert das System die Fahrgeschwindigkeit – optimal angepasst an die gegebene Fahrsituation im Zusammenspiel von Dauerbremse oder Rekuperation und Betriebsbremse und beschleunigt das Fahrzeug anschließend wieder automatisch und energieeffizient auf die erlaubte Geschwindigkeit. Dies erhöht maßgeblich den Fahrkomfort für den Fahrer und steigert die System-Akzeptanz, da er die Geschwindigkeitsregelung nicht mehr manuell anpassen muss. Je nach Fahrzeugart und Einsatzprofil lassen sich durch den konsequenten Einsatz von MAN EfficientCruise mit PredictiveDrive Kraftstoff-, bzw. Energieeinsparungen von rund 5 Prozent gegenüber manueller Fahrweise erzielen. Bei schweren Fahrzeugreihen und anspruchsvoller Topografie sind sogar bis zu 9 Prozent möglich.
Höhere Verfügbarkeit durch vernetzte Services
Zusammen mit der Energieeffizienz verbessert MAN auch die Einsatzverfügbarkeit seiner Fahrzeuge weiter. Mit Connected Maps werden Kartendaten künftig automatisch over the air aktualisiert. Werkstattaufenthalte für Kartenupdates entfallen, während gleichzeitig die Leistungsfähigkeit von Verkehrszeichenerkennung und PredictiveDrive auch bei Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur auf konstant hohem Niveau bleibt.
Für batterieelektrische Fahrzeuge erweitert MAN darüber hinaus das Angebot von MAN Charge&Go um 50 zusätzliche Ladestandorte in Europa unter anderem in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Portugal. Der Ladedienst ermöglicht Flottenkunden den Zugang zu einem von MAN auf Elektro-Lkw-Tauglichkeit geprüften Ladenetz, das kontinuierlich wächst und länderübergreifend nutzbar ist. Dazu gehören transparente, vorverhandelte Konditionen, eine zentrale Monatsabrechnung, Echtzeit-Überblick über alle Ladevorgänge sowie Integration in den RIO Fleet Monitor und die MAN Driver App.
Zusätzlichen Schutz vor ungeplanten Kosten für Diesel-Fahrzeuge bietet die neue elektronische und mechanische Kraftstoffdiebstahlsicherung. Die elektronische Variante überwacht den Kraftstoffstand im Tank kontinuierlich, kann Manipulationsversuche frühzeitig erkennen und optischen sowie akustischen Alarm zur Abschreckung auslösen.
Neue Assistenzsysteme erhöhen die Verkehrssicherheit
Mit dem Modelljahr 2026 baut MAN sein Portfolio moderner Fahrerassistenzsysteme deutlich aus. Die neueste Version des Notbremsassistenten MAN Emergency Brake Assist EBA Advanced erfüllt bereits erst ab September 2028 geltende gesetzliche Anforderungen und verbessert die Erkennung von Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern deutlich. Bei drohenden Kollisionen kann er automatisch bis zur Vollbremsung eingreifen, um einen Zusammenstoß gänzlich zu verhindern oder Unfallfolgen zumindest bestmöglich abzumildern. Die neueste Version berücksichtigt auch entgegenkommende Fahrzeuge in Abbiegesituationen und hilft zudem, Seitenkollisionen mit in die Fahrspur hereinragenden stehenden Fahrzeugen zu vermeiden. EBA Advanced ist grundsätzlich ab einer Geschwindigkeit von 1 km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit aktiv und bietet eine maximale Geschwindigkeitsreduzierung um bis zu 100 km/h. Für die EU bietet MAN den EBA ausschließlich als nicht dauerhaft abschaltbare Version an. Für besondere Fahrsituationen hat der Fahrer die Möglichkeit, das System kurzzeitig zu deaktivieren. Nach 15 Minuten erfolgt eine automatische Reaktivierung des Systems.
Das neue MAN Driver Monitoring System erkennt Ablenkung und Ermüdung des Fahrers anhand von Blickrichtung, Fahrverhalten und Spurtreue und warnt rechtzeitig vor kritischen Situationen. Die Aufmerksamkeitsbewertung des Driver Monitoring Systems beeinflusst zudem das Reaktionsverhalten des Notbremsassistenten und lässt diesen gegebenenfalls in Gefahrensituationen frühzeitiger eingreifen.
FrontDetection Plus überwacht den Nahbereich vor dem Fahrzeug und erkennt Fußgänger oder Radfahrer frühzeitig. Reagiert der Fahrer nicht auf Warnhinweise, kann das System selbstständig bremsen oder verhindert bereits ein Anfahren, wenn dadurch eine Kollision mit Fußgängern oder Radfahrern drohen würde.
Auch der Abbiegeassistent wurde erweitert. Er erkennt gefährdete Verkehrsteilnehmer im Seitenbereich noch früher und unterstützt bei Bedarf mit automatischen Bremseingriffen. Ergänzt wird das Sicherheitspaket durch die Seitenraumüberwachung mit Ausstiegswarner, die vor sich von hinten nähernden Radfahrern oder anderen Verkehrsteilnehmern warnt.
Darüber hinaus erweitert MAN das digitale Spiegelersatzsystem OptiView um eine Variante mit konventionellem Frontspiegel und bietet Kunden damit einen zusätzlichen Einstieg in die digitale Kameratechnologie.
Für anspruchsvolle Transporte: neue Anhängerstabilisierungsbremse
Für anspruchsvolle Transporteinsätze mit schweren Gespannen insbesondere im Holztransport, bei Fahrten auf Gebirgsstrecken, Waldwegen und Forststraßen oder bei schwierigen Witterungsbedingungen bietet MAN künftig eine elektronische Anhängerstabilitätsbremse. Das System stabilisiert das Gespann bei Bremsvorgängen, in Kurvenfahrten sowie auf rutschigem Untergrund und reduziert das Risiko eines Klappmesser-Effekts, bei dem der Anhänger das Zugfahrzeug aus der Spur schiebt, deutlich. Die neue Funktion agiert nach Aktivierung durch den Fahrer vollautomatisch. Als erster Hersteller bietet MAN zusätzlich pedal- und manuell gesteuerte Betriebsarten an. Zudem ist die Funktion für Elektro- und Diesel-Lkw gleichermaßen verfügbar.
Ebenso nützlich für anspruchsvolle Einsätze sind zwei weitere Funktionen, die MAN erstmals zur IAA 2026 für Diesel-Antriebsstränge vorstellt: die vereinfachte Aktivierung der Geländeuntersetzung zur Verbesserung der Zugkraft im Gelände per Taster oder Fahrprogramm sowie die neue Splitverstellung am Nebenantrieb, mit der sich unterschiedliche Drehzahlbereiche schnell und flexibel je nach Bedarf vom Fahrerarbeitsplatz aus einstellen lassen, was bisher nur mittels Umprogrammierung in der Werkstatt möglich war.
Mit den Neuheiten zur IAA Transportation 2026 setzt MAN seine Strategie konsequent fort, die Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit seiner Fahrzeuge weiter zu steigern – zum Vorteil von Fahrern, Flottenbetreibern und anderen Verkehrsteilnehmern.