24
September
2026
|
11:30
Europe/Amsterdam

MAN TGM 4x4: Spezialist für Waldbrandbekämpfung

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  • Neuer MAN TGM 18.320 4x4 für anspruchsvolle Feuerwehreinsätze bei Wald- und Vegetationsbränden abseits befestigter Straßen
  • Bis zu 11,5 Tonnen Nutzlast machen Aufbauten mit 6000 Litern Löschwasser und 500 Litern Schaummittel möglich
  • Fahrgestell erfüllt höchste Geländekategorie nach DIN EN 1846-1
  • Reifendruckregelanlage, Hitzeschutz und mechanische Schutzmaßnahmen für schwierige Einsatzbedingungen
  • Erste Fahrzeuge mit Aufbauten von Schlingmann, ITURRI und Schmitz Feuerwehrtechnik

Immer mehr Sommer mit Rekordhitze und wochenlanger Trockenheit: Wald- und Vegetationsbrände stellen Feuerwehren weltweit vor besondere Herausforderungen. Einsatzfahrzeuge müssen auch bei großflächigen Bränden in schwierigem Gelände zuverlässig und sicher zu ihrem Einsatzort gelangen. Mit dem neuen MAN TGM 18.320 4x4 bietet MAN erstmals ein Fahrgestell für Feuerwehranwendungen der höchsten Geländekategorie nach DIN EN 1846-1 an. Das 18-Tonnen-Fahrgestell mit permanentem Allradantrieb ist speziell für Einsätze abseits befestigter Straßen konzipiert. Spezielle Schutzmaßnahmen und Ausstattungen bereiten das Fahrzeug gezielt auf Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden vor. Mit seiner hohen Nutzlast bis zu 11,5 Tonnen sind auf dem MAN TGM 4x4 Chassis Tanklöschfahrzeuge mit bis zu 6000 Litern Löschwasser und 500 Litern Schaummittel plus Normausrüstung realisierbar.

Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 320 PS starken Motor. Die Kraftübertragung übernimmt das automatisierte Getriebe MAN PowerMatic. Die Einzelbereifung der Dimension 14.00 R20 an Vorder- und Hinterachse unterstützt die Geländegängigkeit. Je nach Aufbau- und Kabinenvariante als Standard- oder Doppelkabine sind unterschiedliche Radstände und Besatzungskonzepte umsetzbar.

„Mit dem neuen MAN TGM 18.320 4x4 bieten wir Feuerwehren und Katastrophenschutzorganisationen weltweit ein Fahrzeug, das speziell für anspruchsvolle Einsätze unter schwierigsten Bedingungen entwickelt wurde. Seine hohe Geländegängigkeit und die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten machen es zur idealen Basis für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Gleichzeitig eignet sich das Fahrgestell auch für zahlreiche weitere Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz, überall dort, wo Einsatzkräfte abseits befestigter Wege schnell, sicher und zuverlässig unterstützen müssen“, sagt Martin Zaindl, Head of Sales Body Builder & Strategic Partners.

Schutz vor Hitze und mechanischen Einwirkungen

Für Einsätze in der Nähe von Brandherden besitzt das Fahrgestell eine spezielle Hitzeschutzeinrichtung. Luft-, Elektro-, AdBlue- und Kraftstoffleitungen sind so ausgeführt, dass sie einer Temperatur von bis zu 130 Grad Celsius für die Dauer von zehn Minuten standhalten können. Hinzu kommen mechanische Schutzmaßnahmen für besonders exponierte Fahrzeugkomponenten.

Eine Drehdachluke zwischen Fahrer- und Beifahrersitz eröffnet zusätzliche Einsatzmöglichkeiten. Eine höhenverstellbare Auftrittsfläche erleichtert die Nutzung der Luke und unterstützt die Besatzung beim Beobachten des Umfelds oder bei Arbeiten aus dem Fahrerhaus heraus. Auch mit Dachluke erfüllt die Kabine die aktuellste Crashtest-Norm ECE R29-3, um die Insassen auch bei schweren Unfällen bestmöglich zu schützen. 

Das Fahrzeugkonzept ermöglicht zudem das Löschen während der Fahrt nach dem Prinzip „Pump and Roll“. Dadurch kann die Besatzung Brandbereiche entlang von Wegen oder während langsamer Geländefahrt bekämpfen.

Reifendruck an den Untergrund anpassen

Zu den zentralen Ausstattungsmerkmalen gehört eine vom Fahrerarbeitsplatz aus steuerbare Reifendruckregelanlage. Mit ihr kann der Fahrer den Reifendruck an unterschiedliche Untergründe und Einsatzbedingungen anpassen. Ergänzt wird das System durch eine Reifendruckkontrolle sowie Reifen mit Notlaufeigenschaften. Diese ermöglichen es, das Fahrzeug auch bei einem beschädigten Reifen kontrolliert aus einem Gefahrenbereich herauszubewegen. Mit seiner Wasserdurchfahrtsfähigkeit von bis zu 950 Millimetern ist das Fahrzeug auch auf überschwemmten Straßen und Wirtschaftswegen einsetzbar.

Die hohe Geländetauglichkeit wird durch weitere technische Anpassungen unterstützt. Dazu gehören eine mechanische Schutzabdeckung für das Verteilergetriebe und ein hinter dem Fahrerhaus hochgezogenes Abgasendrohr. Die optimierte Einstiegssituation erleichtert zugleich den Zugang zum Mannschaftsraum. Die umfangreichen Modifikationen am TGM 4x4 hat MAN Individual in Zusammenarbeit mit ESTEPE, dem Spezialisten für Kabinenmodifikationen und Chassis-Anpassungen umgesetzt.

Erste Aufbauvarianten für unterschiedliche Einsatzanforderungen

Bei ersten Testfahrten auf der MAN ProfiDrive Teststrecke in Simmelsdorf bei Nürnberg konnten Feuerwehrjournalisten die Geländeeigenschaften und technischen Besonderheiten des neuen Fahrzeugs unter realistischen Einsatzbedingungen kennenlernen. Dabei kamen drei MAN TGM 18.320 4x4 mit unterschiedlichen Feuerwehraufbauten zum Einsatz. Sie zeigen die Bandbreite, mit der sich das neue Fahrgestell an verschiedene Aufbau-, Besatzungs- und Einsatzkonzepte anpassen lässt. 

Das TLF 4000-V von Schlingmann basiert auf einem MAN TGM 18.320 4x4 BB CH mit TN-Fahrerhaus und einem auf 3.300 Millimeter verkürzten Radstand. Die Kabine ist für eine Trupp-Besatzung von drei Personen ausgelegt und verfügt über einen Mittelsitz von MAN Individual. Zur Ausstattung gehören unter anderem die Fahrgestellanpassung für die Geländekategorie 3, Hitzeschutz, mechanischer Selbstschutz, Drehdachluke, Reifendruckregelanlage, Reifendruckkontrollsystem und Reifen mit Notlaufeigenschaften.

Das TLF 4000-V von ITURRI besitzt ein DN-Fahrerhaus und einen Radstand von 3.900 Millimetern. Es bietet Platz für eine Staffelbesatzung von sechs Personen. Neben den Schutz- und Geländefunktionen verfügt diese Variante über ein hinter dem Fahrerhaus hochgezogenes Abgasendrohr. 

Das Fahrzeug von Schmitz Feuerwehrtechnik basiert ebenfalls auf dem MAN TGM 18.320 4x4 BB CH. Es kombiniert ein TN-Fahrerhaus mit einem Radstand von 3.600 Millimetern und einer dreiköpfigen Besatzung einschließlich Mittelsitz von MAN Individual. Auch diese Variante verfügt über die Anpassung an die Geländekategorie 3, Hitzeschutz, mechanischen Selbstschutz, ein hochgezogenes Abgasendrohr und eine Drehdachluke. 

Mit dem neuen MAN TGM 18.320 4x4 steht Aufbauherstellern und Feuerwehren damit eine vielseitige Basis für Fahrzeuge zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung zur Verfügung. Das Konzept verbindet hohe Geländetauglichkeit mit speziellen Schutzmaßnahmen und flexiblen Möglichkeiten bei Fahrerhaus, Besatzung und Aufbau.

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